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Deutschland vs. Estland: Noten und Einzelkritik

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  • Deutschland vs. Estland: Die Noten des DFB-Teams

    Deutschland vs. Estland: Die Noten des DFB-Teams

    Am Dienstagabend traf die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation auf Estland. Gegen den Außenseiter aus dem Baltikum knüpfte das Team von Bundestrainer Joachim Löw an die gute Quali-Form an und siegte nach einem fulminanten Auftritt mit 8:0. Alle DFB-Akteure in der Einzelkritik:
  • TOR: Manuel Neuer - Note: 3,0

    TOR: Manuel Neuer - Note: 3,0

    Wie schon gegen Weißrussland hatte der Nationaltorwart von den Angriffen des Gegners nur selten etwas zu befürchten. In der ersten Hälfte war der Keeper in seinem Strafraum bis zum Vassiljev-Freistoß (45.) komplett beschäftigungslos. Nach dem Seitenwechsel war das Bild ein ähnliches. Hielt den Distanzschuss von Zenjov sicher (56.), musste ansonsten aber nicht mehr eingreifen.
  • ABWEHR: Thilo Kehrer - Note: 2,5

    ABWEHR: Thilo Kehrer - Note: 2,5

    Auf der rechten Abwehrseite interpretierte der Verteidiger von Paris Saint-Germain seine Rolle ähnlich offensiv, wie dies zuletzt Klostermann vorgemacht hatte. Wurde häufig an der Strafraumgrenze bedient und setzte vor dort aus immer wieder Nadelstiche. Eine seiner meist zielgenauen Flanken verwertete Reus zum 1:0 (11.). Tauchte nach der Pause aber etwas ab.
  • Niklas Süle - Note: 2,0

    Niklas Süle - Note: 2,0

    Der Abwehrchef machte seinen Job in den Innenverteidigung einmal mehr tadellos. Von den zaghaften Gästen wurde der Bayern-Spieler praktisch nie wirklich gefordert. Lief die Räume konzentriert zu und offenbarte so nicht einmal im Ansatz Räume zum Kontern.
  • Matthias Ginter - Note: 3,0

    Matthias Ginter - Note: 3,0

    Ähnlich wie Süle konnte sich auch der Gladbacher über einen sehr ruhigen Abend freuen. Musste in der eigenen Hälfte nur wenige Zweikämpfe führen und machte seinen Job meist fehlerfrei. Setzte zu einigen Ausflügen in die Offensive an, beschränkte sich im Spiel nach vorne aber auf einfache Zuspiele.
  • Nico Schulz (bis 45.) - Note: 3,0

    Nico Schulz (bis 45.) - Note: 3,0

    Die linkte Außenbahn beackerte der künftige Dortmunder wie üblich mit viel Einsatz. Zog abseits des Balls etliche Sprints hinter die gegnerische Abwehrreihe an und riss so viele Löcher für die Mitspieler. Konnte am Ball aber nur selten für kreative Impulse sorgen. Viele seiner Flanken verpassten ihren Adressaten.
  • Marcel Halstenberg (ab 46.) - Note: 2,0

    Marcel Halstenberg (ab 46.) - Note: 2,0

    Bereits zur Pause ersetzte der Leipziger Nico Schulz auf der linken Seite. Besetzte die Position ebenso offensiv, war bei den Angriffen der deutschen Mannschaft aber im Gegensatz zu Schulz ein echter Faktor. Bekam rund um den Strafraum viel Platz und nutzte diesen für zahlreiche Hereingaben. Bereitete so das 6:0 von Gnabry vor (62.).
  • MITTELFELD: Joshua Kimmich - Note: 1,5

    MITTELFELD: Joshua Kimmich - Note: 1,5

    Der Mittelfeldspieler übernahm im Zentrum die Rolle des Antreibers und bestimmte in vielen Szenen das Tempo. Verteilte die Bälle clever und suchte stets den besser postierten Mitspieler. Bereite so das 3:0 vor (20.) und leitete die Szene, die zum Elfmeter führte, ein (25.). Wenn er einmal keinen freien Kollegen fand, nutzte er die Freiräume vor dem Strafraum für Abschlüsse aus der Distanz (3., 55., 90.).
  • Leon Goretzka - Note: 2,0

