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Erotik-Provokation: Nachspiel in der DEL2

05.04.2017 15:38
Huskies-Goalie Markus Keller ärgerte sich im Spiel gegen Frankfurt
© Roskaritz /Eibner-Pressefoto
Huskies-Goalie Markus Keller ärgerte sich im Spiel gegen Frankfurt

Das dritte Playoff-Halbfinale zwischen den Zweitligisten Löwen Frankfurt und Kassel Huskies hat ein juristisches Nachspiel. Wegen einer pikanten Äußerung des Frankfurter Stadionsprechers Rüdiger Storch über den Kasseler Goalie Markus Keller legten die Huskies Beschwerde bei der Ligaleitung der DEL 2 ein - gleiches taten die Frankfurter wegen angeblicher Beleidigung von Storch.

Einen entsprechenden Bericht des "Hessischen Rundfunks" bestätigte DEL2-Geschäftsführer Rene Rudorisch dem "SID".

Ausgangspunkt für den Streit war am Dienstagabend die Verlesung der Mannschaftsaufstellungen. "Unser Werbepartner Orion präsentiert den Torwart der Huskies - Markus Keller", rief Storch in das Mikrofon. Eine Provokation, da zuvor intime Filmaufnahmen von Keller und seiner Freundin im Internet kursierten und Orion tatsächlich Erotik-Artikel vertreibt.

Beleidigungen? Rossis Verhalten wird geprüft

Gäste-Trainer Rico Rossi bekam die Provokation mit und schimpfte in Richtung Storch. "Das ist eine Sauerei, was du hier machst", zitierte die "Bild". Hinterher wetterte Rossi weiter: "Das ist eine Sache, die sich nicht gehört. Das ist unmenschlich!"

Weil Storch dadurch "eine Privatsache zur öffentlichen Angelegenheit" gemacht habe, legten die Huskies Beschwerde ein. Die Frankfurter reklamierten das Verhalten von Rico Rossi, der Storch wüst beleidigt haben soll.

"Strafen können generell bis hin zu einem Tätigkeitsverbot für die betroffene Person ausfallen", sagte Rudorisch dem "SID", wenngleich er bezweifelt, "dass die Voraussetzungen hierfür im vorliegenden Fall gegeben sind".

Die Partie ging letztlich mit 3:1 an die Löwen Frankfurt. Erst 114 Sekunden vor der Schlusssirene erlöste Lukas Laub mit seinem zweiten Treffer der Partie die Gastgeber.

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