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Stimmen: "Der Druck liegt bei Dortmund"

30.04.2017 20:26
Julian Nagelsmann freute sich über den Last-Minute-Sieg seiner TSG
Julian Nagelsmann freute sich über den Last-Minute-Sieg seiner TSG

Während der FC Augsburg Big Points im Abstiegskampf sammelte, dürfen die Teams in Bremen und Gladbach weiterhin von der Europa League träumen. Der FC Bayern sicherte sich hingegen vorzeitig die Meisterschaft. Hoffenheim rückte am Sonntag auf Rang drei vor. Die Stimmen:

TSG 1899 Hoffenheim - Eintracht Frankfurt 1:0

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim) ...

... zum Spiel: "In der ersten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht. Dann war in der zweiten Halbzeit die Anfangsphase nicht gut. Insgesamt geht der Sieg aber in Ordnung. Wir hatten 79 Prozent Ballbesitz. Da kann man sich nicht beschweren, wenn man hier keine Punkte mitnimmt."

... zum Spiel beim BVB: "Bei aller Bescheidenheit, der Druck liegt total bei Dortmund. Die müssen Dritter werden. Wir müssen nicht, aber Dortmund muss. Wir haben für unsere Verhältnisse schon jetzt eine gute Saison gespielt. Wir müssen nicht, aber wir wollen gerne."

Benjamin Hübner (Torschütze 1899 Hoffenheim): "Es ist etwas ganz Besonderes. Ich habe mir vorgenommen, mehr Tore zu machen. Dass es in der 90. Minute klappt und zum Sieg reicht, das ist natürlich unglaublich."

Niko Kovač (Trainer Eintracht Frankfurt): "Bei solch engen Spielen entscheiden Kleinigkeiten. Das ist immer so im Fußball. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein ganz großes Kompliment aussprechen."

Timothy Chandler (Eintracht Frankfurt): "Hoffenheim ist eine der spielstärksten Mannschaften in der Bundesliga. Gegen uns haben sie nicht viele Chancen kreiert. Das haben wir gut gemacht."

Fredi Bobic (Sport-Vorstand Eintracht Frankfurt): "Mit Sicherheit wäre ein Punkt verdient gewesen. Die Hoffenheimer haben eigentlich keine großen Torchancen gehabt. Ich habe gestern Boxen geguckt, das war ein Lucky Punch. So ist das im Fußball, das passiert. Es war ein klasse Kopfballtor."


FC Augsburg - Hamburger SV 4:0

Manuel Baum (Trainer FC Augsburg): "Es war ein hochverdienter Sieg heute. Wir haben über 90 Minuten gut durchgespielt und verdient vier Tore geschossen. Das ist schon ein Ausrufezeichen, und das gibt uns extrem viel Mut für die letzten drei Spiele."

Halil Altintop (FC Augsburg): "Wir sind sehr glücklich. Wir hatten uns viel vorgenommen und wussten, dass wir mit einem Dreier am HSV vorbeiziehen. Der Trainer hat uns perfekt eingestellt."

Philipp Max (FC Augsburg): "Ich bin verdammt froh, dass es heute mit meinem ersten Bundesligator geklappt hat. Ich musste mir sehr viel anhören in den letzten eineinhalb Jahren. Aber der Papa freut sich natürlich auch."

Stefan Reuter (Geschäftsführer Sport FC Augsburg) ...

... zum Spiel: "Man hat gespürt, dass jeder in der Mannschaft hochmotiviert ist. Es war eine tolle Leistung und ein tolles Spiel unserer Mannschaft, Wahnsinn. Wir haben sehr gut verteidigt und mutig Fußball gespielt. Das war der Schlüssel."

... zum Abstiegskampf: "Wichtig ist, dass der Glaube in der Mannschaft bleibt. Wir haben noch richtig starke Gegner vor der Brust. Aber das gibt Rückenwind. Mit so einer Leistung können wir auch in Gladbach bestehen."

Markus Gisdol (Trainer Hamburger SV) ...

... zum Spiel: "Jeder ist getroffen von der heutigen Leistung. Es war zu einem wichtigen Zeitpunkt kein gutes Spiel von uns. Das muss jetzt erst einmal jeder verarbeiten."

... zur sportlichen Situation: "Wir sind vom ersten Tag an im Abstiegskampf. Aber wir sind noch da und können es noch richten. Wir müssen uns zusammenreißen, fokussieren und unsere bestmögliche Leistung bringen. Die Saison geht noch 20 Tage. Wir wollen das schaffen, was uns niemand mehr zugetraut hat."

