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Final Four: Berlin braucht "perfektes Match"

28.04.2017 12:59
Die Berlin Recycling Volleys wollen eine Medaille holen
Die Berlin Recycling Volleys wollen eine Medaille holen

Der deutsche Meister Berlin Recycling Volleys will beim Final Four der Champions League Titelverteidiger Zenit Kazan ein Schnippchen schlagen. Wie das geht, wissen die Berliner aus den Duellen mit Dynamo Moskau.

Für Trainer Roberto Serniotti sind die Rollen im Final Four der Champions League klar verteilt. "In meinen Augen ist es wahrscheinlich das einfachste Spiel der gesamten Saison, denn gegen diesen Gegner haben wir absolut nichts zu verlieren", sagt der Italiener vor dem Halbfinale seiner Berlin Recycling Volleys gegen Titelverteidiger Zenit Kazan.

Ihrem Schicksal kampflos ergeben soll sich seine Mannschaft allerdings nicht. Angesichts der jüngsten Erfolge ist es durchaus möglich, den "russischen Riesen" im Palalottomatica in Rom ein Schnippchen zu schlagen. "Normalerweise würde ich sagen, dass wir gegen Kazan keine Chance haben, aber die Champions-League-Siege gegen Lube, Rzeszow, Istanbul und Moskau lassen uns an alles glauben."

Auch in der Top-Sechs-Runde galten die Berliner gegen Dynamo Moskau als klarer Außenseiter. Dennoch setzte sich der deutsche Meister mit zwei 3:2-Siegen durch und qualifizierte sich damit erstmals sportlich für die Runde der letzten Vier. In der Saison 2014/15 war Berlin als Gastgeber des Turniers gesetzt.

Zenit hat "drei der besten acht Angreifer weltweit"

Doch Kasan ist bei allem Respekt für den russischen Ligakonkurrenten eine ganz andere Hausnummer. Der viermalige Champions-League-Sieger nimmt in Rom zum siebten Mal in Serie am Final Four teil, der dritte Triumph in Folge soll klar gemacht werden. "Volleyball ist einfach. Man kann mit Taktik und Mentalität vieles ausgleichen, aber am Ende ist es entscheidend, wie hoch man springt und wie stark man angreift", so Serniotti: "Mit Wilfredo Leon, Matthew Anderson und Maxim Mikhailov verfügt Kazan über drei der besten acht Angreifer weltweit."

Wie man Kasan zumindest ein bisschen ärgern kann, können sich die Berliner vom Ligakonkurrenten VfB Friedrichshafen abschauen. Zenit gab in der ganzen Königsklassen-Saison nur zwei Sätze ab, einen davon gegen die Häfler. Die Freude darüber war so groß, dass VfB-Trainer Vital Heynen der gesamten ZF-Arena nach Spielende Freibier spendierte.

Kromm: "Wollen eine Medaille gewinnen"

Vielleicht dürfen sich die rund 100 mitgereisten Berliner Fans ja am Ende über eine ähnliche Aktion freuen. Edelmetall soll es aber auf jeden Fall geben. "Wir wollen eine Medaille gewinnen. Es wird schwierig, diese schon mit einem Erfolg im Halbfinale gegen Zenit klar zu machen, aber wenn sich die Chance bietet, gilt es diese beim Schopfe zu packen", sagt Nationalspieler Robert Kromm selbstbewusst. Man müsse dafür allerdings "ein perfektes Match" zeigen, so der Berliner Kapitän.

Im zweiten Halbfinale kommt es zum italienischen Duell zwischen Sir Safety Perugia und AS Volley Lube. Der Gewinner des Final-Four-Turniers qualifiziert sich für die Klub-WM vom 11. bis 17. Dezember in Polen. Titelverteidiger ist dort der brasilianische Klub Sada Cruzeiro Contagem, der als Südamerikameister wieder dabei ist.

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