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Vandoorne: "Habe andere Optionen als McLaren"

13.07.2016 20:03
Wohin führt Stoffel Vandoornes Weg in der Formel-1-Saison 2017?
Wohin führt Stoffel Vandoornes Weg in der Formel-1-Saison 2017?

Wer wird Teamkollege von Fernando Alonso bei McLaren-Honda in der Formel-1-Saison 2017? Klar ist: Der Kampf wird zwischen "Oldie" Jenson Button und dem ungeduldigen GP2-Champion Stoffel Vandoorne ausgetragen.

Der 24-Jährige scharrt bereits mit den Hufen und drängt lieber heute als morgen in die Formel 1. Als Alonso-Ersatz bestritt der Belgier in diesem Jahr bereits das Rennwochenende in Bahrain, war dort im Qualifying schneller als Button und holte im Rennen als Zehnter fast sensationell einen Punkt.

Vandoorne ist schnell, mit 24 Jahren aber kein völliger "Rookie" mehr und bereits bestens mit dem McLaren-Team vertraut. Am Mittwoch absolvierte er im MP4-31 stolze 114 Runden bei den Testfahrten in Silverstone. Vieles spricht also dafür, dem wesentlich jüngeren Ersatzfahrer in der kommenden Saison die Chance im Renncockpit zu geben. Oder setzt man beim McLaren-Honda-Team, das noch immer im Aufbauprozess steckt, doch noch einmal auf die geballte Erfahrung zweier Ex-Weltmeister?

"Ich würde nächstes Jahr liebend gerne in diesem Team sein"

Bis die Entscheidung gefallen ist, will Vandoorne sein positives Denken beibehalten. Der Belgier rührt kräftig die Werbetrommel für sich selbst: "Ich habe hier einen Vertrag und ich würde nächstes Jahr wirklich liebend gerne in diesem Team sein. Ich habe schon viel Zeit mit unseren Ingenieuren verbracht und ich denke, dass ich perfekt vorbereitet bin." Viel vorwerfen könne er sich jedenfalls nicht, nun müsse er nur noch das Cockpit bekommen, gibt sich Vandoorne siegessicher.

Gleichzeitig stellt er aber auch klar, dass er sein Wohl und Weh keinesfalls strikt an McLaren binden will. Seine Botschaft: Klappt es nicht in Woking, dann eben woanders! "Ich will Rennen für dieses Team fahren - aber falls es aus irgendwelchen Gründen, die ich nicht kenne, nicht klappen sollte, dann bin ich sehr zuversichtlich, dass sich auch anderswo Möglichkeiten für mich ergeben", so der 24-Jährige selbstbewusst. Am wichtigsten sei für ihn, überhaupt den Sprung als Einsatzfahrer in die Formel 1 zu schaffen.

Renault als B-Lösung?

Stellt sich natürlich die Frage, wo Vandoorne andocken könnte, sollte McLaren doch lieber auf Button setzen. Passiert nichts Unvorhersehbares, sind bei den Topteams Mercedes, Ferrari und Red Bull die Plätze besetzt. Auch Force India will weiterhin auf seine Piloten Sergio Pérez und Nico Hülkenberg setzen - zudem stellte McLaren-Patron Ron Dennis bereits klar, dass er den talentierten Belgier niemals zur direkten Konkurrenz oder zu einem besser platzierten Rennstall ziehen lassen würde.

Als wahrscheinlichste Variante gilt noch das Renault-Werksteam, an das er von McLaren verliehen werden könnte. Teamchef Frederic Vasseur war schon in der GP2 bei ART Grand Prix Vandoornes Boss und kennt die Fähigkeiten seines Ex-Schützlings genau. Der Belgier wäre talentiert und jung genug, um gemeinsam mit den Franzosen in den kommenden Jahren Aufbauarbeit zu leisten und sich an die Spitze vorzukämpfen. Gleiches gilt aber auch für seinen aktuellen Arbeitgeber McLaren-Honda, der mit Alonso und Vandoorne eine äußerst interessante Fahrerpaarung in der Saison 2017 hätte. Buttons Zittern um sein Cockpit dürfte also nicht weniger werden.

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