Anzeige

Kritik für Superstar Curry nach Wucherpreisen

11.07.2016 21:01
Zu abgehoben? NBA-Superstar Stephen Curry
© getty, Thearon W. Henderson
Zu abgehoben? NBA-Superstar Stephen Curry

Stephen Curry findet sich in der Regel auf der Empfängerseite des Lobes wieder. Dieses Mal gab es eine Ausnahme: Der Superstar der Golden State Warriors wurde nun von NFL-Profi Michael Bennet öffentlich angeprangert - Grund waren die hohen Kosten für die Teilnahme an Currys Basketball-Camp.

Was war passiert? Vor kurzem richtete der Guard der Warriors auf Hawaii ein Basketball-Camp für Kinder aus. Das Klingt doch eigentlich nach einer tollen Sache. Nicht für die Eltern, die ihren Kindern erklären müssen, wieso sie die Kosten in Höhe von 2.000 US-Dollar und mehr nicht aufbringen können.

Denn soviel kostet die Teilnahme an den Übungsstunden mit dem Megastar. Diejenigen, die über Nacht bleiben wollen, müssen sogar 2.250 US-Dollar zahlen. Dem Defensive End der Seattle Seahawks, Michael Bennet, gehen diese absurd hohen Preise gewaltig gegen den Strich.

"Die Kinder hier können sich das Camp nicht leisten"

"Ich habe eine Menge diverser Athleten nach Hawaii kommen sehen, ob es nun Steph Curry ist oder wer auch immer", sagte Bennet dem TV-Sender "KHON" in Honolulu. "Die kommen alle hier her und es macht mich traurig, weil ich in dieser Gemeinschaft lebe und diese Gemeinschaft verstehe. Es gibt so viele Kinder, die es sich schlichtweg nicht leisten können, einen so hohen Geldbetrag zu zahlen. Da kommt mir in den Sinn, wie viel Geld du verdient haben musst, bevor du anfängst, etwas umsonst zurückzugeben. Und ich finde, dass viele Athleten anfangen sollten, so zu denken."

Bennett selbst veranstaltet regelmäßig Trainingslager für jugendliche Sportler – natürlich kostenlos. Er lebt auf der Insel Oahu und wendet viel Zeit und Geld auf, um der Gesellschaft etwas zurückzugeben. "Das habe ich von meinen Eltern", rechtfertigt sich der NFL-Star und erklärt: "Als ich aufwuchs, konnte ich mir nicht leisten in Camps zu gehen oder andere Sachen zu tun."

Curry verweist auf das Camp seines Bruders

Bennett findet, dass das Ausrichten solcher Trainingstage und auch noch Geld dafür zu verlangen, gleichzeitig dazu verpflichtet, den Kindern etwas züruckzugeben. "Das sind Kinder, die hier leben. Wenn du Hawaii verlässt, dann kehrst mit einem Stück Paradies aus diesem Urlaub zurück nach Hause. Aber diese Leuten leben hier weiterhin jeden Tag", so Bennett. Das sollte den Sportlern, die ihre Camps auf Hawaii veranstalten, bewusst sein.

Curry zeigte sich – nach einer Weile Stillschweigen – unbeeindruckt: Er riet den Kindern, denen sein Trainingslager zu teuer sei, doch lieber das Basketball-Camp seines Bruders, Seth Curry, aufzusuchen.

Auch wenn Steph damit wohl eher auf die Veranstaltung seines etwas weniger talentierten Bruders aufmerksam machen wollte, wird diese eher geschmacklose Reaktion Michael Bennett sicherlich bitter aufstoßen. Aber dennoch sind sich die Experten in den USA einig, dass der Football-Spieler durch seinen Appell einige Sport-Stars wachgerüttelt hat.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige