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Stimmen: "Ich habe nur noch Blut gesehen"

18.09.2016 18:39
Daniel Baier war nach dem Foul an Kohr geschockt
Daniel Baier war nach dem Foul an Kohr geschockt

Mainz und Augsburg waren nach dem Horror-Foul an Dominik Kohr geschockt, der FC Ingolstadt haderte nach der starken Vorstellung in München mit der knappen Niederlage. In Hamburg schämte man sich wegen des Heim-Debakels gegen Leipzig, bei Leverkusenern, Darmstädtern und Wolfsburgern herrschte Ärger vor und die Werderaner wirkten ratlos. Die Stimmen zum 3. Bundesligaspieltag.

FC Augsburg - FSV Mainz 05

Dirk Schuster (Trainer FC Augsburg): 

... zum Spiel: "Wir haben uns das ein bisschen anders vorgestellt. In der ersten Halbzeit haben wir kein gutes Spiel gemacht, nach dem 0:1 hat man Verunsicherung gemerkt. Das Passspiel war zu ungenau, wir waren zu hibbelig, zu unruhig, das können wir besser. In der zweiten Halbzeit haben wir uns besser reingebissen, Tempo und Druck erhöht. Was nach dem 1:1 passiert ist, gefällt mir gar nicht so. Im eigenen Stadion ausgekontert zu werden, war ein kleiner Schock für uns. Wir haben uns ein bisschen naiv angestellt."

... zum Foul an Dominik Kohr: "Martin Schmidt hat sich gerade im Namen von Mainz 05 entschuldigt. So kenne ich die Mannschaft auch eigentlich nicht - normalerweise ist das eine Truppe, die sich in einem sportlich fairen Rahmen bewegt. Mir fehlen die Worte dazu."

Marwin Hitz (Torhüter FC Augsburg)

... zum Foul an Dominik Kohr: "Wir sind alle erschrocken. Das, was ich gesehen habe, war ziemlich blutig. Das war eine doofe Aktion."

... zum Spiel: "Heute haben viele Sachen nicht gepasst. Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll - bei uns, dem Schiedsrichter oder bei den eigenen Fans. Heute war keine Stimmung im Stadion, es war wie bei einem Geisterspiel. Fußballerisch gesehen, war es kein gutes Spiel und unnötig zu verlieren."

Daniel Baier (FC Augsburg) zum Foul an Dominik Kohr: "Der grätscht den in der 93. Minute so dermaßen weg und ich habe nur noch Blut gesehen. Mir war dann auch nicht so gut, deswegen bin ich weggegangen, weil ich so etwas nicht sehen kann."

Martin Schmidt (Trainer FSV Mainz 05):

... zum Spiel: "Wir waren von Anfang an präsent, man hat nicht gesehen, dass das unser drittes Spiel in sieben Tagen war. Der Schlüssel war, dass wir aggressiv waren, die Druckphasen haben wir überstanden, bis der Distanzschuss reingekullert ist. Dann muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen, wie sie auf den Ausgleich reagiert hat. Es war nicht: Nein, schon wieder, sondern es war jetzt erst recht! Jeder hat bis zuletzt gekämpft."

... zum Foul an Dominik Kohr: "Das sah übel aus. Ich möchte mich in aller Form bei Augsburg und dem Spieler entschuldigen. So etwas ist nicht geplant und das ist auch nicht Mainz 05. Ich hoffe für Dominik, dass es nicht allzu schlimm ist. Das tut mir wirklich Leid und ich wünsche im Namen der gesamten Mannschaft gute Besserung."

Daniel Brosinski (FSV Mainz 05)

... zum Foul an Dominik Kohr: "Ich wollte gar nicht erst hingehen. Ich wollte mir das nicht anschauen, weil die Kollegen schon gesagt haben, es sei eine sehr schlimme Verletzung. Es war eine sehr dumme Aktion von unserem Spieler, der war total übermotiviert. Das muss nicht sein, so eine Verletzung zu riskieren."

... zum Spiel: "Es war ein wichtiger Dreier für uns. Wir waren von der ersten Minute an giftig, sind früh in Führung gegangen und haben danach die Ruhe bewahrt und dann direkt nachgelegt. Ich denke, das war dann auch die Vorentscheidung."

