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Dänen verhindern Frankreichs Gold-Hattrick

21.08.2016 20:42
Mikkel Hansen und die Dänen haben Gold gewonnen
© getty, Sean M. Haffey
Mikkel Hansen und die Dänen haben Gold gewonnen

Dänemarks Handballer haben zum ersten Mal die olympische Goldmedaille gewonnen. Die Skandinavier besiegten Weltmeister Frankreich im Finale von Rio mit 28:26 (16:14) und beendeten damit den französischen Traum vom historischen Gold-Hattrick. Die Franzosen hatten bei den Sommerspielen 2008 in Peking und 2012 in London triumphiert.

Entscheidender Spieler beim Überraschungs-Coup der Dänen war einmal mehr Welthandballer Mikkel Hansen. Der 28-Jährige überzeugte mit genialer Spielübersicht und permanenter Torgefahr. Schon zur Halbzeit hatte Hansen sieben Mal getroffen, am Ende standen acht Tore in seiner Statistik.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Das ist absolut fantastisch", sagte Hansen unter Tränen im dänischen Fernsehen "DR1". "Wir hatten einen guten Start, in den anderen Finals gegen Frankreich waren wir anfangs immer nervös gewesen. Aber heute hatten wir eine gute Taktik. Ich bin so glücklich, gleich habe ich die Goldmedaille um den Hals hängen..."

Das französische Team von Trainer-Ikone Claude Onesta, das Dänemark in der Vorrunde noch bezwungen hatten, verpasste durch die Niederlage Historisches. Neben Karabatic hätten sich auch Daniel Narcisse, Thierry Omeyer, Luc Abalo und Michael Guigou mit dem dritten Olympiasieg hintereinander in die Geschichtsbücher eintragen können. Sie alle waren schon 2008 dabei gewesen.

Hitzig, temporeich, hochklassig: Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen Kampf mit offenem Visier, die Führung wechselte ständig. Doch mit zunehmender Spieldauer wurde Frankreich fahrig, ein letztes Aufbäumen in der Schlussphase kam zu spät. Das kräftezehrende 29:28 im Halbfinal-Krimi gegen das deutsche Team machte sich in der zweiten Halbzeit deutlich bemerkbar.

Dänemark frischer

Selbst Torhüter Thierry Omeyer wurde nicht zum entscheidenden Faktor. Der Ex-Kieler, am Freitag mit seinen Paraden noch Matchwinner, hielt plötzlich die Unhaltbaren nicht mehr.

Dänemark wirkte trotz der Verlängerung im Halbfinale gegen Polen (29:28) deutlich frischer und drückte in der zweiten Halbzeit weiter aufs Tempo. Hansen und Co. brauchten keine acht Minuten, um aus dem knappen Vorsprung (20:19 nach 40 Minuten) eine komfortable 25:20-Führung herauszuwerfen.

Doch das französische Handball-Imperium, das in den letzten sieben Jahren drei WM- und zwei EM-Titel gewonnen hat, bäumte sich noch einmal auf und kam fünf Minuten vor Schluss bis auf zwei Tore heran. Doch am Ende reichte es nicht gegen Danish Dynamite und Hansen.

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