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Lefebvre-Crash: Panzerplatte auf dem Prüfstand

25.08.2016 14:45
Wie lassen sich Unfälle wie der von Stephane Lefebvre zukünftig vermeiden?
© imago sportfotodienst
Wie lassen sich Unfälle wie der von Stephane Lefebvre zukünftig vermeiden?

Geht es der Königsprüfung der Rallye Deutschland an den Kragen? Nach dem schweren Unfall von Citroen-Pilot Stephane Lefebvre am vergangenen Sonntag rückt die Sicherheit auf der Wertungsprüfung Panzerplatte in den Fokus.

Der Automobil-Weltverband FIA will untersuchen, wie sich Unfälle wie der von Lefebvre zukünftig vermeiden lassen. "Es gab solche Unfälle vorher schon auf der Panzerplatte. Wir werden uns das genau anschauen", wird FIA-Rallyedirektor Jarmo Mahonen von "Autosport" zitiert.

Lefebvre hatte am Samstag beim ersten Durchgang der Wertungsprüfung auf dem Truppenübungsplatz Baumholder die am Rand der Panzerstraßen eingelassenen massiven sogenannten Hinkelsteien getroffen. Von dort prallte sein Citroen in Richtung eines Baumes ab, wo er mit über 160 km/h einschlug.

"Viele Abschnitte, wo es Hinkelsteine und Bäume gibt"

Lefebvre und Beifahrer Gabin Moreau wurden bei dem Unfall schwer verletzt und wurden in Krankenhäuser eingeliefert. "Wir wissen, dass dieser Sport nicht ohne Risiko ist, aber niemand will, dass so etwas passiert, vor allem nicht mit diesen Steinen", sagt FIA-Mann Mahonen. "Es gibt viele Abschnitte, wo es Hinkelsteine und Bäume gibt."

Wie man das Problem praktisch lösen könnte, darüber ist sich Mahonen aber selbst noch nicht im klaren. "Wir könnten natürlich auf der Geraden vor der Kurve eine Schikane aufbauen, aber wie viele solcher Kurven gibt es?" Bei über 40 Kilometer länge wohl kaum eine umsetzbare Lösung.

Auch Weltmeister Sebastién Ogier macht sich seine Gedanken über Verbesserungsmöglichkeiten. "Vielleicht kann man sie irgendwie mit einer Art Wand verkleiden", schlägt er vor. "Es sind nicht viele Abschnitte, nur dort, wo das Tempo richtig hoch ist. Das sind die gefährlichsten Stellen."