Jens Todt (Sportchef Hamburger SV) ...

... zum Spiel: "Es ist eine ganz bittere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Das ist natürlich enttäuschend, die Mannschaft ist am meisten enttäuscht. Der Gegner wirkte einfach griffiger als wir. Es war heute ein rabenschwarzer Tag, aber ich spreche keinem Spieler den Einsatz ab. Der Rucksack wirkte heute schwerer, die Mannschaft wirkte gehemmter. Wir haben heute unsere Ausgangssituation verschlechtert, aber wir haben es immer noch in der eigenen Hand."

... zur sportlichen Situation: "Der HSV steckte in dieser Saison schon in einer schwierigeren Situation als jetzt. Natürlich ist das ein schlimmer Tag für uns. Wir haben noch zwei Heimspiele, aber ich verliere nicht meinen Optimismus. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gute Chancen haben, die Klasse zu erhalten."

Mergim Mavraj (Hamburger SV): "Es haben heute ganz viele Attribute gefehlt. Die Augsburger waren viel leidenschaftlicher, viel spritziger und geiler auf den zweiten Ball. Sie haben ganz klar verdient gewonnen. Das war heute definitiv nicht erstligawürdig. Das war nicht das Gesicht einer Mannschaft, die unbedingt drin bleiben will. Jeder Spieler muss sich heute an die eigene Nase packen. Wenn einmal der Wurm drin ist, dann bleibt er auch drin. Es ist ganz schwer, ihn da wieder rauszubekommen. Die letzten Wochen haben sehr viel Kraft gekostet."

Tom Mickel (Torwart Hamburger SV): "Momentan überwiegt der Frust. Ich habe versucht, alles zu geben, aber wir sind nie richtig ins Spiel gekommen. Heute tut es richtig weh, da blutet natürlich das Herz. Wir müssen uns alle um 180 Grad drehen und auf das besinnen, was für den HSV wichtig ist."


VfL Wolfsburg - Bayern München 0:6

Andries Jonker (Trainer VfL Wolfsburg): "Glückwunsch an die Bayern zur hochverdienten Meisterschaft. Wir haben uns viel vorgenommen, aber nach einer halben Stunde haben wir sehr stark nachgelassen. Das war nicht gut von uns. Das tut sehr weh, gerade wenn du vor so einer Kulisse spielst. Aber wir machen weiter und werden uns ab Dienstag sehr konzentriert auf unser nächstes Spiel vorbereiten."

Mario Gomez (VfL Wolfsburg): "Wir wissen, dass es gegen Bayern so sein kann. Aber wir hatten uns etwas Anderes vorgenommen. Nach dem ersten Tor sind wir komplett eingebrochen und haben den Glauben an uns verloren. Dann gewinnst du gegen Bayern niemals mehr. Hinten raus war es wie Männerfußball gegen Jugendfußball. Das darf uns nicht passieren. Mit den Leuten, die wir haben, sind wir genug, in der Bundesliga zu bleiben. Das werden wir auch schaffen."

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Ich bin sehr glücklich, weil wir nach einer schwierigen Phase unbedingt den Sieg brauchten. Es war eine fantastische Erfahrung in der Bundesliga. Wir haben in der Liga einen sehr guten Job gemacht. Ich danke dem Klub, dass ich mit diesen fantastischen Spielern arbeiten darf. Es ist wichtig, einen starken Rückhalt im Klub zu haben. Ich fühle mich als Teil der Familie, denn der FC Bayern ist eine richtige Familie. Natürlich waren die letzten zwei Wochen nicht einfach, aber jetzt ist der Zeitpunkt zum Feiern. Danach können wir in Ruhe die neue Saison vorbereiten."

Karl-Heinz Rummenigge (Vorstandsvorsitzender Bayern München) ...

... zum fünften Meistertitel in Folge: "Wir haben vor der Saison gesagt, dass die Meisterschaft der ehrlichste Titel ist. Den haben wir jetzt zum fünften Mal in Folge gewonnen. Das ist etwas Außergewöhnliches. Ich kann das ganz gut als Spieler beurteilen. Ich habe zehn Jahre bei Bayern München gespielt und den Titel zweimal gewonnen. Jetzt hat diese Mannschaft den Titel fünfmal in Folge gewonnen, das ist unglaublich."

