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Tops & Flops: Party in Pink, Sorgen in Silber

17.04.2017 12:10
Esteban Ocon und Force India sorgten in Bahrain für positive Schlagzeilen
Esteban Ocon und Force India sorgten in Bahrain für positive Schlagzeilen

Viel riskiert, alles gewonnen: Mit einem mutigen Boxenstopp hat die Scuderia Sebastian Vettel in Bahrain zu seinem zweiten Saisonsieg verholfen. Während der Deutsche ein fehlerfreies Rennen zeigt, sorgt Mercedes an der Boxenmauer für eine klare Hackordnung. sport.de präsentiert die drei größten Gewinner und Verlierer des Großen Preises von Bahrain.

Die Gewinner des Wochenendes:

1. Sebastian Vettel. Dass der vierfache Weltmeister ein Rennen von vorne fahren kann, ist kein Geheimnis. Dass Ferrari aus einem Strategie-Poker als Sieger hervorgeht und Vettel überhaupt erst in diese Position gebracht hat, gleicht einem kleinen Wunder. Die Scuderia setzte früh alles auf eine Karte und holte den Heppenheimer schon in Runde 11 an die Box. Der Undercut funktionierte, obwohl das Safety Car nur einen Umlauf später auf die Strecke kam.

Einmal mehr wurde deutlich, dass Mercedes mit der weicheren Reifenmischung mehr Probleme als Ferrari hat. Sebastian Vettel nutzte seinen Vorteil auf den Supersofts und erarbeitete sich einen Vorsprung, den er bis zum Schluss verteidigte. Der WM-Führende leistete sich keinen Fehler und zeigt in einem starken Ferrari eine ebenso starke Leistung.

2. Force India. Nach einem desaströsen Qualifying und den Startplätzen 14 (Ocon) und 18 (Pérez) beendeten die beiden Force-India-Piloten das Rennen auf den Rängen sieben (Pérez) und zehn (Ocon). Viel mehr geht nicht.

Pérez stürmte schon in der ersten Runde auf Platz 13 nach vorn und profitierte anschließend auch noch vom Safety Car, das für ihn zum perfekten Zeitpunkt auf die Strecke kam. Ocon verlor gleichzeitig zwar Boden, doch auch der Franzose biss sich durch und holte immerhin noch einen Punkt.

Im dritten Rennen in Serie landeten damit beiden Force-India-Piloten in den Punkten. Die Truppe aus Silverstone ist drauf und dran, ihren Rang als viertstärkste Kraft der Königsklasse zu bestätigen. Ein Erfolg, den man den pinkfarbenen Rennern vor der Saison nicht unbedingt zugetraut hatte.

3. Pascal Wehrlein. Was für ein Comeback des 22-Jährigen. Nach der langen Zwangspause waren vor dem Rennen viele Experten skeptisch, ob Wehrlein den Belastungen über ein komplettes Rennen standhalten würde. Er konnte - und wie! Der Youngster lieferte ein nahezu fehlerfreies Rennen ab und bescherte Sauber das beste Ergebnis der laufenden Saison. 

Schon im Qualifying überraschte Wehrlein als 13., nach 57 Rennrunden kam er als 11. über die Linie. Wenige Umläufe vor dem Ende waren sogar Punkte greifbar. Wehrlein kam sehr früh an die Box, drehte 46 Runden auf den Softs und zeigte Reifen-Management vom Feinsten. Am Ende wehrte er gar die Angriffe von Daniil Kvyat ab. Damit hat er schon im ersten Rennen für Sauber die Erwartungen übertroffen.


Die Verlierer des Wochenendes:

1. Valtteri Bottas. Was für den Finnen mit der ersten Pole Position seiner Laufbahn begann, endete in einem der bittersten Rennen seiner Karriere. Gleich drei Mal bekam Bottas während des Rennens die Anweisung, Lewis Hamilton ziehen zu lassen - eine echte Ohrfeige im dritten Rennen der Saison. "Das ist das Schlimmste, das man als Rennfahrer hören kann", sagte der 27-Jährige anschließend.

Bottas hatte zu Beginn des Rennens mit dem Reifendruck zu kämpfen und bremste Lewis Hamilton aus. Vettel baute seinen Vorsprung in diesem Zeitraum auf sechs Sekunden aus. Ein Polster, das dem Heppenheimer später den Sieg ermöglichte. Der Finne, der während des gesamten Rennens unter Übersteuern litt, hat vom Team in Bahrain den klaren Nummer-zwei-Status aufgezwungen bekommen. Eine unangenehme Rolle, mit der er in Zukunft leben muss.

2. McLaren. Dass der Traditionsrennstall auf der Motoren-Strecke in Bahrain nicht würde mithalten können, stand schon vorher fest. Dass die Truppe an einem Wochenende drei MGU's verheizt, ein Fahrer gar nicht erst starten kann und der zweite Pilot kurz vor Schluss ausfällt, ist aber selbst für McLaren ein neuer Tiefpunkt.

Er sei noch nie ein Auto mit weniger Power gefahren, moserte Fernando Alonso während des Rennens. Pechvogel Vandoorne sprach treffend von einem "Wochenende zum Vergessen".

Es ist bezeichnend, dass McLaren mit zwei PR-Coups (Alonsos Indy-Teilnahme und Buttons Rückkehr) einzig und allein abseits der Strecke für positive Schlagzeilen sorgte.

3. Carlos Sainz. Im letzten Rennen noch der große Gewinner, zog der Spanier in Bahrain gleich zwei Nieten. Im Qualifying kam das Aus schon in Q1, im Rennen schoss er sich mit einem rücksichtslosen Manöver gegen Lance Stroll selbst von der Piste.

Dabei begann das Rennen für den Toro-Rosso-Piloten vielversprechend. Von Startplatz 16 arbeitete er sich bis auf Rang elf vor. Seine Pace war ordentlich, hätte für die Punkteränge vermutlich gereicht. Umso unverständlicher war sein Manöver, das dem Team womöglich wertvolle Zähler kostete.

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