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Watzke: Klopp-Vergleiche für Tuchel "unfair"

29.10.2016 13:32
Hans-Joachim Watzke (l.) verteidigt seinen Trainer Thomas Tuchel
© getty, Lukas Schulze
Hans-Joachim Watzke (l.) verteidigt seinen Trainer Thomas Tuchel

Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat die häufigen Vergleiche zwischen Ex-Trainer Jürgen Klopp und seinem Nachfolger Thomas Tuchel kritisiert. Diese seien "unfair und nicht zielführend", erklärte Watzke im Gespräch mit "schwatzgelb.de".

"Thomas ist ein völlig anderer Mensch als Jürgen. Thomas ist jemand, der durch seine Arbeit überzeugt. Jürgen hat diese Aura und ist eigentlich ein geborenes Showtalent", ergänzte der 57-Jährige.

Tuchel sei im Gegensatz zu Klopp ein "zutiefst sachlicher Mensch, der nicht so leicht zu emotionalisieren ist". Der jetzige Teammanager des FC Liverpool sei mit seiner Art beim BVB "nicht eins zu eins zu ersetzen".

Im Umfeld des Vereins müsse man sich von der Vorstellung lösen, dass ein Trainer auch immer ein Entertainer sein solle. "Das Anforderungsprofil für uns ist nach wie vor die Trainerarbeit, und damit können wir sehr zufrieden sein", so Watzke. "Wenn wir emotional zwanghaft daran festhalten wollen, müssen wir uns umbenennen. Dann müssen wir uns Klopp-Jünger nennen."

"Reines Gewissen" bei Błaszczykowski, Şahin und Subotić

Auch zu den in der Fanszene heftig diskutierten Personalien Jakub Błaszczykowski, Nuri Şahin und Neven Subotić bezog der Klub-Boss Stellung. Er habe in allen Fällen "ein total reines Gewissen". 

"Kuba haben wir aufgrund seiner Verdienste wirklich einen großen Gefallen getan, weil er unbedingt nach Wolfsburg wechseln wollte, obwohl wir viel bessere Angebote für ihn hatten", sagte Watzke über Błaszczykowski. "Wir wollten ihn in allen Ehren verabschieden, es ging aber nicht. Ob er nicht konnte oder nicht wollte, das hat sich mir nicht erschlossen."

Bei Subotić, der sich nach einer Rippen-OP gerade im Aufbautraining befindet, habe es keinen Grund gegeben, ihn zu verabschieden. "Wir haben ein Top-Verhältnis zu ihm", erklärte Watzke. Der BVB wisse auch, was er an Şahin habe. Dessen "einzigartiges Verhältnis" zum Klub werde seine aktive Karriere überdauern.

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