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McLaren bereitet sich auf nächstes "Desaster" vor

11.04.2017 10:25
McLaren erwartet in Bahrain die nächste schwierige Aufgabe
McLaren erwartet in Bahrain die nächste schwierige Aufgabe

Das Leben als Formel-1-Fahrer kann Spaß machen. Wenn man erfolgreich ist. Fernando Alonso erlebt derzeit die Kehrseite des Business. Wie sich ein Flug zu einem Rennen wohl anfühlt, wenn man schon im Vorhinein weiß, dass man höchstwahrscheinlich nicht ins Ziel kommt? Alonso wird es am Donnerstag berichten können. Zumindest kann er dieses Jahr nach Bahrain reisen. Im Vorjahr, als das Rennen direkt nach Australien anstand, musste er wegen des Unfalls im Albert Park passen.

Nichtsdestotrotz muss er sich die positiven Seiten für die McLaren-Presseabteilung aus der Nase ziehen, um es irgendwie versöhnlich aussehen zu lassen: "Ich habe gute Erinnerungen an meine drei Siege hier und ein Rennen bei Dämmerung macht immer Spaß." Ach ja, eines wäre da noch: "Bevor ich das Fahrzeug in Shanghai abstellen musste, lagen wir in vielversprechender Position. Unsere Pace war stärker als erwartet, deshalb wäre ich zufrieden, wenn uns ein paar Überraschungen in Bahrain gelängen!"

Allerdings hatte er unmittelbar nach dem China-Grand-Prix bereits klargestellt, wem die Fahrt bis auf zwischenzeitlich Rang sechs zu verdanken war. "Ich möchte mich nach Australien nicht wiederholen, aber es war eines meiner besten Rennen", sagte der zweimalige Weltmeister unmittelbar nach dem Rennen. Nur: Auf einen Start bei nasser Piste braucht McLaren im Wüstenkönigreich nicht zu hoffen. Hinzu kommt: Der Bahrain International Circuit erfordert mit seiner Stop-and-Go-Charakteristik einen kraftvollen Motor. Und darüber, um es gelinde zu sagen, verfügt McLaren momentan nicht.

Vandoorne auf Paradestrecke mit stumpfen Waffen

"Es wird ein weiteres schwieriges Rennen für uns", redet Alonso daher auch nicht um den heißen Brei. "Unser oberstes Ziel ist sicherzustellen, dass wir bei den heißen und fordernden Bedingungen zuverlässig sind. Erst dann können wir über die Performance nachdenken." Im Klartext: Honda sollte lieber noch ein wenig mehr Leistung rausnehmen, wenn dafür das Auto wenigstens über die Distanz kommt.

Auch Stoffel Vandoorne gibt "Kilometer Sammeln" als das wichtigste Ziel für den Großen Preis von Bahrain 2017 vor. Nicht gerade eine Ansage, die man machen möchte, wenn man im Vorjahr beim ersten Formel-1-Rennen an gleicher Stelle direkt einmal in die Punkte gefahren ist.

Boullier rechnet nicht mit Besserung

Während Alonso nichts mehr zu beweisen hat, würde Vandoorne wohl lieber in den Punkten liegend ausscheiden, als wieder auf dem letzten Platz wie in Australien ins Ziel zu kommen. "Es wird dieses Jahr schwierig für uns, aber wir werden wie immer attackieren", kündigt der Niederländer an, der 2015 beide GP2-Rennen in Bahrain gewinnen konnte.

"Wir haben in China ein schwieriges Wochenende erwartet und ich glaube nicht, dass es in Bahrain anders aussehen wird", fasst der 25-Jährige die Stimmung im Team kurz und knapp zusammen. Was soll er auch anderes sagen, wenn selbst seine Chefs keinen Optimismus versprühen können? "Wir sind betrübt, sagen zu müssen, dass weder Fernando am Sonntag seine Siegesstatistik wird ausbauen, noch dass McLaren die Siegesdürre hier wird brechen können", sagt Eric Boullier. McLaren hat selbst zu besten Zeiten nie in Bahrain gewinnen können.

Frommer Wunsch nach Punkten

Und auch der wenig beneidenswerte Honda-Motorenchef Yusuke Hasegawa meldet: "Die heißen Bedingungen und die langen Geraden werden die Antriebseinheiten stark strapazieren. Daher erwarten wir nicht, dass das Wochenende leicht für uns wird." Seine Zielvorgabe, Punkte zu sammeln, mutet da fast schon wie Ironie an.

Vermutlich würde ein solches Resultat die bahrainischen Anteilseigner des britischen Sportwagenherstellers bereits in die Luft springen lassen. Mclaren hat nämlich in der Wüste eines von drei Heimrennen. "Silverstone und Suzuka sind die anderen beiden", zeigt Boullier auf. Auch er wünscht sich Punkte, obschon alle Beteiligten wissen, dass sich ein solches Ergebnis wie ein Sieg anfühlen würde. Was nicht heißt, dass man es nicht wenigstens versuchen sollte...

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