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Gold-Held Hambüchen attackiert das IOC

24.08.2016 10:05
Fabian Hambüchen hat in Rio Gold am Reck gewonnen
© dpa
Fabian Hambüchen hat in Rio Gold am Reck gewonnen

Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen hat heftige Kritik am Internationalen Olympischen Komitee und seinem Präsidenten Thomas Bach geübt.

Zur Entscheidung, Russland nicht komplett von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro auszuschließen, sagte er dem Magazin "Stern": "Ich bin eigentlich kein Fan davon, alle zu verbannen. Aber wenn zuverlässige Dopingkontrollen nicht gewährleistet werden, muss man vielleicht eine ganze Nation sperren. Auf den Tisch hauen. So geht es einfach nicht weiter."

Hambüchen kritisierte IOC-Präsident Thomas Bach auch persönlich: "Diese Doping-Problematik ist halt brutal, und da hat er nicht gerade gepunktet." Wenig Verständnis zeigte der 28-Jährige für die Entscheidung des IOC, die russische 800-Meter-Läuferin Yuliya Stepanova von den Wettkämpfen auszuschließen.

Die 30-Jährige hatte zusammen mit ihrem Mann flächendeckendes staatliches Doping in der russischen Leichtathletik aufgedeckt. "Sie ist die Einzige, die sich ethisch korrekt verhalten hat. Das war definitiv ein fatales Signal für alle Whistleblower und jene, die sich mit dem Gedanken tragen, auszupacken", so Hambüchen.

Der ehemalige Reck-Weltmeister wiederholte auch seine Kritik an den Zuständen im Olympischen Dorf von Rio de Janeiro. "Ich habe keinen Tag erlebt, an dem es im Dorf sauber war. Wir mussten das Toilettenpapier in den Mülleimer werfen, weil sonst die Rohre verstopfen. Und dieser Eimer wurde nur alle paar Tage geleert", sagte Hambüchen.

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