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DFB-Formcheck: Wer ist gut drauf? Wer steckt in der Krise?

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  • DFB-Formcheck: Wer ist gut drauf? Wer steckt in der Krise?

    DFB-Formcheck: Wer ist gut drauf? Wer steckt in der Krise?

    Zum Saisonabschluss standen für die Spieler der deutschen Nationalmannschaft noch zwei Spiele in der EM-Qualifikation an. Gegen Weißrussland (2:0) und Estland (8:0) gab es überzeugende Siege. Wie schlugen sich die Neulinge? Was machen die verbliebenen Leistungsträger? Wer sind die Gewinner und Verlierer? Das DFB-Team im Formcheck:
  • TOR: Manuel Neuer (FC Bayern München)

    TOR: Manuel Neuer (FC Bayern München)

    Die vermeintlich bevorstehende Wachablösung im Tor der Nationalmannschaft ist wieder in weite Ferne gerückt. Neuer präsentierte sich zum Saisonabschluss noch einmal einmal in starker Verfassung, unterstrich mit starken Reflexen und einer aufsehenerregenden Dribbling-Einlagen gegen Weißrussland seinen Anspruch als deutsche Nummer eins.
  • Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

    Marc-André ter Stegen (FC Barcelona)

    In den letzten Monaten rückte ter Stegen immer näher an den Neuer heran und liebäugelte mit der Rolle als Stammtorwart. Ganz so bald wie gehofft, wird er den Münchner aber wohl nicht verdrängen. Der Barca-Keeper fehlte gegen Weißrussland und Estland verletzungsbedingt und konnte sich im Duell mit dem starken Neuer nicht empfehlen.
  • Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

    Kevin Trapp (Eintracht Frankfurt)

    Bei der Frankfurter Eintracht spielte Trapp eine starke Saison. Offen ist, ob er nach seiner Leihe bei den Hessen bleibt oder zu Paris Saint-Germain zurückkehrt. Unabhängig davon sind seine Einsatzchancen im DFB-Team aber gering.
  • Sven Ulreich (FC Bayern München)

    Sven Ulreich (FC Bayern München)

    Für den verletzten ter Stegen rückte der Ersatzmann des FC Bayern erstmals in den Kader von Bundestrainer Joachim Löw. Womöglich eine einmalige Angelegenheit: Sind Neuer, Trapp und ter Stegen fit, ist Ulreich wieder außen vor.
  • ABWEHR: Nico Schulz (1899 Hoffenheim)

    ABWEHR: Nico Schulz (1899 Hoffenheim)

    Der künftige BVB-Spieler gehört eindeutig zu den Gewinnern des Umbruchs. Auf der linken Seite bestach Schulz zuletzt durch sein Tempo und seine Offensiv-Qualitäten. Wenn er in Dortmund nun den nächsten Schritt macht, könnte er noch mehr zur festen Größe im DFB-Team werden.
  • Niklas Stark (Hertha BSC)

    Niklas Stark (Hertha BSC)

    Bereits zum zweiten Mal gehörte der Hertha-Youngster zum DFB-Aufgebot. Und obwohl er noch auf sein Debüt wartet, ist der 24-Jährige weiterhin ein interessanter Mann für die Zukunft. Stark ist schnell, technisch stark und sehr passsicher. Gute Voraussetzungen für die Nationalmannschaft, in der spielstarke Verteidiger gern gesehen sind.
  • Antonio Rüdiger (FC Chelsea)

    Antonio Rüdiger (FC Chelsea)

    Beim FC Chelsea war Rüdiger in der abgelaufenen Saison unumstrittene Stammkraft. Die Entwicklung des 26-Jährigen ist beeindruckend. Auch wenn er in der Rückrunde längere Zeit verletzt fehlte und die letzten Länderspiele verpasste: In Zukunft wird Rüdiger weiter zumindest zum erweiterten Stammpersonal gehören.
  • Niklas Süle (FC Bayern München)

    Niklas Süle (FC Bayern München)

    Seit der Ausbootung von Boateng und Hummels trägt Süle mehr denn je die Verantwortung. Trotz seiner 23 Jahre ist der Bayern-Profi erstaunlich reif und abgeklärt. Er ist schnell, zweikampfstark und physisch ein Monster. In München ist er auf dem besten Weg zum neuen Abwehrchef, auch beim DFB steigen seine Aktien rapide. Aktuell führt an ihm kein Weg vorbei.
  • Marcel Halstenberg (RB Leipzig)

    Marcel Halstenberg (RB Leipzig)

