Anzeige

BVB-Saisonzeugnis: Wer enttäuschte, wer überzeugte?

«
  • BVB-Saisonzeugnis: Wer enttäuschte, wer überzeugte?

    BVB-Saisonzeugnis: Wer enttäuschte, wer überzeugte?

    Borussia Dortmund hat eine wechselhafte Spielzeit hinter sich - nicht nur wegen der Corona-Krise und ihrer Auswirkungen. Zwar erreichte der BVB erneut Platz zwei hinter dem FC Bayern, das große Ziel Meisterschaft wurde aber verpasst. Dazu kam das nicht zufriedenstellende Abschneiden in den Pokal-Wettbewerben. Welche Spieler überzeugten? Wer enttäuschte? Hier kommt das Saisonzeugnis der Dortmund-Stars:
  • TOR: Roman Bürki -  Note: 2

    TOR: Roman Bürki - Note: 2

    Überwiegend ein sicherer Rückhalt. Überzeugte neben starken Paraden auf der Linie auch mit gutem Stellungsspiel und verbesserter Ballbehandlung mit dem Fuß. Rettete vor der Winterpause mit einer Fabelleistung gegen Slavia Prag das Weiterkommen in der Champions League, sah aber in der Rückrunde beim 0:1 gegen die Bayern bei Kimmichs Lupfertor nicht gut aus.
  • Marwin Hitz - Note: 1

    Marwin Hitz - Note: 1

    Kam im Herbst zu acht Pflichtspieleinsätzen. Die Leistungen dabei: zwischen grundsolide und richtig stark. Erfüllte also alle Erwartungen an eine Nummer zwei. In der Rückrunde dann nicht mehr gebraucht.
  • Eric Oelschlägel - ohne Bewertung

    Eric Oelschlägel - ohne Bewertung

    Wollte den Verein im letzten Sommer eigentlich verlassen, verlängerte aber schlussendlich doch um ein Jahr. Saß insgesamt sieben Mal bei den Profis auf der Bank, spielte aber lediglich in der Regionalliga West für die zweite Mannschaft des BVB (15 Einsätze). Nach der Saison stehen die Zeichen auf Abschied.
  • Luca Unbehaun - ohne Bewertung

    Luca Unbehaun - ohne Bewertung

    Der Gewinner der Fritz-Walter-Medaille 2018 war 2019 lange aufgrund eines Knorpelschadens außer Gefecht. Absolvierte dann noch sieben Einsätze in der U19-Bundesliga, fünf in der Youth League und fünf in der Regionalliga West. Fungiert ab der kommenden Saison offiziell als Nummer drei.
  • ABWEHR: Manuel Akanji - Note 3,5

    ABWEHR: Manuel Akanji - Note 3,5

    Spielte eine katastrophale Hinrunde mit vielen (auch spielentscheidenden) Patzern und dem Eigentor beim bitteren 2:2 in Freiburg. Verlor im Herbst zunächst seinen Stammplatz an Dan-Axel Zagadou, profitierte nach der Corona-Pause aber von der Verletzung des Franzosen. In den finalen Wochen der Saison dann deutlich stabiler in seinen Leistungen.
  • Leonardo Balerdi - Note: 4,0

    Leonardo Balerdi - Note: 4,0

    Stand bei Trainer Lucien Favre bis zum Frühjahr nicht hoch im Kurs und in der Hinrunde häufig nicht einmal im Kader. Durfte nach der Corona-Pause dann zunächst ein paar Mal kurz als Joker ran. Dabei im positiven Sinne unauffällig. Ganz schwache Leistung beim Startelf-Debüt am letzten Spieltag gegen Hoffenheim.
  • Achraf Hakimi - Note 2,5

    Achraf Hakimi - Note 2,5

    War nach Favres Umstellung auf 3-4-3 im Herbst in einer deutlich offensiveren Rolle gefragt. Im Vorwärtsgang mit seinem beeindruckenden Tempo und seiner Wucht eine echte Waffe (19 Torbeteiligungen in 45 Pflichtspielen), defensiv immer wieder mit Nachlässigkeiten. Verlässt den BVB nach seiner Leihe von Real Madrid definitiv, wohl in Richtung Inter Mailand.
  • Mats Hummels - 1,5

