Anzeige

Freund im Heimspiel plötzlich der Gejagte

02.12.2016 10:36
Freund will in Klingenthal überraschen
© imago sportfotodienst
Freund will in Klingenthal überraschen

Severin Freund tritt am Wochenende im Gelben Trikot zum Heimspiel in Klingenthal an. Sollte der Skispringer auch in Sachsen überraschen, gehört ihm die Rolle des Tournee-Favoriten.

Severin Freund präsentierte den jubelnden Fans sein Gelbes Trikot, Richard Freitag spielte Nikolaus und verteilte Süßigkeiten: Mit einer Mini-Party auf dem Marktplatz von Klingenthal hat am späten Donnerstag das Heimspiel für die deutschen Skispringer im Vogtland begonnen. "Wir freuen uns immer wieder riesig, hier zu sein. Das wird ein super Wochenende", sagte Weltmeister Freund, der in Sachsen unverhofft als Gejagter vom Bakken geht.

Sollte Freund erneut überraschen, kommt er an der Rolle des Mitfavoriten für die nahende Vierschanzentournee kaum noch vorbei. Noch aber stapelt der Niederbayer trotz der Plätze eins und zwei beim Saisonstart in Finnland tief. "In Kuusamo hat mir auch die Schanze geholfen, die mag und kenne ich. Die Anlage in Klingenthal ist ganz anders", sagt der 28-Jährige, für den das Wochenende am Samstag mit dem Team-Wettbewerb beginnt. Sein gelbes Leibchen muss er erst am Sonntag verteidigen.

Bislang Ergebnisse wie bei einer Lottoziehung

Dicke Freunde sind Freund und die 2006 eingeweihte Schanze bislang noch nicht geworden. Vergangenen Winter wurde der DSV-Adler immerhin Dritter, seine Ergebnisse aus den Jahren zuvor klingen aber eher wie das Ergebnis einer Lottoziehung: Von 2009 bis 2015 reichte es nur zu den Plätzen 25, 27, 10, 17, 28 und 16. "Aber es ist ein Heimspiel, und ich freue mich wirklich darauf", sagte Freund.

Auch Bundestrainer Werner Schuster erwartet von seinem Vorflieger angesichts dessen langer Verletzungspause im Sommer keine Wunderdinge. "Severin wird noch ein paar Wochen für die Stabilität brauchen. Er muss versuchen, sich bis zur Tournee viele gute Sprünge zu erarbeiten", sagte der Österreicher vorsichtig. Nach Klingenthal gibt es dafür noch die Gastspiele in Lillehammer und Engelberg.

Richard Freitag im Fokus

Ähnlich viele Augen wie auf Freund werden in Klingenthal auch auf Richard Freitag gerichtet sein. Der im Erzgebirge geborene Sachse hat ein echtes Heimspiel, Familie und Freunde haben sich bereits angekündigt. "Das Wochenende wird cool, hier zu springen macht immer Spaß. Die Vorfreude ist riesig", sagte Freitag.

Gemeinsam mit Andreas Wellinger, der in Klingenthal 2013 Zweiter und 2014 Dritter wurde, soll es schon am Samstag im ersten Teamspringen des Winters Grund zum Feiern geben. Minimalziel ist das Podium. "Ich freue mich besonders auf den Team-Wettbewerb", sagte Freund: "Wir hatten als Mannschaft in Kuusamo einen richtig guten Start, auch wenn nicht jeder seinen besten Sprung im Wettkampf gezeigt hat." 2014 und 2015 hatte Freund das DSV-Quartett jeweils zu einem Heimsieg geführt.

Alte Resultate, starke Flüge - von all dem will Freund aber nichts wissen. "Morgen sind die Ergebnisse von heute schon wieder Vergangenheit", sagte Freund noch in Finnland und betonte, gerade die Ergebnisse von Kuusamo seien in der Vergangenheit "häufig andere gewesen als im Rest der Saison". Klingenthal werde aber weitere Antworten geben, so Freund: "Nach dem Wochenende sind wir ein bisserl schlauer."

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Aktuelle Wintersport-Events

Damen
Österreich
Sölden
26.10.2019
Riesenslalom
10:00
Herren
Österreich
Sölden
27.10.2019
Riesenslalom
10:00
Herren
Polen
Wisla
23.11.2019
HS 134 Team
Damen
Finnland
Levi
23.11.2019
Slalom
10:15
Herren
Polen
Wisla
24.11.2019
HS 134 Einzel
Anzeige
Anzeige