Anzeige

Week 2: Quarterback-Nöte bei den Patriots

19.09.2016 08:18
Jimmy Garoppolo sorgte mit seiner Schulterverletzung für ernste Personalprobleme bei den Patriots
© getty, Jim Rogash
Jimmy Garoppolo sorgte mit seiner Schulterverletzung für ernste Personalprobleme bei den Patriots

Am zweiten Spieltag der NFL haben die New England Patriots bereits mit personellen Problemen zu kämpfen. Die Steelers erleben ein Wechselbad der Gefühle und Russel Wilson kann nicht für ein Happy End sorgen.

New England Patriots vs Miami Dolphins

Kein Tom Brady? Kein Problem - möchte der Patriots-Fan angesichts der zwei Auftaktsiege denken. Allerdings entwickelt sich die Quarterback-Position langsam aber sicher zu einem recht ernsten Problem für Head Coach Bill Belichick.

Superstar Brady, der aufgrund der Deflate-Gate noch bis zum fünften Spieltag gesperrt ist, wurde bislang von Jimmy Garoppolo gut ersetzt. Doch der 24-jährige Rechtshänder verließ die Partie gegen die Gäste aus Florida Ende des zweiten Viertels mit einer Schulterverletzung. Die Schwere der Blessur ist noch unklar. Das Ruder übernahm Rookie Jacoby Brissett. "Er ist gut damit umgegangen. Jacoby ist rein und hat Plays angesagt, selbst welche gemacht und neue First Downs erspielt. Ich bin stolz auf ihn", gab Receiver Julian Edelman nach dem Spiel zu Protokoll.

Edelman als QB?

Der Neuling ließ die von Garoppolo herausgespielte 24:3-Führung zwar noch bedrohlich schrumpfen, belohnen konnten sich die Dolphins um Spielmacher Ryan Tannehill trotz zweier Touchdowns im vierten Spielabschnitt aber nicht. Unter anderem weil es Brissett gelungen war die Pats-Offensive im dritten Viertel zu einem Touchdown zu dirigieren.

Dennoch waren auf Belichicks Gesicht im Anschluss an den 31:24-Sieg deutliche Sorgenfalten zu erkennen. Zwar gaben sich die New-England-Verantwortlichen gelassen mit Blick auf einen möglichen Brissett-Start in Game 3 gegen die Houston Texans, doch sollte sich auch der 23-Jährige verletzen, müssten die Patriots kräftig improvisieren.

Eine Option wäre Julian Edelman. Der 30-Jährige ist zwar eigentlich Passempfänger, spielte aber bis zu seinem Wechsel in die NFL als Quarterback an der Kent State University. Dass er durchaus noch werfen kann, bewies er im Januar 2015 im Spiel gegen die Baltimore Ravens, als die Patriots einen Trickspielzug ausführten.

Pittsburgh Steelers vs. Cincinnati Bengals

Es ist eines der ganz großen Hass-Duelle der NFL: Wenn die Bengals auf die Steelers treffen, knistert die Luft. Nicht selten brennen einigen Spielern, und auch Trainern, die Sicherungen durch. Oft nahm die NFL nach Spielen der beiden Teams daher Einfluss auf das Regelwerk.

Ein solcher Eingriff bleibt Commissioner Roger Goodell nach der gestrigen Partie sehr wahrscheinlich erspart, an Spannung mangelte es jedoch nicht. Vor allem Steelers-Quarterback Ben Roethlisburger sorgte bei den eigenen Fans für ein Wechselbad der Gefühle.

Sieben Minuten waren gespielt, da warf "Big Ben" seine erste Interception, hatte allerdings Glück, dass Gegenüber Andy Dalton wenig mit dem Ballbesitz anzufangen wusste. So waren wieder die Steelers an der Reihe und dieses Mal fand Roethlisburger seinen Tight-End Xavier Grimble in der Endzone. Touchdown Steelers!

Fumble beendet Aufholjagd

Die Bengals-Offense tat sich allerdings weiterhin schwer in die Nähe eines Touchdowns zu kommen und konnte lediglich ein Field-Goal verbuchen. Für ein wenig Hoffnung auf Seiten der Gäste sorgte Dre Kirkpatrick, der kurz vor der Pause die zweite Interception von Roethlisburger fing. Wieder allerdings verpassten es die Raubkatzen, aus dem Ballgewinn Kapital zu schlagen.

Nach der Pause sorgten Jesse James und DeAngelo Williams für eine komfortable 24:10-Führung der Steelers, die Bengals-Quarterback Dalton auf 24:16 verkürzen konnte. Im anschließenden Drive verpassten die Männer von Pittsburghs Head Coach Mike Tomlin es, zu punkten, und gaben so dem Rivalen die Gelegenheit, das Spiel zu drehen. Allerdings beendete Rookie Tyler Boyd die Aufholjagd seines Teams mit einem Fumble 1:50 Minuten vor dem Spielende.

Los Angeles Rams vs Seattle Seahawks

Welcome to Los Angeles! Die Rams sind umgezogen: Ehemals in St. Louis beheimatet, nennt die Truppe von Head Coach Jeff Fischer nun die Stadt der Engel ihr Zuhause. Und im ersten Heimspiel der Saison wollte man den Fans gleich mal ein Spektakel bieten. Schon vor dem Kickoff sorgten daher die Red Hot Chili Peppers für die passende Atmosphäre.

Lediglich das Spiel konnte nicht wirklich mithalten. Nicht einen Touchdown erzielten beide Mannschaften während der 60 Minuten. Weder Russel Wilson auf Seiten der Gäste aus Seattle, noch Case Keenum von dem Rams konnten ihre Offensiven entsprechend in Szene setzen.

Wilsons Spezialität

Stattdessen entwickelte sich eine von Defensiv-Aktionen geprägte Partie, in der lediglich die Kicker Grund zum Jubeln boten. Auf Seiten der Gastgeber war es Greg Zuerlein, der drei Field Goals erzielte und für die 9:3-Führung zwei Minuten vor Ende sorgte.

Auftritt Russel Wilson: Der Quarterback der Seahawks spielt seit 2012 in der NFL und kann imposante 19 Game-Winning-Drives vorweisen - Ligaspitze. Mit einem 53-Yard-Pass auf Receiver Tyler Lockett hauchte der 27-Jährige seinem Team nochmal Leben ein, ehe ein Fumble von Christine Michael kurze Zeit später den Heimsieg der Rams besiegelte.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige