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NFL Summer Games: Zwei Mal Gold für Peterson

19.07.2016 12:44
Peterson lässt seine Gegner leichtfüßig im Regen stehen
© getty, Wesley Hitt
Peterson lässt seine Gegner leichtfüßig im Regen stehen

"All Day" Adrian Peterson ist seit Jahren der beste Running Back der NFL. Nun wurde sein Ruf erneut bestätigt: Die Experten der NFL wählten ihn auf seiner Position zum besten Spieler der Liga.

Die Medaillen-Vergabe an die NFL-Topstars geht in die nächste Runde: 21 offizielle NFL-Spezialisten wählten auf weiteren Positionen jeweils ihre Top-Drei - für den Erstplatzierten gab es drei Punkte, für den Zweiten zwei und der Dritte bekam einen Punkt. Diese Punktzahlen wurden am Ende aufaddiert und so ergab sich ein Ranking auf den jeweiligen Positionen. Dieses Ranking gab es bereits für die Quarterbacks, Wide Receiver und Edge Rusher.

Nun wurden unter anderem die besten Running Backs der Liga nominiert und mit Gold, Silber und Bronze geehrt. Auf dem Podium der Läufer thronte mit großem Abstand auf seine Verfolger Adrian Peterson. Der Teamkollege von Neu-Vikinger Moritz Böhringer konnte 56 Gesamtpunkte verbuchen. Aufgrund seiner Einstellung zu bedingungslosem Training ist der Superstar ein Vorbild für viele Jugendliche in der USA. Im Kindesalter wurde er bereits von seinem Vater "All Day" genannt, da er "den ganzen Tag laufen könnte". 

Auf Platz zwei fand sich mit 35 Punkten Le'Veon Bell wieder. Der "Tänzer mit dem Ball" hatte in der Vergangenheit mit schweren Verletzungen zu kämpfen, zeigte aber bei jedem Spielzug, an dem er beteiligt war, welch großes Potential in ihm steckt. Die Bronze-Medaille sicherte sich Los-Angeles-Rams-Star Todd Gurley, der in der vergangenen Saison als Rookie die Gegner in pure Verzweiflung stürzte. 

Nate Burleson, ehemaliger Football-Profi und NFL-Analyst, beschrieb die aktuelle RB-Situation wie folgt: "Peterson spielt mit so viel Herz und kommt dem am nächsten, wie Running Backs vor Jahrzehnten noch zu spielen pflegten. Bell ist die perfekte Mischung aus Kraft und Schnelligkeit, muss aber gesund bleiben. Und Todd Gurley ist die Zukunft."

Patrick Peterson lässt die gegnerischen Offensiven verzweifeln

Auch bei den Cornerbacks gewann ein Mann, der auf den Namen Peterson hört. Adrians Namensvetter Patrick Peterson von den Arizona Cardinals holte sich mit 53 Punkten die Goldmedaille - vor dem "Legion of Boom"-Mitglied Richard Sherman. Der Seattle-Verteidiger kam auf 39 Gesamtpunkte. Auf Rang drei landete Jets-CB Darrelle Revis, der den vielsagenden Spitznamen "Revis Island" trägt. Er bekam 14 Punkte von den Media-Analysten.

Die Position des Cornerbacks ist die meist diskutierteste Position der NFL. Es vergeht kaum ein Tag in den amerikanischen Sport-Medien, an dem nicht über den besten Cornerback der Liga gestritten wird. Sei es, weil NFL-Experten das Thema aufkommen lassen oder aber, weil einer der Profis sich als den Top-Spieler auf dieser Position bezeichnet. Neu-Redskins-CB Josh Norman hatte das in der Vergangenheit des Öfteren getan. Für ihn reichte es mit sieben Punkten allerdings nur für Platz vier.

Ein Kampf, der niemals endet

"Peterson ist physisch stark und aggressiv. Er gewinnt Eins-Gegen-Eins-Situationen gegen die besten Passempfänger der Liga - Woche für Woche", schwärmte der ehemalige Fullback und NFL-Experte Michael Robinson vom Goldmedaillengewinner.

Ike Taylor war während seiner aktiven Zeit in der NFL selbst Cornerback und sieht Richard Sherman im Rennen um den ersten Rang ganz vorne - knapp vor Peterson. "Letzte Saison hat Sherman bewiesen, dass er gleichzeitig die Top-Receiver decken und dennoch Plays machen kann. Peterson hat sich in einen Shutdown-Corner entwickelt und tritt in die Fußstapfen von Revis",  sagte der jetzige Experte von "nfl.com".

Der Kampf - auf und auch abseits des Platzes - um den Titel des besten Corners der Liga wird alle Beteiligten auch in der kommenden Saison weiterhin beschäftigen. Eine endgültige Entscheidung wird es diesbezüglich wohl nie geben. Die Fans dürfen sich also weiterhin auf hitzige Wortgefechte freuen, die die Topstars zu herausragenden Leistungen antreiben und zu Interceptions der Extraklasse führen.

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