... zum vorzeitigen Anstoßen auf der Tribüne: "Es war sehr entspannt. Wir haben in der Halbzeit 3:0 geführt und dann fiel relativ zügig das 4:0 durch Arjen. Dann haben wir schon etwas vorgefeiert und vorgeglüht. Wir werden heute Abend eine schöne Party feiern. Nach dem letzten Spieltag dann auch etwas größer mit den Fans."

... zur Saisonbilanz: "Bei Bayern München wird seit 2013 jedes Jahr das Triple verlangt. Wir sind jetzt 117 Jahre alt. In den 117 Jahren ist uns das genau einmal gelungen, nämlich 2013. Wir haben nicht diesen arroganten Anspruch, jedes Jahr das Triple zu gewinnen. Wir wollen eine gute Saison spielen. Die haben wir auch in diesem Jahr gespielt. Manchmal spielen in diesen Spielen gegen Madrid oder Dortmund auch Glück oder Pech eine entscheidende Rolle. Das gibt es in der Bundesliga eben nicht. Da gibt es in 34 Spielen kein Glück oder Pech. Ich glaube, dass wir ein total verdienter Meister geworden sind."

Philipp Lahm (Kapitän Bayern München) ...

... zum fünften Meistertitel in Folge: "Vier Spieltage vor Schluss wieder deutscher Meister zu werden, das ist nicht selbstverständlich."

... zum möglichen Umbruch beim FC Bayern: "Irgendwann muss ja mal ein Umbruch kommen. Im Sommer kommt ja schon einer. Xabi Alonso und ich hören auf, da fallen zwei Alte weg. Es wird aber keinen großen Knall geben. Es werden dann vielleicht ein, zwei oder drei Spieler dazu geholt werden."

... zu Rekordzahlen in seiner Karriere: "Die Zahlen sind ordentlich. Aber 16 Tore in 515 Spielen, das ist ausbaufähig."

... zu seiner Karriere: "Es gab viele Highlights. Die erste deutsche Meisterschaft, das ist immer etwas Besonderes. Das erste Bundesligaspiel für Stuttgart war auch etwas Besonderes."

... zum Fahrplan bis zum Saisonende: "Ich will die letzten Wochen noch einmal genießen. Der Meistertitel ist in der Tasche. Am letzten Spieltag will ich noch einmal alles aufsaugen. Das wird ein unglaublicher Tag für mich. Da werden viele Leute, die mich begleitet haben, dabei sein."


1. FSV Mainz - Borussia Mönchengladbach 1:2 (0:1)

Martin Schmidt (Trainer FSV Mainz 05): "Der Abstiegskampf beginnt in den letzten drei Spielen so richtig. Wir waren nicht so aggressiv, wie wir hätten seien sollen. Es ist wichtig, dass wir mutig weitergehen."

Dieter Hecking (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Ich muss meine Mannschaft ausgesprochen loben. Das war nach dem verlorenen Pokal-Halbfinale nicht einfach, den Kopf frei zu bekommen. Ich habe gespürt, dass die Jungs heiß sind und nach diesem kleinen Strohhälmchen, der uns nach Europa führen kann, greifen wollen."

Nico Schulz (Borussia Mönchengladbach): "Es zeigt, dass wir eine geile Truppe sind, die sich auch nach Rückschlägen nicht hängen lässt. Wir haben heute genau die richtige Antwort gegeben."


Werder Bremen - Hertha BSC 2:0 (2:0)

Alexander Nouri (Trainer Werder Bremen): "Es war eine sehr, sehr gute erste Halbzeit von meiner Mannschaft. Danach waren wir nicht mehr so zwingend, hatten trotzdem immer die Spielkontrolle. Ich bin stolz auf die Mannschaft, weil sie sich mit der Europa League ein neues Ziel gesetzt hat und dafür brennt."

Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Unsere beiden Gegentore waren eigentlich zwei Eigentore. In beiden Situationen haben wir uns zu naiv verhalten. Was die zweite Halbzeit angeht, kann ich der Mannschaft keine großen Vorwürfe machen. Gefehlt haben in unserem Spiel jedoch die klaren Torchancen."

Max Kruse (Werder Bremen): "Es freut und ehrt mich, dass der Bundestrainer meine Leistung honoriert. Ich habe immer gesagt, dass ich alles versuche, um auf mich aufmerksam zu machen und meiner Mannschaft zu helfen. Wenn das Woche für Woche so klappt wie im Moment, dann beschwere ich mich nicht."


