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Das Transferzeugnis der Bundesligisten

Sommer 2020

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  • Das Transferzeugnis der Bundesligisten

    Das Transferzeugnis der Bundesligisten

    Der Transfersommer 2020 dürfte allen Beteiligten noch lange in Erinnerung bleiben. Aufgrund der finanziellen Einbußen infolge der Corona-Pandemie saß das Geld bei den meisten Bundesliga-Klubs keineswegs locker. Leih-Deals standen im Vordergrund, Ablösen wurden seltener gezahlt. So haben sich BVB, Bayern und Co. auf dem schwierigen Parkett geschlagen ...
  • FC Augsburg - Note: 1,5

    FC Augsburg - Note: 1,5

    Aus wenig viel machen, war die Devise und das ist Augsburg gelungen. Dass man Philipp Max für "nur" 8 Mio. nach Eindhoven ziehen lassen musste, ist wohl auch Corona geschuldet, die Zugänge können sich in Augsburg dafür aber aber sehen lassen. Die Max-Millionen flossen in die Dienste von Felix Uduokhai. Mit Tobias Strobl, Rafal Gikiewicz sowie Daniel Caligiuri kamen zudem drei echte Verstärkungen ablösefrei - viel mehr geht nicht.
  • Eintracht Frankfurt - Note: 2,5

    Eintracht Frankfurt - Note: 2,5

    Sportvorstand Fredi Bobic betonte mehrfach, dass ein "Kracher"-Deal aufgrund der finanziellen Schieflage infolge der Corona-Pandemie nicht möglich sei, machte seinen Job aber dennoch mehr als solide. Zuber tauschte man mit Hoffenheim gegen Gacinovic, die Talente Ragnar Ache und Ajdin Hrustic angelte man sich günstig und Markus Schubert und Amin Younes wechselten auf Leihbasis. Unterm Strich steht ein leichtes Transferplus und ein ausgedünnter Kader.
  • Borussia Dortmund - Note: 3

    Borussia Dortmund - Note: 3

    Mit Jude Bellingham hat sich der BVB einmal mehr eines der begehrtesten Talente des europäischen Fußballs gesichert. Ob Routinier Thomas Meunier Achraf Hakimi ersetzen kann, muss sich allerdings noch zeigen. Dass man den Marokkaner nicht halten konnte, trübt die Transferperiode zudem etwas. Außerdem hätte eine weitere Top-Option für die Innenverteidigung dem Kader gutgetan.
  • TSG Hoffenheim - Note: 2,5

    TSG Hoffenheim - Note: 2,5

    Für Mijat Gacinovic (kam im Tausch mit Zuber) und die Leihen von Sebastian Rudy und Ryan Sessegnon mussten die Kraichgauer keine nennenswerten Summen zahlen, für Bittencourt und Gregor Kobel kassiert man auf der anderen Seite immerhin zwölf Millionen Euro. Zudem wurde der Kader deutlich verkleinert und alle Leistungsträger wurden gehalten.
  • Werder Bremen - Note: 5

    Werder Bremen - Note: 5

    Dass man den meist verletzten Leihspieler Ömer Toprak aufgrund einer Kaufpflicht für vier Millionen vom BVB kaufen musste, war schon kein perfekter Start in die Transferperiode. Dass der dringend benötigte Sechser nicht gefunden, Vizekapitän Davy Klaassen ersatzlos verkauft wurde und der Kader größtenteils nur mit Talenten aufpoliert wurde, machte die Sache nicht besser. Die erhofften Millionen für Milot Rashica blieben ebenfalls aus.
  • RB Leipzig - Note: 2,5

    RB Leipzig - Note: 2,5

    Da ein Timo Werner nicht eins-zu-eins zu ersetzen ist, verstärkten sich die Sachsen in der Breite - ohne auf Qualität zu verzichten. Für Sturm-Hüne Alexander Sörloth sowie die schnellen Hee-chan Hwang und die Leihe von Justin Kluviert investierte man etwa die Hälfte der für Werner kassierten 60 Millionen. Weiterer wichtiger Baustein: RB einigte sich mit Manchester City auf die Verlängerung der Leihe von José Angelino.
  • VfB Stuttgart - Note: 2,5