    Leon Goretzka - Note: 2,0

    Nachdem es in Borisov für den Bayern-Spieler nur für einen Kurzeinsatz reichte, durfte Goretzka gegen Estland von Beginn an ran. Und das Vertrauen des Bundestrainers zahlte er eindrucksvoll zurück. Rückte häufig aus dem Mittelfeld mit in den Strafraum ein und hatte dort beste Möglichkeiten. Eine davon nutzte er per Kopf zum 3:0 (20.), kurz darauf holte er den Elfmeter heraus (25.).
  • Ilkay Gündogan (bis 53.) - Note: 1,0

    Ilkay Gündogan (bis 53.) - Note: 1,0

    Auch der dritte Mittelfeldspieler im DFB-Team machte ein bärenstarkes Spiel. Überzeugte mit seinem sicheren Passspiel und streute immer wieder Zuspiele mit Prädikat "Weltklasse" ein. Seine öffnenden Bälle leiteten das 1:0 und das 2:0 ein. Per Strafstoß erzielte er das 4:0 später selbst (26.). In dieser Form ist er eine echte Alternative für Toni Kroos.
  • Julian Draxler (ab 53.) - Note: 1,5

    Julian Draxler (ab 53.) - Note: 1,5

    Für die letzte halbe Stunde durfte auch der zweite PSG-Legionär im DFB-Team mitwirken. Kam hauptsächlich über die etwas ungewohnte Postion im Zentrum und brauchte einige Minuten, um sich dort zurechtzufinden. Drängte dann mit viel Spielwitz ins Rampenlicht und hatte vor dem 6:0 und dem 7:0 die Füße entscheidend im Spiel.
  • ANGRIFF: Serge Gnabry - Note: 1,5

    ANGRIFF: Serge Gnabry - Note: 1,5

    In der vorderen Dreierreihe zeigte der Offensiv-Akteur ein enormes Laufpensum und suchte ständig die Räume zwischen den Verteidigern. Stahl sich immer wieder von seinen Bewachern davon, ließ jedoch zunächst den Killer-Instinkt vor dem Tor vermissen (5.). Machte es später deutlich besser und besorgte aus kurzer Distanz die Treffer zum 2:0 (17.) und 6:0 (62.).
  • Marco Reus (bis 65.) - Note: 1,0

    Marco Reus (bis 65.) - Note: 1,0

    Statt nur auf Zuspiele in der gefährlichen Zone zu warten, bewegte sich der BVB-Kapitän ständig zwischen den Ketten und war dort immer anspielbar. Wenn er dann mit Tempo in den Strafraum einlief, wurde es immer gleich gefährlich. Nutzte seine erste gute Chance zum 1:0 (11.) und war danach fast im Minutentakt an Großchancen beteiligt. Legte mit seinem Freistoßtreffer nach und erhöhte kurz vor der Pause auf 5:0 (38.).
  • Timo Werner (ab 65.) - Note: 2,5

    Timo Werner (ab 65.) - Note: 2,5

    Als letzten Joker brachte Löw-Vertreter Marcus Sorg den Mittelstürmer für den überragenden Marco Reus. In der Schlussphase boten sich dem Leipziger noch mehrfach gute Chancen. Eine davon verwertete er mit einem überlegten Lupfer zum 7:0 (79.), zwei andere Möglichkeiten ließ er aus kurzer Distanz fahrlässig liegen (70., 78.).
  • Leroy Sané - Note: 1,5

    Leroy Sané - Note: 1,5

    Zunächst wurde dem Stürmer von seinen Mitspielern im Angriff ein wenig die Show gestohlen. Doch nach einer Viertelstunde meldete sich auch Sané zu Wort und legte das 2:0 mit viel Übersicht auf (17.). Ließ seine Klasse danach mehrfach aufblitzen, scheiterte zweimal an Lepmets (57., 74.) und bekam zwei Tore wegen Abseits aberkannt (68., 83.). Blieb jedoch am Drücker und kam kurz vor Schluss noch zu seinem Tor (89.).
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