Hertha BSC - Schalke 04

Christian Heidel (Manager FC Schalke 04): "Es ist nicht einfach gegen Hertha BSC zu spielen, denn sie verteidigen einfach richtig gut. Wir haben es auch nicht schlecht gemacht, aber im Endeffekt sind wir zwei Mal Risiko gegangen und Hertha hat das eiskalt genutzt. Die Mannschaft hat heute ein paar Prozent liegen lassen und dann funktioniert es einfach nicht. Es muss in die Köpfe rein, dass wir in jedem Spiel 100 Prozent geben müssen."

Benedikt Höwedes (FC Schalke 04): "Wir haben heute einen schlechten Tag erwischt, uns hat die Kraft gefehlt. Trotzdem glaube ich, dass wir absolut auf dem richtigen Weg sind und wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen."

Pál Dárdai (Trainer Hertha BSC): "Das war ein schönes Spiel von uns. Die Jungs haben alles, was wir geplant haben, überragend umgesetzt. Wir haben das Spiel mit und ohne Ball dominiert."

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen

André Schubert (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir haben ein Spiel in Manchester verloren, da war der Gegner klar besser. Daraus muss man seine Lehren ziehen. Nur weil man einen Rückschlag hinnehmen muss, muss man nicht alles in Schutt und Asche reden"

Viktor Skripnik (Trainer Werder Bremen): "Du musst nicht nur hochstehen, sondern auch die Zweikämpfe gewinnen. Das haben wir vermasselt. Wir wollten aggressiver sein, präsenter. Das ist uns nicht gelungen."

Frank Baumann (Geschäftsführer Sport Werder Bremen): "Mit der Leistung brauchen wir in der Bundesliga nicht antreten. Das war von vorne bis hinten nichts. Wir wollten nach dem schlechten Start eine Reaktion zeigen und mutig antreten. In der ersten Halbzeit hat das definitiv nicht funktioniert. Wir müssen uns als Mannschaft besser finden und wissen natürlich auch, dass dieser Weg nicht leicht wird. Ein seriöses Zwischenfazit kann man nach drei Bundesliga-Spieltagen nicht ziehen."

Bayern München - FC Ingolstadt

Carlo Ancelotti (Trainer Bayern München): "Es war bis zum Ende sehr schwierig, Ingolstadt hat wirklich gut gespielt. Es ist vielleicht normal in dieser Phase, dass wir nicht immer gut spielen, aber wir haben Charakter gezeigt. Wir haben in der Defensive einige zweite Bälle nicht erobert, so konnte Ingolstadt dann in die Räume spielen. Manuel Neuer war wirklich gut, jeder weiß, dass er der beste Torwart der Welt ist."

Markus Kauczinski (Trainer FC Ingolstadt 04): "Ich glaube, wir hatten insgesamt mehr Chancen als die Bayern. Ein paar ganz dicke Dinger, die wir nicht reinmachen. Wir haben ein richtig starkes Spiel gemacht. Leider haben wir den Punkt nicht mitgenommen."

Marvin Matip (FC Ingolstadt 04): "Die Chancenauswertung war heute leider miserabel. Es gibt nicht viele Tage, an denen man die Bayern zu Hause schlagen kann. Heute war so ein Tag, aber wir haben es leider versäumt."

Borussia Dortmund - Darmstadt 98

Thomas Tuchel (Trainer Borussia Dortmund): "Das war in allen Bereichen eine sehr runde Leistung. Wir haben erneut auf den Platz bekommen, was wir in Warschau auf den Platz gebracht hatten. Wir wollten viele, viele offensive Aktionen haben, das haben wir wieder geschafft. Wir haben das Spiel zu jeder Phase kontrolliert und verdient gewonnen."

Thomas Tuchel zur ausgebliebenen Einwechselung von Mario Götze: "Die Rücksicht auf die Gesundheit von Marcel Schmelzer ging einfach vor. Sonst hätte ich natürlich die Möglichkeit gehabt, Mario zum ersten Heimspiel einzuwechseln - worauf ja auch alle warten."

Sebastian Rode (Borussia Dortmund): "Gegen Leipzig letzte Woche hat man gesehen, dass noch nicht alles rund läuft. Wir wollten es besser machen und das ist uns in den letzten beiden Spielen absolut gelungen."

Norbert Meier (Trainer Darmstadt 98): "Wenn so ein Spiel stattfindet, muss vieles zusammenkommen, damit du eine Chance hast, irgendwas mitzunehmen. Die Dortmunder waren uns komplett überlegen. Sie sind sicherlich nicht unsere Kragenweite."

Marcel Heller (SV Darmstadt 98): "Wir sind heute nicht gut in die Zweikämpfe gekommen - das war eher Begleitschutz. Und dann hast du natürlich keine Chance in Dortmund. Der BVB hat es gut ausgespielt und dann gehst du hier halt einfach unter."