    Bei RB überzeugte Halstenberg in dieser Saison Woche für Woche und steuerte in der Bundesliga sechs Vorlagen und drei Tore bei. Die starken Leistungen haben Eindruck gemacht. Ob er sich in der Nationalmannschaft auf lange Sicht gegen Schulz behaupten kann, ist aber fraglich. Immerhin zeigte Halstenberg gegen Estland, dass er ein Spiel auch als Joker prägen kann.
  • Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

    Jonathan Tah (Bayer Leverkusen)

    Löw sieht in dem Leverkusener einen "Spieler für die Zukunft" mit "großem Talent." Dass Tah die Trikotnummer von Mats Hummels übernommen hat, zeigt das große Vertrauen des Bundestrainers. Dieses muss er nach einigen eher unauffälligen Auftritten im Nationaltrikot aber bald auch zurückzahlen. Kam gegen Estland nicht mehr zum Einsatz, weil er sich mit der U21 auf die EM vorbereitet.
  • Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain)

    Thilo Kehrer (Paris Saint-Germain)

    Der PSG-Profi bekam unter Thomas Tuchel zuletzt immer regelmäßiger Einsatzzeit, ein Stammplatz im Pariser Starensemble ist aber nie garantiert. Sofern Kimmich weiter im Mittelfeld spielt, ist die Konkurrenz auf der rechten Abwehrseite in der DFB-Auswahl jedoch überschaubar. Dort hat Kehrer im Moment die Nase vorn.
  • Matthias Ginter (Bor. Mönchengladbach)

    Matthias Ginter (Bor. Mönchengladbach)

    Der 25-Jährige ist auf dem besten Weg, seinen Status als ewiger Wackelkandidat abzulegen. Im Gladbach-Trikot war er zuletzt einer der stabilsten Abwehrspieler der Bundesliga. Nach zwei großen Turnieren (WM 2014 und 2018), die der Abwehr-Allrounder ohne Einsatzminute als Reservist verbringen musste, könnte Ginter bei der kommenden EM endlich auf dem Platz stehen - und das sogar als Stammspieler.
  • Jonas Hector (1. FC Köln)

    Jonas Hector (1. FC Köln)

    Dass Hector in der vergangenen Saison mit dem 1. FC Köln nur in der zweiten Liga kickte, hat seinen Chancen in der Nationalmannschaft geschadet. Längst ist er nicht mehr der einzige Kandidat auf der linken Abwehrseite. Vielmehr haben Schulz und Halstenberg den 29-Jährigen inzwischen überholt. Er wird sich mächtig strecken müssen, um weiter mitzuhalten.
  • Lukas Klostermann (RB Leipzig)

    Lukas Klostermann (RB Leipzig)

    Das Deutschland-Trikot zu tragen, ist für Lukas Klostermann kein ungewohntes Gefühl. Sechs Mal streifte er das DFB-Dress bei Olympia 2016 über. Von einer zentralen Rolle ist er im A-Team noch ein Stück weit entfernt. Kehrer hinterließ jüngst einen besseren Eindruck. Allerdings kann Klostermann bei der U21-EM noch Punkte sammeln. Dort wird Löw ganz genau hinschauen.
  • MITTELFELD: Toni Kroos (Real Madrid)

    MITTELFELD: Toni Kroos (Real Madrid)

    Nach dem DFB-Aus von Hummels, Boateng und Müller fragten sich viele Beobachter, ob Löw auch auf Kroos verzichten sollte. Der 29-Jährige befand sich mit Real Madrid zuletzt in einer schweren Krise und im persönlichen Formtief. Dass die Nationalmannschaft ohne ihn gute Leistungen zeigte, stärkt die Position der Kroos-Kritiker nur noch weiter. Gegen Weißrussland und Estland fehlte er mit muskulären Problemen.
  • Ilkay Gündogan (Manchester City)

    Ilkay Gündogan (Manchester City)

    Lange Zeit galt der ehemalige Dortmunder in der Nationalmannschaft als ewiger Bankdrücker. Nach einer starken Saison bei Manchester City drängt er nun aber mit aller Kraft ins Rampenlicht. Die Abwesenheit von Toni Kroos beim DFB-Team nutzte Gündogan eindrucksvoll und unterstrich seinen Anspruch auf einen Stammplatz.
  • Leon Goretzka (FC Bayern München)

    Leon Goretzka (FC Bayern München)

