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Alonso: Darum war er so sauer auf Herbert

28.06.2016 23:10
Fernando Alonso verrät, welche Risiken er für einen Bahrain-Start eingegangen war
Fernando Alonso verrät, welche Risiken er für einen Bahrain-Start eingegangen war

"Keine Motivation", "zu wenig Pace" und nicht mehr mit der "Leidenschaft, um ans Limit zu gehen" - gleich mehrere schallende Ohrfeigen verpasste Ex-Formel-1-Fahrer Johnny Herbert Doppelweltmeister Fernando Alonso Anfang April in Bahrain.

Nach seinem heftigen Unfall beim Australien-Grand-Prix in Melbourne musste der McLaren-Star das folgende Rennen in der Wüste ausfallen lassen. Die FIA-Ärzte gaben ihm keine Starterlaubnis, weil gebrochene Rippenknochen gegen seine Lunge drückten und bei einem weiteren Crash schwere Folgeverletzungen auslösen hätten können.

Alonso blieb nichts anderes übrig, als seinen Ersatzmann Stoffel Vandoorne vor Ort zu unterstützen - musste sich von "Sky Sports F1"-Experten Herbert aber anhören, er wäre besser gleich zu Hause geblieben. Klar, dass der Champion von 2005 und 2006 dies nicht auf sich sitzen ließ. Vor laufender Kamera schnappte er sich seinen Kritiker und keilte zurück: "Du bist kein Weltmeister. Du bist als Kommentator geendet, weil du es nicht zum Weltmeister geschafft hast." Millionen TV-Zuschauer wurden live Zeugen des Zoffs zwischen Alonso und Herbert.

Im Interview mit "Motorsport-Total.com" verrät der Spanier nun exklusiv, weshalb ihn die Aussagen Herberts so auf die Palme brachten: "Es war definitiv nicht das richtige Wochenende, um so etwas Unwahres zu sagen!" Als Formel-1-Fahrer sei er es zwar gewohnt, mit Lügen, Tratsch und Gerüchten konfrontiert zu werden, über die man keine Kontrolle habe. Der Kommentar des Briten habe ihn aber verletzt - speziell weil er von einem Ex-Kollegen kam: "Als Fahrer sollte man eigentlich unsere Leidenschaft für das Racing kennen", so Alonso.

Alonso: "Sagt, was ihr wollt - aber nicht, dass ich nicht motiviert sei"

Der 34-Jährige schildert, wie schwierig für ihn die Tage rund um den Bahrain-Grand-Prix waren. "Vor dem Wochenende bin ich mit meiner Schwester von Spanien nach Bahrain geflogen. Sie ist Ärztin und musste mich während des Flugs beaufsichtigen. Denn wegen der Höhe hätte es Probleme mit meiner Lunge geben könnte - und dann hätte sie sofort eingreifen müssen", beschreibt Alonso seine angeschlagene gesundheitliche Verfassung zu der Zeit. Dennoch habe er die feste Absicht gehabt, beim Rennen in Sachir an den Start zu gehen.

"Es war schon ein Risiko zu fliegen, dennoch wollte ich in Bahrain die ärztlichen Tests bestehen", so Alonso. Beim Vergleich zweier CT-Scans des Brustbereichs am Donnerstag vor dem Rennwochenende wurde aber festgestellt, dass die Heilung nach dem schweren Unfall in Australien nicht schnell genug vorangeschritten war. Offiziell akzeptierte das McLaren-Team das Startverbot zwar, im Hintergrund liefen aber weitere Gespräche, um den Starpiloten doch noch ins Cockpit zu bekommen. "Bis zum späten Freitagabend habe ich versucht, die FIA zu überzeugen, dass ich fahren kann", verrät Alonso.

Als er dann am folgenden Tag von den Aussagen Herberts erfuhr, platze ihm die Hutschnur. "Dann zu hören, dass ich seit 2012 nicht mehr motiviert sei...dieser Kommentar war sowas von unnötig, speziell an diesem Wochenende", echauffiert sich der Ex-Ferrari-Star. Mit seinem Verhalten an diesem Wochenende wollte er das Gegenteil beweisen: Alonso fungierte als Mentor für Ersatzfahrer Vandoorne, nahm an allen Teambesprechungen teil und freute sich über den sensationellen Punktgewinn des jungen Belgiers.

"Ihr könnt sagen, dass ich langsam bin oder was immer ihr wollt - aber nicht, dass ich nicht motiviert sei. Andere Fahrer scheiden in der Aufwärmrunde aus und nehmen das Flugzeug nach Hause. Ich war das ganze Wochenende beim Team", schreibt er Herbert ins Stammbuch. Auch wenn die Wut nachhallt - inzwischen haben sich der Spanier und der Engländer versöhnt. Beim Großen Preis von China zwei Wochen nach dem Bahrain-Wochenende gab es eine Umarmung bei der Fahrerparade. Und mit seinem fünften Platz auf der "Fahrerstrecke" in Monte Carlo bewies Alonso kurz darauf, dass es ihm auch nach 15 Jahren in der Formel 1 weder an Motivation noch an Pace mangelt.

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