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"Zeigt's Dänen": U21 forciert Rechenspiele

20.06.2017 20:23
Max Meyer weiß: Tore müssen her
Max Meyer weiß: Tore müssen her

Den Torhunger für ihren zweiten EM-Auftritt holen sich die deutschen U21-Fußballer auf dem täglichen Weg zum Essensraum. "Zeigt's Dänen" steht auf kleinen Motivations-Plakaten, die an mehreren Stellen im Teamhotel Turowka hängen. Ähnlich simpel wie der Slogan ist die Ausgangslage: Gegen Dänemark soll am Mittwoch (20:45 Uhr) ein Sieg her - möglichst ein hoher.

"Eine gute Tordifferenz kann am Ende entscheidend sein. Deswegen ist jedes Tor wichtig", sagt Max Meyer von Schalke 04 vor der Begegnung in Krakau. Im Idealfall steht das DFB-Team nach der Partie in der Tabelle vor den derzeit punktgleichen Italienern. Gelingt dies, braucht die Elf von Trainer Stefan Kuntz drei Tage später "nur" ein Remis gegen die Südeuropäer, um den Gruppensieg und damit das Halbfinal-Ticket zu sichern.

Das Gute: Da Italien ab 18:00 Uhr gegen Tschechien vorlegen muss, weiß die deutsche Mannschaft bei ihrem Anstoß bereits, wie hoch sie gewinnen muss. Ganz so weit will Meyer aber noch nicht denken. "Unser Ziel ist es erst einmal, dass wir gewinnen. Wir können nicht von vornherein sagen, wir wollen 3:0 oder 4:0 gewinnen. Das wäre auch zu arrogant", sagt der 21-Jährige.

Eine Steigerung gegenüber dem Auftakt gegen Tschechien (2:0), bei dem Meyer und Serge Gnabry getroffen hatten, ist dennoch nötig. Gerade zu Beginn wirkte das deutsche Team nervös und hatte später Glück, für die vielen verlorenen Zweikämpfe nicht bestraft zu werden. "Man merkt schon, dass die Jungs relativ selbstkritisch sind und auch wissen, was wir nicht gemacht haben von dem, was wir uns vorgenommen haben", sagt DFB-Trainer Stefan Kuntz.

Stark-Einsatz noch unklar

Ein Selbstläufer wird die Begegnung ohnehin nicht. Die Dänen marschierten mit 28 von 30 möglichen Punkten durch die Qualifikation, nur drei Gegentore waren der Bestwert aller Teams. Auch beim 0:2 gegen Italien zum EM-Auftakt waren die Dänen lange Zeit ebenbürtig. Zudem muss Kuntz möglicherweise auf den angeschlagenen Innenverteidiger Niklas Stark von Hertha BSC verzichten, als Ersatz stünde Gideon Jung (Hamburger SV) bereit.

Als Titelanwärter Nummer eins sieht sich die deutsche Mannschaft so oder so nicht. "Ich glaube, Spanien ist der Topfavorit. Man weiß ja, welche Namen da mitspielen. Wir sind Mitfavorit", sagt Mittelfeldspieler Meyer über die mit Jungstars wie Marco Asensio (Real Madrid) und Saúl Niguez (Atlético Madrid) gespickten Iberer: "Aber wenn wir das Turnier gewinnen wollen, müssen wir Spanien schlagen. Natürlich trauen wir uns das zu."

Doch zunächst heißt die Hürde Dänemark. Ein Remis könnte ihm Kampf um den Gruppensieg bereits zu wenig sein. "Wir müssen das Spiel hochprofessionell angehen, von der ersten Minute an da sein. Wir dürfen uns keine Fehler erlauben", sagt Meyer: "Bei einem Fehler kann alles vorbei sein. Das ist jedem bewusst."

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