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"Echt top": Neureuther Zweiter im Riesenslalom

18.03.2017 19:48
Felix Neureuther fuhr am Ende nur auf Rang zwei
© getty, Stanko Gruden/Agence Zoom
Felix Neureuther fuhr am Ende nur auf Rang zwei

Nur Dominator Marcel Hirscher war stärker: Felix Neureuther fährt beim Weltcup-Finale auf Platz zwei im Riesenslalom, Stefan Luitz wird Vierter.

Von Enttäuschung über den verpassten ersten Saisonsieg war bei Felix Neureuther nichts zu spüren. "Zweiter Platz, das ist echt top", sagte der beste deutsche Ski-Rennläufer nach der 45. "Stockerl"-Fahrt seiner langen Karriere. Dass er im Riesenslalom beim Weltcup-Finale in Aspen im US-Bundesstaat Colorado als Führender ins Finale gegangen war, war schnell vergessen.

Stattdessen freute er sich an der Seite von Stefan Luitz, der als Vierter nicht weniger überzeugt hatte, über den gelungenen Saisonabschluss in seiner zweitliebsten Disziplin. "Von uns aus könnte jetzt die Saison beginnen", scherzte Neureuther, obwohl er nach dem spannenden Duell mit Marcel Hirscher doch recht platt wirkte. 0,01 Sekunden hatte er dem Weltmeister aus Österreich als Schnellster des ersten Laufes abgenommen - doch Hirscher schlug im Finale zurück und sicherte sich mit einem fulminanten Ritt über den von der Frühlingssonne aufgeweichten "Lower Ruthie's Run" seinen 45. Weltcup-Sieg.

Neureuther zufrieden

"Dass der Marcel schwer zu schlagen sein würde, war von vornherein klar", sagte Neureuther, der seinen 13. Sieg letztlich um 0,53 Sekunden verpasste. Dritter wurde der Franzose Mathieu Faivre (1,19 Sekunden zurück), Luitz hatte 1,32 Sekunden Rückstand.

Der kleingewachsene Hirscher ("Ich habe alles reingehaut") profitierte bei nachlassender Piste auch von seiner Ausnahmestatur, das wusste Neureuther. "Schau, was ich für ein Tier bin im Vergleich zum Marcel", scherzte der Partenkirchner im Gespräch mit "ARD"-Expertin Maria Höfl-Riesch. Die dreimalige Olympiasiegerin lobte Neureuthers "super starke" Vorstellung.

Für den WM-Dritten im Slalom war es das fünfte Podium in diesem so wechselhaften Winter (zwei Mal Riesen-, drei Mal Slalom). "Ich fühle mich gut, habe meine Form gefunden", sagte er, "trotzdem bin ich aber auch froh, wenn die Saison vorbei ist." Einmal muss er noch ran: Beim Slalom am Sonntag (17:00/19:30 Uhr), dem letzten Weltcup-Rennen des Winters.

Für Luitz war schon am Samstag Schluss, im Slalom ist neben Neureuther nur Stockholm-Sieger Linus Strasser für das Weltcup-Finale qualifiziert. Mit seinem letzten Auftritt war der Allgäuer "absolut zufrieden, das Podium habe ich im ersten Durchgang schon verschenkt". Da hatte Luitz sich nach einer für ihn fast typisch wilden Fahrt mit einem Stock auf Rang fünf gerettet.

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