Anzeige

Pollersbeck und Co.: Die Gewinner der deutschen U21

01.07.2017 10:20
Julian Pollersbeck startete bei der U21-EM richtig durch
Julian Pollersbeck startete bei der U21-EM richtig durch

Mit Teamgeist zum EM-Titel: Die U21-Europameisterschaft hat aus deutscher Sicht eigentlich nur Gewinner hervorgebracht. Die größten Aufsteiger des Turniers in unserer Aufzählung:

1. Julian Pollersbeck (1. FC Kaiserslautern):

Der Torhüter aus dem Nichts. Erst kurz vor der EM erfuhr Pollersbeck, dass er zwischen den Pfosten stehen wird. Beim Auftakt noch nervös, danach rechtfertigte er das Vertrauen mit starken Leistungen. Überzeugte auch neben dem Platz als smarter Typ, der mit seinem "Fiderallala"-Song den Soundtrack der EM lieferte. Der HSV darf sich freuen.

2. Stefan Kuntz (DFB-Trainer):

Für den DFB-Coach war die EM das Ende einer einjährigen Probezeit. Kuntz bestand die Meisterprüfung mit Bravour. Der 54-Jährige fand die richtige Mischung aus Spaß und Ernst und darf zur Belohnung bis 2020 weiter machen. Auf dem abschließenden Empfang im Teamhotel wurde Kuntz von DFB-Tross mit "Stefan, Stefan"-Rufen gefeiert.

3. Mitchell Weiser (Hertha BSC):

Zugegeben: Der Mittelfeldspieler war in der Vorrunde nicht gerade der stärkste deutsche Spieler, im Halbfinale stand er nicht einmal mehr in der Startelf. Aber durch seinen Siegtreffer im Endspiel hat Weiser seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher. Und was für ein Tor das war, eine Kopfball-Bogenlampe ins lange Eck. Davon wird Weiser wohl noch seinen Enkeln erzählen.

4. Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg):

Der Kapitän war der Fels in der Brandung. Arnold verteilte im Mittelfeld die Bälle, haute im Zweifel aber auch dazwischen. Als Nebenmann Niklas Stark im Italien-Spiel angerempelt wurde, war Arnold zur Stelle und sendete ein Signal an die Mannschaft. Im Finale sogar bester Mann auf dem Platz. Muss nun klären, ob und wie es in Wolfsburg weitergeht.

5. Jeremy Toljan (1899 Hoffenheim):

Der Außenverteidiger rannte in allen fünf Spielen die Linie rauf und runter, ohne ein Zeichen von Schwäche zu zeigen. "Wir haben bei ihm in der Pause zwei, drei Euro nachgeworfen und ihn wieder aufgezogen - und dann läuft er", sagte Julian Pollersbeck. Toljan überzeugte gerade auch offensiv, stand hinten sicher - eine ganz starke EM.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige