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DFB-Formcheck: Wer kann unter Löw überzeugen?

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  • DFB-Formcheck: Wer kann unter Löw überzeugen?

    DFB-Formcheck: Wer kann unter Löw überzeugen?

    Nach der desaströsen 0:3-Pleite in der Nations League gegen die Niederlande, konnten Toni Kroos und Co. im Kräftemessen mit Frankreich trotz der 1:2-Niederlage immerhin etwas Wiedergutmachung leisten. Das WM-Debakel hat aber weiterhin Spuren hinterlassen. Langjährige Leistungsträger wie Jérôme Boateng oder Thomas Müller sind längst nicht mehr unumstritten. Die Form der einzelnen DFB-Spieler im Check:
  • TOR: Manuel Neuer (FC Bayern München)

    TOR: Manuel Neuer (FC Bayern München)

    Das erste Mal seit seit der WM 2010 ist Manuel Neuer im DFB-Tor nicht mehr unantastbar. Nach seiner schweren Fußverletzung in der Vorsaison konnte der 32-Jährige bisher nicht dauerhaft an seine Glanzzeiten anknüpfen. Bereits vor der WM in Russland sollen einige DFB-Spieler eine Wachablösung im Tor gefordert haben. Mit einer souveränen Auftritt gegen Frankreich nahm die bayrische Nummer eins der Diskussion aber vorerst Wind aus den Segeln.
  • Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

    Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

    Barcelonas Stammtorwart hat sich zur echten Konkurrenz im DFB-Tor gemausert. Mit Barca hat der 26-Jährige bereits bewiesen, dass er auch international höchsten Ansprüchen genügt. Sollte Neuer patzen, ist ter Stegen bereit. Eine dauerhafter Wechsel im Tor könnte daher früher von statten gehen, als von vielen noch vor wenigen Monaten prophezeit.
  • Bernd Leno (FC Arsenal)

    Bernd Leno (FC Arsenal)

    Nach der verpassten WM rückte Leno wieder in den DFB-Kader - allerdings nur, weil Trapp verletzt absagen musste. Bereits das zweite Mal binnen weniger Tage, dass Leno von der Blessur eines Kollegen profitierte: Beim FC Arsenal hatte er den Zweikampf mit Petr Cech um den Platz im Tor eigentlich schon verloren, doch Oberschenkelprobleme bremsten den Tschechen aus und machten so den Weg für Leno frei. Dessen Einsätze im Gunners-Trikot waren bisher solide.
  • ABWEHR: Nico Schulz (1899 Hoffenheim)

    ABWEHR: Nico Schulz (1899 Hoffenheim)

    Gegen Frankreich zeigte der Hoffenheimer auf der linken Außenbahn eine ansprechende Leistung. Besonders seine Sprintstärke spricht im Duell mit Jonas Hector aktuell für den 25-Jährigen. Zudem schaltete sich Schulz mehrfach in die Offensive ein. Könnte sich zu einer echten Alternativen in der deutschen Nationalmannschaft entwickeln.
  • Mats Hummels (FC Bayern München)

    Mats Hummels (FC Bayern München)

    Hummels hat in der DFB-Elf die Rolle des Leaders und Leistungsträgers inne. Sein Wort hat Gewicht. Er ist einer der wenigen Spieler, die auch öffentlich Klartext reden und sich vor den TV-Kameras nicht in leere Phrasen flüchten. Für Löw also unverzichtbar. Allerdings hat Hummels in seinem Verein keinen Freifahrtschein, was zur großen Unzufriedenheit des Innenverteidigers beitragen soll.
  • Jérôme Boateng (FC Bayern München)

    Jérôme Boateng (FC Bayern München)

    Der ehemals unangefochtene Stamm-Innenverteidiger steckt nach einer desaströsen WM weiter in der Krise. Bei der 0:3-Schlappe gegen Holland erlebte Boateng einen rabenschwarzen Tag (sport.de-Note 5,5). Reiste anschließend verletzt ab. In dieser Form ohnehin nicht mehr erste Wahl im Zentrum. Für die Zukunft will sich der Weltmeister von 2014 aber seinen Platz im DFB-Team zurückholen. Er selbst sieht sich "noch nicht am Zenit".
  • Niklas Süle (FC Bayern München)

    Niklas Süle (FC Bayern München)

    Dem dritten zentralen Verteidiger des FC Bayern gehört ganz klar die Zukunft. Trotz seiner 23 Jahre agiert Niklas Süle auf dem Platz erstaunlich reif und abgeklärt, ist schnell, zweikampfstark, physisch ein Monster. Der Ex-Hoffenheimer bringt alles mit, was ein Innenverteidiger auf Weltklasseniveau heutzutage braucht. In München ist er auf lange Sicht der neue Abwehrchef, im DFB-Team dürfte das auch nur noch eine Frage der Zeit sein.
  • Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain)

    Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain)

    Kehrer absolvierte gegen Kylian Mbappé und Co. eine durchwachsene Partie, die vor allem noch Schwächen in der Defensive offenbarte. Zudem steht der Jungspund vor dem Dilemma, im Verein nicht erster Wahl zu sein. Zwar bekommt der Ex-Schalker unter Thomas Tuchel regelmäßig Einsatzzeit, ein Stammplatz im Pariser Starensemble ist aber nie garantiert. So wird es der 22-Jährige schwer haben, sich dauerhaft für einen Platz in der deutschen Auswahl zu empfehlen.
  • Matthias Ginter (Bor. Mönchengladbach)

    Matthias Ginter (Bor. Mönchengladbach)

    Ginter ist auf dem besten Weg sein Image als Wackelkandidat abzulegen. Im Gladbach-Trikot ist er derzeit wohl einer der stabilsten Abwehrspieler der Bundesliga. Auch gegen die Niederlande und Frankreich hatte der 24-Jährige als Teil einer mitunter schwachen Abwehrkette keine eklatanten Patzer im Spiel. Nach zwei großen Turnier (WM 2014, WM 2018), die der Abwehr-Allrounder ohne Einsatzminute auf der Bank verbringen musste, könnte Ginter beim kommenden EM endlich auf dem Platz stehen.
  • Jonas Hector (1. FC Köln)

    Jonas Hector (1. FC Köln)

    Machte beim 0:3 gegen Oranje keine gute Figur. Zwei Gegentore fielen über seine Abwehrseite. Die gefälligen Ausflüge nach vorne reichten daher nicht, um die Mankos in der Defensive auszugleichen. Gegen Frankreich fand sich der Kölner auf der Bank wieder. Muss sich künftig steigern, um weiter Einsatzminuten im DFB-Trikot zu sammeln.
  • MITTELFELD: Toni Kroos (Real Madrid)

    MITTELFELD: Toni Kroos (Real Madrid)

    Dank überragender sportlicher Leistungen hat sich Toni Kroos in den letzten Jahren zum vielleicht wichtigsten deutschen Nationalspieler entwickelt. Er gilt nicht umsonst als unersetzlich. Die nachrückende Konkurrenz auf seiner Position ist überschaubar, sein Platz im Team sicher. Auch in Madrid bleibt Kroos in der neuen Saison der Dreh- und Angelpunkt - auch wenn er zuletzt, wie das gesamte Team, in einer kleinen Formkrise steckte.
  • Emre Can (Juventus Turin)

    Emre Can (Juventus Turin)

    Sind alle Profis an Board, bleibt in der Nationalmannschaft eher kein Platz für Can. Der Juve-Profi rückte nur aufgrund der verletzungsbedingten Absagen von Antonio Rüdiger und Ilkay Gündogan in den Nations-League-Kader. Sein 57 minütiger Einsatz gegen die Niederlande (sport.de-Note 5) war zudem das Gegenteil einer gelungener Eigenwerbung. Auch bei Juve muss der 24-Jährige um seinen Stand kämpfen. Erst einmal stand der Neuzugang über die volle Distanz auf dem Platz.
  • Sebastian Rudy (FC Schalke 04)

    Sebastian Rudy (FC Schalke 04)

    Seine Nominierung für die Nations League kam nach dürftigen Leistungen bei den Königsblauen etwas überraschend. Seit drei Bundesliga-Partien wartet Rudy bereits auf einen Einsatz. Auch im DFB-Team schmorte der zentrale Mittelfeldspieler für 180 Minuten auf der Bank. Hat im fortgeschrittenen Alter von 28 Jahren zudem auch perspektivisch keine Chance, sich in der Nationalmannschaft fest zu etablieren.
  • Joshua Kimmich (FC Bayern München)

    Joshua Kimmich (FC Bayern München)