    In der Debüt-Saison beim FC Bayern hinterließ Goretzka einen positiven Gesamteindruck. Seine Torgefahr aus dem Mittelfeld ist im Nationalteam ein Alleinstellungsmerkmal. Hält er sein Niveau, wird er auch in der Nationalmannschaft eine tragende Rolle spielen - zumindest als Spieler Nummer 12 oder 13 im Kader.
  • Joshua Kimmich (FC Bayern München)

    Joshua Kimmich (FC Bayern München)

    Anders als beim FC Bayern ist Kimmich unter Joachim Löw als zentraler Mittelfeldspieler vorgesehen - und füllte diese Rolle zuletzt mit Bravour aus. Auch neben dem Platz ist er als Führungsspieler längst nicht mehr wegzudenken. Eine der neuen Säulen des Nationalteams nach dem Umbruch.
  • Julian Draxler (Paris Saint-Germain)

    Julian Draxler (Paris Saint-Germain)

    Als Spieler von PSG hat Draxler gelernt, mit dem Konkurrenzkampf umzugehen. Doch während er in Paris inzwischen regelmäßig zur Startelf gehört, ist ihm dieser Schritt in der DFB-Elf aktuell nur selten vergönnt. Seine Qualitäten braucht die Nationalmannschaft aber weiterhin, selbst wenn er sie nur als Joker einbringt.
  • Kai Havertz (Bayer Leverkusen)

    Kai Havertz (Bayer Leverkusen)

    Der Teenager ist zweifelsfrei eines der größten Talente Deutschlands, überzeugte in der abgelaufenen Saison mit überragenden Leistungen in der Bundesliga. Im DFB-Team ist die Konkurrenz aber riesig. Einen Stammplatz hat Havertz daher noch längst nicht sicher. Klar ist aber: Löw und Co. setzen für die Zukunft großen Hoffnungen in den Leverkusener.
  • ANGRIFF: Leroy Sané (Manchester City)

    ANGRIFF: Leroy Sané (Manchester City)

    Der City-Star schaffte es in der Vergangenheit oft nicht, seine Form aus dem Klub ins Nationalteam zu übertragen. Logische, allerdings auch umstrittene Folge: die Nichtberücksichtigung für die WM. Nach dem Desaster in Russland ist Sané plötzlich nicht mehr wegzudenken. An seine spielerische Klasse kommen im DFB-Team nur wenige Spieler heran.
  • Julian Brandt (Bayer Leverkusen)

    Julian Brandt (Bayer Leverkusen)

    Dass Brandt die Trikotnummer 10 bekommen hat und damit in die Fußstapfen von Legenden wie Lothar Matthäus tritt, zeigt, dass ihm die Verantwortlichen beim DFB eine große Karriere zutrauen. Trotz einer starken Rückrunde ist der 23-Jährige derzeit aber nur zweite Wahl. Wie künftig beim BVB kämpft Brandt in ersten Linie mit Marco Reus um einem Stammplatz - und hat dabei aktuell das Nachsehen.
  • Marco Reus (Borussia Dortmund)

    Marco Reus (Borussia Dortmund)

    Nach einer herausragenden Saison in Dortmund präsentierte sich Reus auch im Nationalteam zuletzt ungemein formstark - und formulierte klar seinen Anspruch auf einen Stammplatz. Spielwitz und Torgefahr des BVB-Kapitäns suchen in der deutschen Mannschaft ihresgleichen. Bleibt eigentlich nur zu hoffen, dass Reus gesund bleibt.
  • Timo Werner (RB Leipzig)

    Timo Werner (RB Leipzig)

    Trotz 16 Treffern in der zurückliegenden Bundesliga-Saison ist der steile Aufstieg des Youngsters ins Stocken geraten. Im Nationalteam ist Werner nur noch Bankdrücker. Der Abstand zu den gesetzten Kräften scheint weiter zu wachsen. Offen ist zudem, wie es mit ihm auf Vereinsebene weitergeht. Die Gerüchte um einen Wechsel zum FC Bayern scheinen den früheren Stuttgarter zu verunsichern.
  • Serge Gnabry (FC Bayern München)

    Serge Gnabry (FC Bayern München)

    Gnabry hat seine Chance beim FC Bayern genutzt und sich auf der Außenbahn festgespielt. Während seine Teamkollegen schwächelten, war der 23-Jährige fast immer ein Aktivposten. Die positive Entwicklung des Olympia-Helden von 2016 ist dem Bundestrainer nicht verborgen geblieben. Beim DFB-Team ist er weiter auf dem aufsteigenden Ast, wirbelte gegen Weißrussland und Estland zusammen mit Reus und Sané in vorderster Front.
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