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Confederations Cup

Lars Stindl: "Kann sehr viel mitnehmen"

03.07.2017 11:43
Lars Stindl hat  beim Confed Cup drei Tore geschossen
© getty, Dean Mouhtaropoulos
Lars Stindl hat beim Confed Cup drei Tore geschossen

Gleich bei seinem ersten Turnier mit der deutschen Nationalmannschaft war Lars Stindl einer der Gewinner im Team von Joachim Löw. Die Krönung seiner starken Leistung: der Siegtreffer im Finale gegen Chile.

Von den Erfahrungen, die der Stürmer beim DFB-Team gemacht hat, will Stindl auch in Zukunft profitieren. "Ich kann sehr viel mitnehmen. Die ganzen Eindrücke dieses Turniers, aber auch beim DFB - von der Organisation bis zu den Abläufen, aber auch Trainingsinhalte und die verschiedenen Ansichten vom Fußball", sagte der 28-Jährige in einem Interview auf der Vereinshomepage von Borussia Mönchengladbach.

Dass Stindl im Finale gegen Chie das entscheidende Tor geschossen hat, ist für ihn ein "unglaubliches Gefühl". "Aber natürlich geht ein großer Teil dieses Tors an Timo Werner", zeigte sich der Gladbacher bescheiden und beschreibt weiter: "Ich stand fünf, sechs Meter ganz alleine vor dem Tor. In einem so wichtigen Spiel will man natürlich nichts falsch machen. Deshalb bin ich auf Nummer sicher gegangen, habe den Ball ganz ruhig angenommen und eingeschoben."

Durch seinen Treffer steht Stindl gemeinsam mit Timo Werner und Leon Goretzka an der Spitze der Torschützenliste des Confed Cups. "Das ist ein schöner Nebeneffekt, mehr aber nicht", erklärte der Fohlen-Kapitän: "Ich freue mich einfach, dass ich bei der Nationalmannschaft dabei sein durfte, und dass ich mit meinen Toren einen entscheidenden Beitrag leisten konnte, die Truppe für ihren Aufwand zu belohnen."

Der goldene Schuh wurde letztendlich Werner überreicht, da der Leipziger mit zwei Torvorlagen den besten Scorerwert vorweisen konnte.

Stindl grundsätzlich offen für Videobeweis

Einen nicht nur positiven Aspekt beim Confed Cup gibt es für Stindl aber doch: der Videobeweis. "Grundsätzlich sollten wir als Spieler in der heutigen Zeit für solche technischen Hilfsmittel offen sein", so der 28-Jährige. Manchmal habe es aber zu lange gedauert, bis eine Entscheidung gefällt wurde. "Aber das alles befindet sich gerade ja noch in der Testphase. Ich glaube, wenn es verfeinert wird, wird es den Fußball etwas gerechter machen."

Für Stindl geht er nach der Ankunft in Deutschland erst einmal in den wohlverdienten Urlaub. "Dort werde ich die Saison in Ruhe Revue passieren lassen und einfach mal komplett ausspannen", erzählte Stindl. Wann genau er in die Saisonvorbereitung mit Borussia Mönchengladbach einsteigen wird, steht noch nicht fest.