    VfB Stuttgart - Note: 2,5

    Mit Pascal Stenzel und Gregor Kobel konnte der VfB ein Leih-Duo, das 2019/20 einen sehr guten Eindruck hinterließ, fest an sich binden, Verteidiger Waldemar Anton ist ein weiterer Zugewinn und auch der japanische Nationalspieler Wataru Endo macht einen guten Eindruck. Die teuren und aussortierten Holger Badstuber und Ailton wurde man jedoch nicht los. Das wenig erfolgreiche Kapitel Chadrac Akolo musste zudem mit Verlust beendet werden.
  • Union Berlin - Note: 1,5

    Union Berlin - Note: 1,5

    Klar, der Verkauf von Top-Stürmer Sebastian Andersson tut weh, füllte aber auch die Kassen (6 Mio.). 18 weitere Profis verließen Berlin ablösefrei oder auf Leihbasis und entschlackten den Kader, der mit überraschend prominenten Namen aufgemöbelt wurde. Mit Robin Knoche, Loris Karius (Leihe) und Max Kruse verpflichtete Union drei Ex-DFB-Stars zum Nulltarif und setzte damit ein Ausrufezeichen.
  • Arminia Bielefeld - Note: 3

    Arminia Bielefeld - Note: 3

    Null Euro investiert, null Euro kassiert. Arminias Mini-Etat ließ keine großen Sprünge zu und dennoch darf man auf der Alm zufrieden mit dem Transfersommer sein. Die Leihen von Ritsu Doan, Sergio Córdova und Arne Maier klingen vielversprechend. Mit Mike van der Hoorn holte man zudem einen Verteidiger zum Nulltarif, der in England und den Niederlanden bereits massig Erfahrung gesammelt hat. Bitter: Der ablösefreie Verlust von Jonathan Clauss.
  • FSV Mainz - Note: 5,0

    FSV Mainz - Note: 5,0

    In Mainz spielt man 2020/21 mit dem Feuer und droht, sich ganz schmerzhaft zu verbrennen. Angesichts von eingestrichenen zehn Mio. Euro für Ridle Baku durfte man durchaus namhafte Neuzugänge erwarten, es blieb jedoch bei Junioren-Nationalspieler Luca Kilian, der für zwei Mio. Euro vom SC Paderborn kam. Wohl auch, da der Verkauf von Stars wie Mateta, Quaison, Boetius, Niakhaté trotz vollmundiger Ankündigungen ausblieb.
  • Borussia Mönchengladbach - Note: 3,5

    Borussia Mönchengladbach - Note: 3,5

    Die Leihen von Hannes Wolf und Valentino Lazaro (jeweils etwa 1,5 Mio. Euro) sind das Prunkstück der Gladbach-Transferplanung. Zuletzt steckte das Österreich-Duo allerdings eher in der Karrieresackgasse und muss wohl aufgepäppelt werden. Manager Max Eberl betonte aber ohnehin, "der wichtigste Transfer" war, dass alle Leistungsträger an Bord blieben. Selbiges gilt allerdings auch für das Gros der aussortierten Kräfte.
  • SC Freiburg -  Note: 2,5

    SC Freiburg - Note: 2,5

    Wie so oft ist das beschauliche Breisgau einigen Leistungsträger mal wieder zu klein geworden: Für Luca Waldschmidt, Robin Koch und Alexander Schwolow kassierte man jedoch üppige 35 Mio. Euro Schmerzensgeld. Knapp 15 Mio. brachte Freiburg wieder in Umlauf, knackte dabei mit Baptiste Sanatamaria (10 Mio.) den eigenen Transfer-Rekord und landete einen Volltreffer. Mit Ermedin Demirovic kam zudem eine neue Sturmhoffnung.
  • Hertha BSC - Note: 3,0