    Mats Hummels - 1,5

    Konnte das Münchner Titel-Gen zwar (noch) nicht wie gewünscht auf den BVB übertragen, avancierte aber auf Anhieb zum Abwehrchef und zur Führungskraft. Leistungstechnisch wenige Ausreißer nach unten, absolute Weltklasse im ersten Champions-League-Gruppenspiel gegen Barca (0:0). Über die gesamte Saison gesehen konstantester Dortmunder Feldspieler.
  • Mateu Morey - Note 3,0

    Mateu Morey - Note 3,0

    Kam erst im Endspurt der Saison zu seinen ersten Einsätzen für die BVB-Profis, ließ dabei sein Talent aufblitzen. Gute Leistung beim Startelf-Debüt in Leipzig am 33. Spieltag, ging gegen Hoffenheim dann mit unter. Womöglich ein Kandidat für mehr Spielzeit in der kommenden Saison.
  • Lukasz Piszczek - Note 2,5

    Lukasz Piszczek - Note 2,5

    Ein echtes Phänomen. Trotz seiner inzwischen 35 Jahre immer noch top fit und unumstrittener Stammspieler und Leistungsträger, auch in neuer Rolle rechts in der Dreierkette. In der Kabine zudem eine Integrationsfigur. Bleibt dem BVB noch bis 2021 erhalten.
  • Marcel Schmelzer - ohne Bewertung

    Marcel Schmelzer - ohne Bewertung

    Spielte unter Favre wenig überraschend kaum noch eine Rolle, obwohl ihm der BVB im letzten Sommer einen Wechsel untersagte. Schmelzers bittere Bilanz: 59 Einsatzminuten wettbewerbsübergreifend. Einziger Lichtblick war sein Jokertor beim 6:1 gegen Paderborn. Wird Dortmund nach der Saison nach 13 Jahren wohl den Rücken kehren.
  • Nico Schulz - Note: 5,0

    Nico Schulz - Note: 5,0

    Konnte nicht beweisen, warum der BVB für ihn im letzten Sommer 25 Millionen Euro nach Hoffenheim überwies. Hinten mit einigen Aussetzern und nach vorne längst nicht so stark wie erhofft. Profitierte nicht einmal von der Umstellung auf sein selbsterklärtes Lieblingssystem mit defensiver Dreierkette, zudem mehrfach von kleineren Verletzungen geplagt.
  • Dan-Axel Zagadou - Note: 2,0

    Dan-Axel Zagadou - Note: 2,0

    Bis November quasi gar nicht gefragt, dann einer der Garanten für die erhöhte defensive Stabilität des BVB. In den Luftduellen ohnehin eine Bank, aber auch sprint- und passstark. Zog sich im April einen Außenbandanriss im Knie zu und konnte deswegen nach der Corona-Pause nicht mehr entscheidend mithelfen.
  • Julian Brandt - Note 2,0

    Julian Brandt - Note 2,0

    Brauchte nach seinem Wechsel aus Leverkusen eine längere Anlaufzeit, zudem von Favre zunächst häufig auf dem Flügel und sogar als falsche Neun eingesetzt. Als Zehner oder Achter aber fast immer einer der stärksten Borussen, mit einigen spielentscheidenden Aktionen und toller Leistung im Geister-Derby gegen Schalke. Hat zudem noch massig Luft nach oben.
  • Jacob Bruun Larsen - ohne Bewertung

    Jacob Bruun Larsen - ohne Bewertung

    Galt als großes Talent, letztlich war der BVB aber eine Nummer zu groß für den einmaligen dänischen Nationalspieler. Suchte nach einigen wenigen Kurzeinsätzen in der Hinrunde im Januar eine neue Herausforderung in Hoffenheim. Spülte dem BVB bei seinem Wechsel immerhin neun Millionen Euro in die Kasse.
  • Mahmoud Dahoud - Note 4,0

    Mahmoud Dahoud - Note 4,0

    Enttäuschend in der Hinrunde und im Frühjahr, nach der Corona-Pause dann aber plötzlich richtig stark und zunächst einer der Gewinner des Restarts. Zog sich Ende Mai allerdings eine Knieverletzung zu, die seinen Aufwärtstrend jäh stoppte. So konnte er keine weiteren Argumente für eine bessere Benotung sammeln.
  • Thomas Delaney - Note 3,5

    Thomas Delaney - Note 3,5

    In der Hinrunde überraschend nur Teilzeit-Arbeiter, allerdings mit ordentlichen Leistungen, dann monatelang wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk und anschließender Knieprobleme außer Gefecht. Nach der Corona-Pause nach Witsels Ausfall wieder gefragt und solide wie eh und je. Anschließend stoppte ihn erneut eine Muskelverletzung. Unter dem Strich eine sehr durchwachsene Saison für den Dänen.
  • Raphael Guerreiro - Note 2,5

