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Entscheidung vertagt dank Mortaras Aufholjagd

15.10.2016 15:37
Marco Wittmann konnte die Sektkorken noch nicht fliegen lassen
© getty, Deniz Calagan
Marco Wittmann konnte die Sektkorken noch nicht fliegen lassen

Die Entscheidung im Kampf um den DTM-Titel 2016 fällt erst am Sonntag! Marco Wittmann reichte ein zweiter Platz im Samstagsrennen nicht aus, um sich vorzeitig zum Meister zu krönen, weil Edoardo Mortara nach einer tollen Aufholjagd von Startplatz acht noch bis auf Rang drei nach vorne kam. Damit wächst der Rückstand auf Wittmann zwar auf 17 Punkte an, doch der Audi-Pilot hat am Sonntag zumindest die rechnerische Chance, den BMW-Piloten noch abzufangen.

"Ich glaube, nach dem Qualifying war das heute ein fantastisches Ergebnis", atmet Audi-DTM-Leiter Dieter Gass durch und erklärt: "Mehr konnten wir nicht erwarten. Edo hat hier eine traumhafte Performance gezeigt. Er hat sich das Rennen super intelligent eingeteilt. Er hat es allen gezeigt, die Zweifel hatten, ob er sein Hirn richtig einsetzen kann. Das hat er heute gemacht und eine fantastische Leistung gezeigt."

Der Sieg ging derweil an Miguel Molina (Abt-Audi), der sich gleich beim Start an Pole-Setter Antonio Felix da Costa (Schnitzer-BMW) vorbeischieben konnte. Wittmann verteidigte seinen vierten Platz und ging in den ersten Runden recht schnell an seinen Markenkollegen Tom Blomqvist (RBM-BMW) und Felix da Costa vorbei. Beide leisteten keine Gegenwehr und griffen Wittmann anschließend auch nicht mehr an.

"Ein Tag zum Vergessen"

"Das war wie erwartet ein hartes Stück Arbeit! Marco hat einen super Job gemacht, aber es war heute wirklich schwierig", berichtet BMW-Motorsportdirektor Jens Marquardt und ergänzt: "40 Minuten auf dem Reifen waren hart. Das haben wir am Ende gesehen, da konnten wir die Pace nicht mehr ganz mitgehen. Wir müssen morgen schauen, dass wir die Qualifyingpace ins Rennen retten."

Mortara hing währenddessen lange auf Rang acht hinter Timo Glock (RMG-BMW) fest. In der zweiten Rennhälfte ging es allerdings noch bis auf Rang drei vor Felix da Costa nach vorne. Die Top 10 komplettierten dahinter Mike Rockenfeller, der an diesem Wochenende Mattias Ekström bei Abt ersetzt, Rene Rast (Phoenix-Audi), Glock, Jamie Green (Rosberg-Audi), Blomqvist und Paul di Resta (HWA-Mercedes).

Für Mercedes war das Rennen ein Debakel, denn di Resta war der einzige Pilot, der einen Punkt für die Stuttgarter mitnehmen konnte. "Heute war ein Tag zum vergessen", gesteht auch Mercedes-DTM-Teamchef Ulrich Fritz und erklärt: "Wir haben in der Abstimmung einfach nicht das Setup gefunden, um zu punkten. Wir haben im Rennen einiges ausprobiert, um die Saison versöhnlich zu beenden."

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