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Torrekord bei Weißrussland vs. Island

17.01.2016 19:40
Weißrussland und Island sorgen für Torrekord
© AFP/SID-IMAGES/KARIM JAAFAR
Weißrussland und Island sorgen für Torrekord

Während sich der Gastgeber und der Topfavorit am Sonntag bereits für die EM-Hauptrunde qualifizieren konnten, haben Weißrussland und Island in Polen Geschichte geschrieben: Die Teams sorgten mit einem offenen Schlagabtausch für einen Torrekord bei Europameisterschaften.

Beim 39:38 (17:18)-Erfolg der Weißrussen fielen 77 Treffer - drei mehr als beim bisherigen Rekordspiel zwischen Island und Österreich (37:37) bei der Kontinentalmeisterschaft vor sechs Jahren.

Nachdem die Isländer zur Pause mit einem Treffer führten und nach Wiederbeginn zwischenzeitlich sogar auf vier Tore davonzogen, verloren sie im weiteren Spielverlauf immer mehr den Faden. Zahlreiche technische Fehler des Favoriten brachten die Weißrussen zurück in die Partie. Barys Pukhouski war mit elf Treffern überragender Akteur des Siegerteams. Weder den Weißrussen noch den Isländern waren zuvor in einem Pflichtspiel mehr Treffer gelungen.

Karabatic und Co. geben sich keine Blöße

Welt- und Europameister Frankreich hat auch sein zweites Spiel gewonnen und sich wie erwartet vorzeitig für die Hauptrunde qualifiziert. Das Team um Superstar Nikola Karabatic setzte sich in Krakau gegen Serbien mit 36:26 (19:16) durch und behauptete die Tabellenführung in der Gruppe A.

Der Sieg der Equipe Tricolore ging auch in dieser Höhe in Ordnung, weil sie von Beginn an sehr abgeklärt schien. Die zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung der Franzosen glichen die Serben zwar in der 22. Minute aus, doch danach legte der Favorit richtig los. Nach der Pause gab es für die Serben schließlich keine Hoffnung mehr, schon eine Viertelstunde vor Schluss zogen die Franzosen mit sechs Toren davon und konnten die Führung gegen einen resignierenden Gegner weiter ausbauen.

Kroatien unterliegt Norwegen

Etwas überraschend mit 31:34 musste sich im Parallelspiel Kroatien gegen Norwegen geschlagen geben. Acht Tore des als besten Spielers ausgezeichneten Kielers Domagoj Duvnjak waren zu wenig, um die Niederlage abzuwenden. Kristian Björnsen traf ebenfalls achtmal für Norwegen.

Zu Beginn sah es zunächst für kurze Zeit nach einer einfachen Nummer für die Kroaten aus, die aber über die komplette Spielzeit mit vielen Zeitstrafen zu kämpfen hatten und sich von den nervernstarken Skandinaviern letztlich abkochen ließen. Damit haben in der Gruppe B alle Teams einen Sieg und eine Niederlage - eine spannende Ausgangssituation.

Minimalistische Polen stehen in der Hauptrunde

Polen folgte am Sonntagabend den Franzosen in die Hauptrunde. Die Gastgeber schlugen Mazedonien mit 24:23 und fuhr damit nach dem 29:28-Auftaktsieg gegen Serbien bereits den zweiten hauchdünnen Erfolg ein.

Nach einer zwischenzeitlichen Vier-Tore-Führung kurz vor Schluss kamen die Polen gegen aufopferungsvoll kämpfende Mazedonier noch einmal in Bedrängnis. Im letzten Angriff bot sich dem Außenseiter die Chance zum Ausgleich. Aber die polnische Deckung hielt und wurde von der Sirene erlöst. Kiril Lazarov war mit acht Treffern bester Schütze der Mazedonier, für die polnische Auswahl war Kamil Syprzal sechsfach erfolgreich.

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