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Nach 16 Jahren: Scheider beendet DTM-Karriere

15.10.2016 19:17
Einer von vielen tollen Momenten von Timo Scheider
© getty, Adam Pretty
Einer von vielen tollen Momenten von Timo Scheider

Einer der großen Publikumslieblinge der DTM nimmt seinen Abschied. Timo Scheider wird am morgigen Sonntag zum letzten Mal in der Tourenwagenserie antreten und seine DTM-Karriere nach dieser Saison beenden. Das gab Scheider am Samstagabend auf einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz am Hockenheimring bekannt und bestätigte damit Spekulationen, die seit längerem im DTM-Fahrerlager die Runde machten.

Scheider war seit der Wiederbelebung der DTM im Jahr 2000 mit einem Jahr Unterbrechung fester Bestandteil der Serie. Von 2000 bis 2004 ging der gebürtige Lahnsteiner für Opel an den Start. Nach dem DTM-Ausstieg der Rüsselsheimer wechselte Scheider 2005 in die FIA-GT-Serie und trat außerdem in der Formelsportserie A1GP für Deutschland an.

2006 kehrte er für Audi in die DTM zurück und war in den Jahren darauf einer der erfolgreichsten Fahrer. 2008 feierte Scheider in Oschersleben seinen ersten Sieg und wurde in dieser Saison auch Meister. 2009 verteidigte er seinen Titel - trotz einer Disqualifikation in Zandvoort. Ab 2012 zeigte Scheiders Formkurve dann aber nach unten, Erfolge wie sein siebter Rennsieg 2015 beim Saisonfinale in Hockenheim waren die Ausnahme.

Wenige Monate zuvor hatte Scheider für einen der größten Skandale in der Geschichte der DTM gesorgt. Beim Rennen in Spielberg hatte er nach der Aufforderung "Timo, schieb ihn raus!" durch Audi-Sportchef Wolfgang Ullrich Mercedes-Pilot Pascal Wehrlein abgeschossen und war daraufhin für ein Rennen gesperrt worden.

Vor dem Hintergrund Reduzierung der DTM-Teams auf sechs Auto war über das Ausscheiden von Scheider bereits spekuliert worden. Den 37-Jährigen könnte es nun zum Rallycross ziehen. Dort hatte er in dieser Saison bereits zwei Rennen bestritten und wird auch beim Saisonfinale der Rallycross-WM Ende November in Argentinien antreten. Scheider hatte unlängst erklärt, dass er sich dort eine Zukunft vorstellen kann.

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