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PL-Playoffs: Die Allergrößten unter sich

18.05.2017 14:18
Kämpfen um die Premier-League-Krone (v.li.): Michael van Gerwen, Gary Anderson, Phil Taylor und Peter Wright
Kämpfen um die Premier-League-Krone (v.li.): Michael van Gerwen, Gary Anderson, Phil Taylor und Peter Wright

Vorhang auf für einen der wichtigsten Abende der Darts-Saison: Am Donnerstag kämpfen Michael van Gerwen, Gary Anderson, Phil Taylor und Peter Wright in London um den Sieg in der Premier League (ab 20:15 Uhr im sport.de-Liveticker). Auf dem Spiel steht neben 250.000 Pfund für den Sieger vor allem eins: Prestige.

Michael van Gerwen (2016, 2013), Gary Anderson (2011, 2015), Raymond van Barneveld (2014), Phil Taylor (2005 - 2008, 2012), James Wade (2009) - die Siegerliste der Premier League liest sich wie ein "Who is Who" des Darts-Sports. Am Donnerstag wird sie um einen Namen erweitert.

Während im ersten Halbfinale "MvG" und der "Flying Scotsman" aufeinander treffen, bekommt es "The Power" im zweiten Duell mit "Snakebite" zu tun. sport.de nimmt die vier Kandidaten der Playoffs 2017 unter die Lupe.

Michael van Gerwen (24 Punkte, Legverhältnis +32)

Bilanz: 10 Siege, 4 Unentschieden, 2 Niederlagen
Drei-Dart-Average: 104,92
Checkout-Quote: 40,54 Prozent (102 Treffer/248 Versuche)
High-Finish: 170

Nur eins der letzten neun Duelle gegen Gary Anderson hat die Nummer eins der Welt nicht gewonnen. Allerdings zeigte der Weltmeister bei seinen letzten Auftritten ungewöhnliche Schwächen beim Wurf auf die Doppel. Die bittere 0:6-Klatsche im Finale des European Darts Grand Prix gegen Peter Wright war die Folge des "Zitterhändchens".

"Nur" ein Sieg aus den letzten drei Premier-League-Spielen sprechen ebenfalls für eine kleine Formschwäche. "MvG" gibt sich vor dem großen Finale in London dennoch zuversichtlich: "Ich kann es kaum abwarten. Zwischen Gary und mir gibt es immer gute Matches, ich fühle mich gut."

Peter Wright (23 Punkte, +30)

Bilanz: 10 Siege, 3 Unentschieden, 3 Niederlagen
Drei-Dart-Average: 98,86
Checkout-Quote: 38,89 Prozent (91/234)
High-Finish: 156

In der Premier League ist Peter Wright seit dem 8. Spieltag ungeschlagen, bei der Players Championship sicherte sich "Snakebite" Platz zwei, beim European Darts Grand Prix und den UK Open den Sieg - der 47-Jährige ist in der Form seines Lebens und in London mehr als nur ein Geheimtipp.

"Mir ist völlig egal, gegen wen ich spiele", tönte der Schotte im Vorfeld der Playoffs: "Sie werden nicht gut genug sein." Er habe das letztjährige Finale gesehen und gedacht, Michael habe es leicht, "weil sie alle schlecht gespielt haben. Das kann mir auch passieren. Trotzdem denke ich, dass er es dieses Jahr nicht so leicht haben wird", schickte die Nummer drei der Welt eine Ansage an den Weltmeister und Titelverteidiger.

♦ Phil Taylor (19 Punkte, +7)

Bilanz: 8 Siege, 3 Unentschieden, 5 Niederlagen
Drei-Dart-Average: 98,15
Checkout-Quote: 40,17 Prozent (92/229)
High-Finish: 142

Nach sechs Siegen aus seinen letzten acht Premier-League-Spielen geht der Altmeister mit ordentlich Rückenwind in das Halbfinale gegen Peter Wright. Dazu hat "The Power" im Jahr 2017 zwei von drei Partien gegen den Schotten gewonnen.

Seit 1986 wirft Taylor seine Pfeile auf absolutem Top-Niveau. Im Gegensatz zu den letzten drei Jahrzehnten sind die Erwartungen an Taylor diesmal jedoch gering. Seine Motivation dafür hoch wie eh und je: "Es gibt keinen Druck für mich, aber ich werde versuchen, den Pokal zu gewinnen, wie ich es schon sechs Mal gemacht habe", so der 56-Jährige, der verspricht: "Ich werde ein massives Lächeln in meinem Gesicht haben." 

Gary Anderson (18 Punkte, +12)

Bilanz: 7 Siege, 4 Unentschieden, 5 Niederlagen
Drei-Dart-Average: 102,16
Checkout-Quote: 39,91 Prozent (91/228)
High-Finish: 170

In den vergangenen Jahren hat Gary Anderson vor allem eine Qualität ausgezeichnet: Er war (fast) immer da, wenn es darauf ankam. Die großen Events, die großen Matches, das war in der Regel sein Ding. Genau darauf muss sich der "Flying Scotsman" auch am Donnerstagabend verlassen - sonst hat er gegen "MvG" wohl keine Chance.

John Part, Weltmeister von 1994, rechnet fest damit, dass Anderson seinem Ruf gerecht wird: "Ich setze auf Anderson, weil ich glaube, dass er dann am besten spielt, wenn er es muss. Eine Vorhersage fällt nicht leicht, aber ich denke, Gary wird seine Magie sprechen lassen."

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