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Sandwich-Posse: Kult-Keeper zurückgetreten

21.02.2017 19:03
Stolpert über seinen Bank-Snack: Wayne Shaw
© getty, Mike Hewitt
Stolpert über seinen Bank-Snack: Wayne Shaw

Kult-Keeper Wayne Shaw vom Fünftligisten Sutton United ist nach seiner Fress-Attacke und dem Verdacht der Wettmanipulation im Pokal-Achtelfinale gegen den FC Arsenal zurückgetreten. Dies gab der Verein auf seiner Homepage bekannt.

Dieser Schritt sei eine Reaktion auf "die Ereignisse der Abends und der daraus resultierten öffentlichen Aufmerksamkeit." Der 45-Jährige verstehe "den Standpunkt des Klubs im Bezug auf dieses Thema vollkommen", heißt es in dem Statement weiter.

"Er hat einen Fehler bei der Beurteilung gemacht und der kommt ihn nun teuer zu stehen. Am Telefon war er in Tränen aufgelöst", erklärte Sutton-Teammanager Paul Doswell. Shaw könnten wegen möglicher Wettmanipulation ebenfalls sportrechtliche Konsequenzen drohen.

Er hatte in der 82. Minute in ein Fleischsandwich gebissen und mit seiner Aktion vor der Auswechselbank für große Aufmerksamkeit gesorgt.

FA schaltet sich ein

Am Dienstag war herausgekommen, dass ein Wettanbieter eine Quote von 8:1 angeboten hatte, wenn der "Roly Poly"-Goalie (kugelrunder Tormann) während der Partie etwas isst. Der englische Verband FA nahm am Dienstag Ermittlungen auf. "Es wird geprüft, ob es zu irgendwelchen Regelverstößen in Bezug auf Wetten kam", begründete ein FA-Sprecher.

Shaw hatte schon nach der Partie klargestellt: "Ich selbst habe nicht darauf gesetzt." Allerdings gestand er der "Daily Mail", "dass ein paar Freunde und Fans darauf gewettet haben".

Vor der FA hatte bereits die amtliche Wett-Kommission mitgeteilt, dass sie den Fall auf "Unregelmäßigkeiten" durchleuchten werde. "Integrität im Sport sollte kein Witz sein, deshalb haben wir mit Untersuchungen begonnen", sagte der zuständige Kommissions-Direktor Richard Watson.

Doswell ließ bereits nach der Partie kein gutes Haar an Shaw. "Ich weiß nicht, ob es um eine Wette ging. Es würde mich aber nicht überraschen", meinte Doswell und fügte an: "Mit dieser Geschichte ist Wayne weltweit wohl ein Star geworden. Ich denke aber nicht, dass es das beste Licht auf uns geworfen hat."