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Sprint: Ulbricht stark, Popow enttäuscht

15.09.2016 23:19
Thomas Ulbricht hat Bronze gewonnen
© imago sportfotodienst
Thomas Ulbricht hat Bronze gewonnen

Sprinter Thomas Ulbricht hat bei den Paralympics in Rio de Janeiro die Bronzemedaille über 100 m gewonnen. In der Klasse T12 musste sich der 31 Jahre alte Berliner mit 11,39 Sekunden dem Kubaner Leinier Savon Pinieda (10,97) und dem Südafrikaner Jonathan Ndodomzi Ntutu (11,09) geschlagen geben.

Für den sehbehinderten Ulbricht war es bei der vierten Paralympics-Teilnahme die zweite Medaille. 2008 hatte er Silber im Fünfkampf gewonnen.

London-Paralympicssieger Heinrich Popow hat hingegen einen erneuten Coup über 100 m und sogar eine Medaille verpasst. Der 33 Jahre alte Leverkusener wurde in seiner Konkurrenz am Donnerstag in 12,46 Sekunden nur Vierter. Eine zweite Gold-Chance hat Popow am Samstag im Weitsprung, wo er seit diesem Jahr Weltrekordler ist.

Dies wird dann allerdings sein letzter Wettkampf sein. "Das sind meine letzten Paralympics", sagte Popow am Donnerstagabend: "Die WM in London 2017 mache ich noch, dann schaue ich noch, was mit der EM 2018 in Berlin ist."

Zuviel nachgedacht

Über den Lauf am Donnerstag ärgerte er sich maßlos. "Das war dumm von mir. Ich sage allen immer: 'Macht es wie kleine Kinder, denkt nicht so viel nach.' Ich bin alt, ich habe leider nachgedacht und nach 80 Metern meinen Laufstil geändert. Im Alter wird man halt nicht schlauer."

Hinter dem australischen Sieger Scott Reardon (12,26), Lebensgefährte der deutschen Weitsprung-Paralympicssiegerin Vanessa Low, vergab das Internationale Paralympische Komitee (IPC) zwei Silbermedaillen an die zeitgleichen Richard Whitehead (Großbritannien) und Daniel Wagner (Dänemark/beide 12,32).

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