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Nach Regel-Reform: Fahrer wieder im Fokus

29.03.2017 15:54
Das fahrerische Können von Lewis Hamilton (l.) und Sebastian Vettel steht mehr im Fokus
Das fahrerische Können von Lewis Hamilton (l.) und Sebastian Vettel steht mehr im Fokus

Mit dem neuen Reglement wollten die Teams und die Sportbehörde FIA dafür sorgen, dass der Fahrer wieder den Unterschied macht. In den schnellsten Boliden der Formel-1-Geschichte - von fünf Sekunden pro Runde war die Rede - sollte Mut belohnt werden und nicht das beste Reifen-Management. Doch ist der Plan aufgegangen?

Ein Blick auf die Rundenzeiten zeichnet ein ambivalentes Bild: Von fünf Sekunden kann keine Rede sein, denn Lewis Hamiltons Qualifying-Bestzeit (1:22.188 Min.) war um nur 1,649 Sekunden schneller als seine Pole-Runde aus dem Vorjahr. Immerhin war es die schnellste Runde, die in Melbourne je gefahren wurde: Bislang hielt Sebastian Vettel 1:23.529 Sekunden den Rundenrekord.

Bei genauer Ansicht zeigt sich außerdem, dass die Kurvengeschwindigkeiten in den schnelleren Passagen gestiegen sind. Dass der Unterschied in der Rundenzeit im Vergleich zum Vorjahr eher gering ausfällt, liegt daran, dass es sich beim Albert Park durch seinen Stop-and-Go-Charakter um einen Kurs, bei dem die neuen Regeln ihre Wirkung noch nicht so richtig zeigen können.

Alonso: Fahrer müssen blitzschnell reagieren

Die Fahrer spüren aber einen Unterschied: "Du hast jetzt vielleicht eine halbe Zehntelsekunde Zeit, um zu reagieren", beschreibt Fernando Alonso gegenüber "Autosport'" das Fahrverhalten der neuen Boliden, wenn das Heck ausbricht. "Im vergangenen Jahr hattest du dafür vier Sekunden - in der Kurve konntest du im Auto Kaffee trinken."

Und noch etwas fällt Alonso auf, wenn er das Qualifying-Ergebnis analysiert. "Wir haben gesehen, wie die Teams ihre Fahrer splitten - der erfahrenere Fahrer war meist schneller, der Rookie vielleicht etwas hintendran." Ein weiteres Indiz dafür, dass Erfahrung in der neuen Formel 1 wieder mehr zählt, um die Boliden zu bändigen. Und auch Landsmann Carlos Sainz wirft ein: "Es gibt große Unterschiede zwischen den Teamkollegen. Die Autos erlauben es einem, dein Potenzial etwas mehr zu zeigen." 

Rookies haben ein schweres Leben

Tatsächlich hielt Alonso seinen neuen Teamkollegen Stoffel Vandoorne, der aber auch unter technischen Problemen litt, in Q1 um rund eine Sekunde auf Distanz. Ein noch drastischeres Bild bei Williams: Lance Stroll hatte gegenüber Felipe Massa um über zwei Sekunden das Nachsehen - und zeigte sich auch sonst mit seinem Boliden etwas überfordert.

Anders die Lage allerdings bei Sauber: Dort brillierte Debütant Antonio Giovanazzi und schob sich in Q1 bis auf unter zwei Zehntel an Marcus Ericsson heran. Und im Rennen war die persönliche Bestzeit des Italieners im ersten Stint gar um vier Zehntel schneller, ehe der Schwede in Runde 21 wegen Beschädigungen nach dem Rammstoß durch Kevin Magnussen in der ersten Runde ausschied. Das hat sich mit Sicherheit auf das Tempo Ericssons ausgewirkt, soll aber die Leistung des Rookies nicht schmälern.

Force-India-Ass Sergio Perez hält Melbourne allgemein für eine Fahrerstrecke. "Sie ist eng und sehr wellig, sie ist ziemlich schwierig", lautet sein Urteil. "In Melbourne macht generell der Fahrer einen größeren Unterschied. Deswegen war unser Melbourne-Ergebnis besser als es unser Auto eigentlich ist." Zur Erinnerung: Perez kam auf Platz sieben, sein neuer Teamkollege Esteban Ocon auf Rang zehn. "Sobald wir auf den normalen permanenten Rennstrecken sind, werden wir mehr Probleme bekommen", fürchtet er.

Neue Regeln spielen Topteams in die Hände

Auffällig ist aber auch, dass die Formel 1 im Vergleich zum Vorjahr nun eine Zwei-Klassen-Gesellschaft ist. Piloten wir Perez, der im Vorjahr sogar Podestplätze einfuhr, haben durch den großen technischen Vorsprung der Topteams nun kaum Chancen, ins Vorderfeld einzudringen.

Das beweist Romain Grosjeans tolle Qualifying-Runde, die ihn auf Platz sechs im Klassement brachte. Seine Runde war um 2,6 Prozent langsamer als Hamiltons Pole-Zeit - damit wäre er im Vorjahr nur 14. gewesen. Am Sonntag zeigte sich ein ähnliches Bild: Der sechstplatzierte Felipe Massa kam im Williams ganze 55 Sekunden hinter Max Verstappen - und damit dem langsamsten Piloten der drei Topteams - ins Ziel. Eine Lücke, die während der Saison kaum zu schließen ist, und zeigt, dass die Technik nach wie vor eine große Rolle spielt.

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