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Handy aus - So lief der irre Sissoko-Deal

02.09.2016 10:52
Moussa Sissokos Last-Minute-Wechsel sorgte für Aufregung
© imago sportfotodienst
Moussa Sissokos Last-Minute-Wechsel sorgte für Aufregung

Es war der Last-Minute-Transfer des Abends: Moussa Sissoko verkündete drei Minuten vor der Schließung des Transferfensters seinen Wechsel von Newcastle zu Tottenham. Kurz zuvor hatten sich die irren Verhandlungen überschlagen.

Schon am Mittwochmorgen hatte sich Moussa Sissoko, dessen Stern bei der EM (zum wiederholten Male) aufgegangen war, die Erlaubnis vom französischen Verband geholt, das Trainingslager der Équipe Tricolore verlassen zu dürfen, um seinen Transfer unter Dach und Fach zu bringen. Wohin es gehen sollte, war da allerdings noch gar nicht klar.

Nun berichten englische Medien, dass der 27-Jährige bereits mit Everton und Trainer Ronald Koeman einig gewesen sein soll. Die Toffees organisierten dem Mittelfeldspieler sogar einen Flieger, der ihn nach Liverpool bringen sollte. Doch kurz bevor er sich auf den Weg an die Merseyside machte, stieg Tottenham Hotspur in den Transferpoker ein.

Sissoko kam ins Grübeln und entschied sich dann doch lieber, mit den Londonern in der Champions League und um Titel spielen zu wollen. Für die Spurs wurde es in der letzten Minute dementsprechend teuer: 35 Millionen blätterten sie Absteiger Newcastle als Ablöse hin. Währenddessen wollte Evertons Ronald Koeman selbstverständlich wissen, was los ist. Er rief seinen Spieler der Begierde an - doch Sissoko hatte sein Handy ausgeschaltet und war wahrscheinlich schon auf dem Weg in die englische Hauptstadt.

Dort präsentierte er sich kurz vor Ende des Deadline-Days mit seinem neuen Trikot und schrieb: "Ich freue mich sehr, die nächsten fünf Jahre bei den Spurs zu sein."

Evertons Eigentümer Farhad Moshiri bemühte sich in der Folge um Schadensbegrenzung und sprach von anderen Faktoren, die den nicht zustandegekommenen Wechsel beeinflusst hätten. Er hätte den verdienten Mittelfeldspieler James McCarthy in seiner Position nicht schwächen wollen. "Sissoko ist ein großartiger Spieler. Aber als ich mich bei Everton eingekauft habe, habe ich klargestellt, dass ich stolz bin, einer Familie beizutreten. Und hier fällt keiner einem anderen in den Rücken. James McCarthy zu behalten, hatte oberste Priorität, und wir konnten keinen Deal eingehen, der seinen Status bei Everton gefährdet hätte", sagte der Geldgeber gegenüber "Sky Sports".

Währenddessen beschäftigen sich die englischen Medien zudem mit Aussagen Moussa Sissokos, denenzufolge er Arsenal im Juni noch "den Klub seines Herzens" genannt hatte. Die Gunners und Spurs verbindet eine große Rivalität innerhalb Londons. Es scheint so, als würde es auch in den nächsten Wochen nicht ruhiger um den Last-Minute-Transfer des Sommers werden.

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