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Engel: "Mit der DTM noch eine Rechnung offen"

01.02.2017 15:31
Maro Engel will sich 2017 in der DTM durchsetzen
© imago sportfotodienst
Maro Engel will sich 2017 in der DTM durchsetzen

Bei der Bekanntgabe der Mercedes-Fahrer für die DTM-Saison 2017 war der Name Maro Engel die große Überraschung.

Mit der Rückkehr des 31-Jährigen, der 2011 zuletzt in der Tourenwagenserie gefahren war und seitdem vor allem im GT-Sport unterwegs war, hatten nur die wenigsten gerechnet. Engel selbst hatte hinter den Kulissen aber schon seit längerem an einer Rückkehr in die DTM gearbeitet.

"Ich war in den vergangenen drei Jahren sehr nahe am Team dran", sagt Engel im Interview mit "Motorsport-Total.com". "Ich durfte Ende 2015 testen, ein Test, der sehr gut gelaufen ist. Im vergangenen Jahr habe ich mir den Job des Test- und Reservefahrers mit Felix Rosenqvist geteilt." Mit einem weiteren Test Ende 2016 in Jerez empfahl sich Engel erneut und konnte die Mercedes-Verantwortlichen von sich überzeugen. "Daher war es für mich nicht ganz so überraschend wie für manch andere", sagt er.

Mitte Januar erhielt er dann fernab der Heimat die frohe Botschaft von der Rückkehr in die DTM: "Ich war zu diesem Zeitpunkt schon in Dubai, bei der Vorbereitung zum 24-Stunden-Rennen", erinnert sich Engel, der 2015 den GT-Weltcup in Macao und 2016 das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring gewann, an den erfreulichen Anruf. Anschließend musste er noch gut zwei Wochen stillhalten, ehe sein DTM-Comeback perfekt war.

Engel setzt sich ehrgeizige Ziele

Während Engel in seiner ersten Zeit in der DTM von 2008 bis 2011 immer in einem Jahreswagen saß, freut er sich nun auf die Gelegenheit, mit gleichwertigem Material wie seine Teamkollegen anzutreten. "Ich habe mit der DTM noch eine Rechnung offen. Ich weiß, dass die DTM auf höchstem Niveau unterwegs ist, aber ich bin der Überzeugung, dass ich mich da durchsetzen kann", sagt er und setzt sich dementsprechend ehrgeizige Ziele.

"Natürlich ist das Ziel, aufs Podium zu fahren und letztendlich auch um Siege zu kämpfen. Ich hoffe, dass das in diesen Jahren möglich sein wird. Ich bin auf jeden Fall da, um zu zeigen, dass ich auch in der DTM Rennen gewinnen kann", so Engel, der in seinen ersten vier Jahren in der DTM nicht über einen sechsten Rang hinaus kam. Viel mehr sei damals mit einem Jahreswagen aber auch nicht möglich gewesen.

"Punkteergebnis wie ein Podiumserfolg"

"Damals war ein Punkteergebnis wie ein Podiumserfolg oder vielleicht sogar ein Sieg", meint er und erinnert sich an eine der wenigen Gelegenheiten auf ein Spitzenergebnis.

"Ich weiß noch, als Jamie Green auf dem Norisring 2009 das erste Rennen in einem Jahreswagen gewonnen hat. Da war ich im Qualifying vor ihm und lag im Rennen eine Sekunde hinter ihm, also voll in Schlagdistanz. Leider ist bei meinem zweiten Boxenstopp die Batteriespannung völlig abgefallen und das Auto ist stehen geblieben."

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