    Hertha BSC - Note: 3,0

    Während das Gros der Liga jeden Cent zweimal umdreht, darf Hertha die Millionen von Investor Lars Windthorst munter auf den Markt bringen. Knapp 30 Mio. Euro investierte man in Jhon Córdoba, Alexander Schwolow, Deyovaisio Zeefuik und Omar Aldrete - zumindest die beiden Erstgenannten sind auf Anhieb Zugewinne. Nichtmehr benötigte Spieler füllten das Säckl zudem mit etwa zehn Millionen. Lediglich den ganz großen Namen (Mario Götze?) zog man diesmal nicht an Land.
  • Bayer Leverkusen -  Note: 4

    Bayer Leverkusen - Note: 4

    Greifen alle Bonuszahlungen hat Bayer Leverkusen mit dem Verkauf von Kai Havertz und Kevin Volland im Sommer 2020 115 Millionen Euro eingenommen und mächtig Qualität eingebüßt. Havertz war nicht zu halten, die Ablöse zu verlockend, aber alles auf die teure Karte Patrick Schick (kam für 26,5 Mio. aus Rom) zu setzen, ist gewagt. Vor allem ob der Ansprüche der Werkself.
  • FC Bayern - Note: 3

    FC Bayern - Note: 3

    Marc Roca, Eric Maxim Choupo-Moting, Douglas Costa, Bouna Sarr - auf der Zielgeraden des Transferfensters schlug Bayern nochmal richtig zu. Für Furore sorgte allerdings wohl nur der erheblich früher eingestielte Zugang von Leroy Sané von Manchester City - zumal die Ablöse im Sommer 2019 deutlich höher ausgefallen wäre. Zudem blitzte man bei Sergino Dest und Callum Hudson-Odoi ab und verlor mit Thiago einen wichtigen Spieler.
  • VfL Wolfsburg - Note: 3,5

    VfL Wolfsburg - Note: 3,5

    Mega-Transfers hat auch der VfL in diesem Sommer nicht getätigt, zehn Millionen Euro für den 22-jährigen Ridle Baku an Mainz zu überweisen, wirkt aber happig. Jeweils 3,5 Mio. flossen ansonsten für die Youngster Bartosz Bialek und Maxence Lacroix. Zudem wurde Ex-BVB-Angreifer Maximilian Philipp von Dinamo Moskau geliehen. Auf Anhieb werden die Neuzugänge die Wölfe aber wohl nicht auf ein neues Level heben.
  • 1. FC Köln - Note: 4

    1. FC Köln - Note: 4

    Leihspieler Mark Uth konnte man nicht halten, Jhon Córdoba musste man angesichts von 15 Mio. Euro Ablöse nach Berlin ziehen lassen. Auf der Gegenseite hat Köln allerdings auch über 17 Mio. Euro auf den Markt geschmissen und muss nun beten, dass Ondrej Duda und Córdoba-Ersatz Sebastian Andersson zünden. Positiv: der Kader wurde verkleinert, BVB-Leihgabe Marius Wolf könnte zudem perfekt passen. Alles in allem hat man jedoch eher keine Qualität gewonnen.
  • FC Schalke 04 - Note: 4

    FC Schalke 04 - Note: 4

    Einst herrschte Ebbe (Sand) in Schalker Sturmzentrum, inzwischen nur noch Ebbe in den Kassen. Kein Wunder also, dass der ohnehin unausgewogene Kader nicht wirklich glanzvoll aufpoliert wurde. Im Gegenteil: Mit Weston McKennie musste ein Leistungsträger verkauft werden. Immerhin wurde das Gehaltsgefüge etwas entspannt, für alle Planstellen zumindest ein Akteur verpflichtet. Dass man Daniel Caligiuri ablösefrei ziehen ließ, dürfte man auf Schalke allerdings noch bereuen.
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