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15 Strafplätze: Vandoornes Honda-Horror

28.04.2017 20:47
Stoffel Vandoorne wird das Rennen wohl von ganz hinten starten müssen
Stoffel Vandoorne wird das Rennen wohl von ganz hinten starten müssen

Stoffel Vandoornes Saison bleibt ein einziges Desaster. Das liegt nicht an den sportlichen Qualitäten des Belgiers, sondern erneut an den Schwierigkeiten bei Motorenpartner Honda. Obwohl man nach den Problemen in Bahrain an Vandoornes und Fernando Alonsos Auto die MGU-H gewechselt hatte, musste das Bauteil beim Rookie nach dem ersten Training von Sotschi schon wieder getauscht werden.

Weil aber zwischen den beiden Sessions nicht genügend Zeit zur Verfügung stand, entschied man sich dafür, gleich die komplette Power-Unit auszutauschen. Weil Vandoorne dabei bei MGU-H und Turbolader schon das fünfte Bauteil (im vierten Rennen!) einsetzen muss, kommt er um eine Strafversetzung nicht mehr herum: 15 Plätze lautet das Handicap, wenn es morgen in das Qualifying geht.

"Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bevor wir eine Strafe bekommen", seufzt der Youngster über die erneuten Probleme und hadert langsam mit der Situation: "Es gibt nichts, was wir derzeit tun können. Trotzdem hoffen wir, dass schon bald einige Verbesserungen kommen werden. Heute war ein harter Tag, aber man muss sein Bestes geben, um davon wegzukommen."

Erneut kaum Hoffnung für Sotschi

Durch den Wechsel des Motors verlor Vandoorne erneut wichtige Zeit im Auto - was ihm nach dem verpassten Rennen von Bahrain bekannt vorkommen dürfte. Mit einer kleinen Verspätung von einer Viertelstunde ging es für ihn in der zweiten Session los. "Zumindest konnten wir dort noch einige Runden abspulen", sieht er es positiv.

Rang 16 mit drei Sekunden Rückstand hieß es für den Belgier am Ende. Die Kombo McLaren-Honda bleibt auch mit fahrendem Boliden eine Enttäuschung, denn die üblichen Probleme waren auch in Sotschi sichtbar. So wunderte sich Vandoorne einmal über einen Force India, der ihn überholt hatte, obwohl er im Rückspiegel noch weit entfernt war - auch diese Geschichte gab es in Bahrain vor zwei Wochen bereits.

Fernando Alonso, der sich immer häufiger kritisch über Honda äußert, wundert das nicht: "Das Auto ist das gleiche wie in Bahrain, von daher gibt es noch eine Menge Raum zur Verbesserung", winkt der Spanier ab und erwartet angesichts der nächsten langen Geraden im Kalender erneut kein Wunder. Der zweimalige Weltmeister konnte sich immerhin auf Rang zwölf klassieren, war in Sachen Topspeed aber wieder einmal chancenlos.

Lob für Mechaniker nach Motortausch

So ganz stimmen die Aussagen Alonsos aber nicht, denn McLaren fuhr tatsächlich mit Upgrades für Chassis und Motor, wie Rennleiter Eric Boullier bestätigt: "Wir konnten erfolgreich einige neue Komponenten testen und fühlen, dass sie das geliefert haben, was wir erwartet haben. Sonntag wird natürlich speziell für Stoffel schwierig werden, aber wir bleiben fokussiert und werden für eine verbesserte Performance im Rennen pushen", so der Franzose.

Lob geht heute bei McLaren vor allem an die Mechaniker, die Vandoornes Motor eilig austauschten und dafür sorgten, dass der Belgier nicht noch mehr Zeit im Training verliert. "Das war ein absolut fantastischer Job und extrem beeindruckend", betont Boullier, während Honda zumindest darauf verweist, dass das Problem "kein fundamentales" sei. Man verspricht: "Wir werden unsere harte Arbeit fortsetzen und hoffen, dass beide Fahrer am Sonntag ein gutes Rennen haben werden."

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