Borussia Dortmund - 1. FC Köln 0:0 (0:0)

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Ich bin begeistert, wie viel wir Investiert haben. Wenn man so viele Torchancen hat, gewinnt man eigentlich das Spiel. Die Präzision im Torabschluss hat uns um den Sieg gebracht. 23 Torschüsse, aber nur vier kamen aufs Tor. Trotzdem hat die Mannschaft das toll gemacht, wie schon die ganze Woche und den ganzen Monat."

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wir sind mit dem Unentschieden sehr zufrieden. Es ist keine Selbstverständlichkeit, in Dortmund einen Punkt zu holen. Wir hatten in den ersten 20 Minuten viele Probleme, nach einer Systemänderung ging es besser. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft richtig hart gearbeitet, viel Aufwand betrieben - wir sind sehr happy."

Neven Subotić (1. FC Köln): "Ich möchte einen Verein, der mich braucht und natürlich möchte ich auch Fußball spielen. Das ist das A und O für mich. Aber man wird erst im Sommer sehen, wer da in Frage kommt."


RB Leipzig - FC Ingolstadt 04 0:0 (0:0)

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Das war kein schöner Nachmittag, denn eine Nettospielzeit von 25 Minuten in der ersten Hälfte ist mir ein bisschen wenig. Da fällt es schwer, in den Rhythmus zu kommen. Wir hätten heute ein unglaublich großes Ziel verwirklichen können. Aber aufgeschoben ist nicht aufhoben. Wir wissen, dass wir nächste Woche wieder die Chance haben."

Maik Walpurgis (Trainer FC Ingolstadt): "Ich glaube, wir können auch wesentlich besser Fußball spielen als wir es heute getan haben. Dass das nicht schön aussieht und nicht jedem gefällt, dafür habe ich vollstes Verständnis. Aber wir haben den 31. Spieltag und wir brauchten einen Punkt."

Marvin Matip (Kapitän FC Ingolstadt): "Es war ein Punkt für die Moral. Wir haben jetzt noch zwei Heimspiele, und es ist alles möglich. Wenn man sich anguckt, wie viel wir investiert haben, dann ist der Punkt auch in Ordnung."


SV Darmstadt 98 - SC Freiburg 3:0 (2:0)

Torsten Frings (Trainer Darmstadt 98): "Wir wussten, dass es sehr schwer wird. Umso stolzer bin ich auf meine Mannschaft. Wir haben von der ersten Minute das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Bei uns hat alles geklappt, bei Freiburg nicht viel. Trotzdem sind wir überglücklich."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ich hätte neue Spieler bringen müssen, habe mich aber nicht getraut. Einige sind auf dem Zahnfleisch gegangen. Wir spielen nicht immer so schlecht, Darmstadt nicht immer so gut - aber wenn das zusammenkommt, dann haben wir keine Chance. Darmstadt war in allen Belangen überlegen."

Sven Schipplock (SV Darmstadt 98): "Ich durfte wieder Tore schießen. Es ist der Wahnsinn hier. Wenn man hier zum ersten Mal im Stadion ist und die Situation nicht kennt, dann denkt man, dass wir im Rennen um die Meisterschaft sind."


Bayer 04 Leverkusen - FC Schalke 04 1:4 (0:3)

Markus Weinzierl (Schalke 04): "Wir haben die Anfangsphase nicht gut gestaltet. Bis zum Führungstreffer war Leverkusen definitiv besser."

Rudi Völler (Bayer 04 Leverkusen): "Tayfun ist im Training mit großer Leidenschaft dabei. Wenn die Punkte ausbleiben, ist es nicht schön. Es wird knapper. Wichtig ist es jetzt, die Spieler rauszusuchen, die die Nerven behalten. Wir sind mit anderen Ambitionen in die Saison gestartet. Jetzt geht es um den Abstieg. Wir müssen jetzt zusammenstehen und Flagge zeigen."

Stefan Kießling (Bayer 04 Leverkusen): "Ich bin sprach- und ratlos. Die Fans fragen, was los ist, woran es liegt. Ich kann es nicht beantworten. Das ist eine ganz, ganz schwierige Situation für uns. Alles lief heute verkehrt. Wir müssen jetzt die Punkte holen, damit wir mit dem 16. und 17. Platz nichts zu tun haben."

Jonathan Tah (Bayer 04 Leverkusen): "Wir müssen das schnell vergessen, wir dürfen nicht aufgeben. Wir haben gut angefangen, aber dann in kurzer Zeit drei Dinger bekommen. Dann ist es klar, dass es schwer wird."

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