    Kimmich scheint im DFB-Team endgültig angekommen. Als zentraler Mittelfeldspieler war der Youngster gegen die Niederlande der einzige Lichtblick und auch im Frankreich-Spiel zog Kimmich gekonnt die Fäden. Fernab der Außenverteidigerposition schafft es der 23-Jährige endlich sein großes Potenzial auszuschöpfen. Ohne Frage wird Kimmich auch künftig eine entscheidende Rolle unter Bundestrainer Joachim Löw spielen.
  • ANGRIFF: Julian Draxler (Paris Saint-Germain)

    ANGRIFF: Julian Draxler (Paris Saint-Germain)

    Der Ex-Schalker holte nach der Pleite gegen die Niederlande zum verbalen Rundumschlag aus und sparte nicht mit Selbstkritik. Allerdings schafft es Draxler noch nicht, auf dem Platz Verantwortung zu übernehmen. Genau wie im Verein ist der Confed-Cup-Kapitän meist nur Edel-Joker. Will sich der 25-Jährige für höhere Aufgaben empfehlen, muss mehr Spielpraxis her. In diesem Zusammenhang könnte ein Vereinswechsel möglicherweise für eine Initialzündung sorgen.
  • Thomas Müller (FC Bayern München)

    Thomas Müller (FC Bayern München)

    Der Ur-Bayer rieb sich gegen die Niederlande auf - blieb aber glücklos. Eine Misere, die sich auch im Verein durchzieht. Beim FCB wartet der 29-Jährige seit fünf Spieltagen auf einen Treffer, seinen Stammplatz hatte er zuletzt sogar verloren. Will er diesen nicht auch im DFB-Team verlieren, muss Müller dringend zu seiner alten Form finden, mit der er im DFB-Dress unverzichtbar ist.
  • Leroy Sané (Manchester City)

    Leroy Sané (Manchester City)

    City-Profi Leroy Sané schafft es derzeit noch nicht, seine starke Form aus dem Klub in die DFB-Elf zu retten. Nach einem belebenden Auftritt von der Bank gegen Holland, schwächelte Sané mit einigen unglücklichen Entscheidungen gegen Frankreich. Angesichts des großen Potenzials muss sich Löw aber zum Ziel setzen, den Flügelflitzer langfristig zum absoluten Leistungstäger aufzubauen.
  • Julian Brandt (Bayer Leverkusen)

    Julian Brandt (Bayer Leverkusen)

    Auch wenn es mit seinen Kollegen von Bayer Leverkusen nicht rund läuft, muss sich Julian Brandt keine Sorgen um seinen Platz im DFB-Team machen. Gegen die Niederlande durfte der Offensiv-Akteur wieder einmal als Einwechselspieler ran. Dass Brandt die Trikotnummer zehn bekommt und damit in Fußstapfen von Legenden wie Lothar Matthäus tritt, zeigt dass der DFB ihm eine große Karriere zutraut.
  • Timo Werner (RB Leipzig)

    Timo Werner (RB Leipzig)

    Der Leipziger ist Stand jetzt auf Jahre hinaus nicht mehr aus dem DFB-Team wegzudenken - nicht nur, weil ernsthafte Konkurrenten im Angriff nicht in Sicht sind. Die ganz große Leistungsexplosion im Deutschland-Trikot lässt aber bisher weiter auf sich warten. Die jüngsten Auftritte in der Nations League fielen somit aus wie gewohnt: Bemüht? Ja! Effektiv? Nein!
  • Serge Gnabry (FC Bayern München)

    Serge Gnabry (FC Bayern München)

    Als falsche neun bestritt Gnabry im Kräftemessen mit Frankreich sein drittes Länderspiel. Der Neu-Bayer trumpfte selbstbewusst auf und empfahl sich so für weitere Einsätze. Beim FC Bayern ist Gnabry aber meist nur Edeljoker. Der 23-Jährige wartet nach acht Einsätzen noch auf seinen ersten Treffer für den deutschen Rekordmeister.
  • Mark Uth (FC Schalke 04)

    Mark Uth (FC Schalke 04)

    Die Berufung des Schalkers Mark Uth war eine große Überraschung. Gegen den Erzrivalen aus Holland durfte der Angreifer dann gleich von Beginn an ran. Ähnlich wie in Gelsenkirchen fehlte dem Ex-Hoffenheimer aber das letzte Quäntchen Glück. Muss im Verein dringend zur starken Form der Vorsaison (14 Tore) wiederfinden, um weiter für die Nationalelf berücksichtigt zu werden.
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