1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg

Julian Nagelsmann (Trainer 1899 Hoffenheim): "Es gab sehr viele Phasen mit wechselnder Dominanz. Wir können in Führung gehen, dann geben wir das Spiel aus der Hand. In der zweiten Hälfte war es ein offener Schlagabtausch."

Mark Uth (1899 Hoffenheim): "Beide Mannschaften hatten viele Chancen. Das Spiel kann auch 3:3 ausgehen. Der Oli hat uns wieder einige Male hinten gerettet."

Dieter Hecking (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir haben ein intensives Spiel gesehen. Beide Mannschaft wollten gewinnen. Unsere Spielanlage war im Vergleich zu den ersten beiden Spielen deutlich besser. Das war ein Schritt nach vorne."

Mario Gomez (VfL Wolfsburg): "Wir haben als Mannschaft einen riesen Schritt nach vorne gemacht. Heute haben die Jungs richtig gute Chancen herausgespielt und wir haben unser bestes Spiel in dieser Saison gemacht. Leider haben wir kein Tor gemacht. Julian und ich hatten riesen Chancen, aber der Torwart hat sensationell gehalten."

Eintracht Frankfurt - Bayer Leverkusen

Niko Kovac (Trainer Eintracht Frankfurt): "Wir haben ein interessantes Spiel mit Emotionen und Torchancen gesehen. Ich habe am Anfang der Saison gesagt, dass wir eine Heimstärke aufbauen wollen. Wir dürfen jetzt aber nicht glauben, dass es immer so läuft."

Roger Schmidt (Trainer Bayer Leverkusen): "Frankfurt hatte die größere Effizienz. Drei Punkte aus drei Spielen sind nicht besonders doll, aber ich bin weiterhin optimistisch."

Julian Brandt (Bayer Leverkusen): "Wir kamen mit dem Ausgleich gut in Fahrt und waren auf einem guten Weg, das Spiel zu drehen, kriegen dann ein blödes Gegentor und dann kommt das eine zum anderen. Du triffst das Tor nicht, verschießt einen Elfmeter und jetzt fängt es auch noch an zu regnen. Heute läuft es einfach nicht."

Hamburger SV - RB Leipzig

Bruno Labbadia (Trainer Hamburger SV): "Wir ärgern uns unfassbar darüber, wie wir das Spiel verloren haben. Hätten Sie mir in der 60. Minute gesagt, wir verlieren das Spiel hier 4:0, hätte ich das nicht für möglich gehalten. Entscheidend war, dass wir es heute versäumt haben, das Tor zu machen."

Lewis Holtby (Hamburger SV): "Wir haben 4:0 gegen Leipzig verloren - das sagt doch alles. Mir tut es für jeden von uns Leid, der heute unsere Farben tragen musste."

Ralph Hasenhüttl (Trainer RB Leipzig): "Kurz vor der Halbzeit hätten wir eigentlich in Rückstand geraten müssen. Wir wussten, was auf uns zukommt, waren aber nicht griffig genug. In der zweiten Halbzeit haben uns die Wechsel gut getan. Kompliment an meine Truppe. Wir wissen aber auch, dass es ein enges Spiel war."

Timo Werner (RB Leipzig): "In der ersten Halbzeit haben wir uns schwergetan, weil Hamburg wirklich gut gespielt hat. In der zweiten Hälfte haben wir es besser gemacht und unsere Chancen gut genutzt. Dass wir am Ende 4:0 gewinnen, ist natürlich unglaublich."

Emil Forsberg (RB Leipzig): "Wir haben Hamburg in der zweiten Halbzeit mit unserem Pressing geschockt. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft und unsere heutige Leistung."

1. FC Köln - SC Freiburg

Peter Stöger (Trainer 1. FC Köln): "Wenn zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die viel investieren und gut organisiert sind, entscheiden kleine Fehler. Die haben heute die Freiburger gemacht. Der Abend ist schön, in erster Linie, weil wir drei Punkte geholt. Mal sehen, wie es jetzt weitergeht."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Ich musste viel umbauen. Aber wenn du natürlich solche Tore kriegst, kannst du kein Spiel gewinnen. Es war nicht so, dass wir keine Torchancen hatte, die haben wir aber nicht genutzt. Ich bin mit meiner Mannschaft sehr glücklich. Ich habe nicht gesehen, dass Köln heute zwei Klassen besser war."

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