Anzeige

Bayer: Zieht Dragović-Kauf Abgänge nach sich?

25.08.2016 10:13
Ein rotes Trikot ist Dragović bereits aus der Nationalelf gewöhnt
© imago sportfotodienst
Ein rotes Trikot ist Dragović bereits aus der Nationalelf gewöhnt

Mit dem Transfer von Aleksandar Dragović hat Bayer Leverkusen nun sechs Innenverteidiger im Kader. Möglich also, dass es noch Abgänge beim Klub geben wird. Manager Jonas Boldt deutete Handlungsbereitschaft an.

Der neue Innnenverteidiger wird beim Ligastart noch keine Rolle spielen, wie der Österreicher nach seinem Wechsel selbst erklärte: "Ich steige erst nach der Länderspielpause ins Training ein." Er müsse noch seinen Umzug aus der Ukraine organisieren und sich von seinem Ex-Team Dynamo Kiew verabschieden, so der Innenverteidiger weiter. Nach den Länderspielen sollen auch Chicharito, nach seinem Mittelhandbruch, sowie Lars Bender, nach einer Kapselverletzung am Sprunggelenk, wieder mit an Bord sein. Auch Stürmer Stefan Kießling sollte bis dahin auf der Höhe sein. Er trainiert nach Hüftproblemen wieder mit der Mannschaft.

Dragović bekommt bei Bayer einen Vertrag bis 2021, hat sich schon früh auf den Bundesliga-Verein festgelegt. "Er hat sehr deutlich gemacht, dass er nicht woandershin wechseln wird", freute sich Manager Jonas Boldt im "kicker", der am Ende eine Ablöse von rund 17 Millionen Euro plus Boni für den Abwehrmann zahlte, obwohl Kiew zu Beginn noch 25 Millionen Euro wollte. 

Mit dem Sieger-Typen hat Bayer einen festen Turm in der Innenverteidigung installiert. Dragović ist fokussiert auf den Erfolg, hat eine gute Spieleröffnung und gute Strafraumbeherrschung. Ihn zeichnen Konstanz, gutes Timing, seine irrsinnige Präsenz und körperliche Wucht aus, sagt ein Korrespondent im "kicker".

Mehrere Wechselkandidaten

Allerdings hat der Stammplatz des Österreichers auch Folgen für den Rest des Abwehrverbundes. Boldt schließt zwar aus, dass der vom BVB umworbene Ömer Toprak noch den Verein in Richtung Ruhrpott verlässt: "Dortmund hat das Thema Mitte Juli beendet. Damit ist die Tür zu." Jedoch könnte es noch andere Abgänge bei den Innenverteidigern geben.

Mit Toprak, Jonathan Tah, Dragović sowie Kyriakos Papadopoulos und Ramalho hat Bayer fünf Innenverteidiger zur Verfügung, der zur Zeit als Rechtsverteidiger eingeplante Tin Jedvaj könnte ebenfalls dort spielen. Somit gelten insbesondere Ramalho und Papadopoulos als Wechselkandidaten.

Für Letztgenannten gab es Interesse aus England, aber wohl keine konkreten Angebote, berichtete sein Berater zuletzt: "Wir haben aktuell keinen Kontakt zu irgendeinem anderen Klub." Bayer wäre aber wohl bereit, den Griechen bei einem guten Angebot abzugeben. "Weil wir mit Dragović, Toprak und Tah drei richtig starke Innenverteidiger haben", sagte Boldt, und schloss an: "Die werden wir auch brauchen."

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Bundesliga Bundesliga
Anzeige
Anzeige