    Raphael Guerreiro - Note 2,5

    War im letzten Sommer fast weg, verlängerte dann aber doch bis 2023. Wechselhafte Hinrunde mit Licht und Schatten, nach der Umstellung auf 3-4-3 dann aber deutlich konstanter und zu Beginn der Rückrunde phasenweise überragend. Baute nach der Corona-Pause zum Saisonende hin dann aber wieder ab.
  • Thorgan Hazard - 2,0

    Thorgan Hazard - 2,0

    Rechtfertigte seine Ablösesumme von 25,5 Millionen Euro mit guten Leistungen. An vielen wichtigen Toren beteiligt, nach Sancho wettbewerbsübergreifend der beste Scorer im Kader, noch vor Reus, Haaland und Co. In den Do-or-Die-Spielen wie gegen die Bayern, PSG im Champions-League-Achtelfinale oder Werder im Pokal fehlte dem Belgier noch etwas der Punch.
  • Tobias Raschl - ohne Bewertung

    Tobias Raschl - ohne Bewertung

    Der 19-Jährige ist schon seit Sommer 2015 beim BVB und erhielt im März 2019 einen Profi-Vertrag. Stand in der abgelaufenen Saison regelmäßig im Profi-Kader, kam allerdings nur zu einem Kurzeinsatz, am letzten Spieltag gegen Hoffenheim - natürlich auch wegen der riesigen Konkurrenz im defensiven Mittelfeld.
  • Marco Reus - Note: 3,5

    Marco Reus - Note: 3,5

    Nahm seine Rolle als Kapitän gut an und war sich auch nicht zu schade, Dinge offen und öffentlich anzusprechen. Während der Dortmunder Schwächephase in der Hinrunde aber völlig außer Form, fing sich erst Ende des Jahres wieder. Zog sich beim Pokal-Aus in Bremen dann eine mysteriöse Muskelverletzung zu und stand seitdem nicht mehr auf dem Platz.
  • Jadon Sancho - Note 2,0

    Jadon Sancho - Note 2,0

    Auf dem Platz jetzt schon einer der besten Spieler Europas auf seiner Position, 40 Torbeteiligungen in 44 Pflichtspielen sprechen eine deutliche Sprache. Sorgte mit seinen Eskapaden abseits des Platzes aber für viel Unruhe beim BVB. Dauerthema bleibt zudem und aufgrund der Verlängerung des Transferfensters wohl noch mehrere Monate sein möglicher Abgang.
  • Emre Can - Note 1,5

    Emre Can - Note 1,5

    Kam in der Winterpause von Juventus, auf Anhieb ein Anführer auf und neben dem Platz. Bildete meist mit Witsel zusammen die Mittelfeld-Zentrale, überzeugte aber fast ohne Qualitätsverlust auch als Innenverteidiger. Könnte die Titel-Chancen des BVB in den nächsten Jahren drastisch erhöhen.
  • Julian Weigl - Note: 4,5

    Julian Weigl - Note: 4,5

    Kam auf seiner Lieblingsposition im defensiven Mittelfeld nicht an Witsel vorbei, als Innenverteidiger in der Hinrunde auch eher mit durchwachsenen Leistungen. Beendete daraufhin im Januar das Kapitel BVB und wechselte für 20 Millionen Euro zu Portugals Rekordmeister Benfica.
  • Axel Witsel - Note 2,0

    Axel Witsel - Note 2,0

    Nicht ganz so überragend wie in seiner Premierensaison beim BVB, dennoch mit starken Leistungen und sehr wenigen Ausreißern nach unten. Fiel nach seinem kuriosen Treppensturz mehrere Wochen aus, war danach jedoch schnell wieder der Alte. Kam im "Geister-Clásico" gegen den FC Bayern wegen muskulärer Probleme nur zu einem Kurzeinsatz - womöglich wäre das Titelrennen sonst spannender geworden.
  • Giovanni Reyna - Note: 2,0

    Giovanni Reyna - Note: 2,0

    Das nächste ganz große Juwel in Reihen des BVB. Machte in der Rückrunde mehrfach bei Joker-Einsätzen auf sich aufmerksam, gab beim "Vize-Endspiel" in Leipzig dann ein starkes Startelf-Debüt. Fußballerisch und menschlich unglaublich reif für seine 17 Jahre, könnte in der kommenden Saison ans Tor zur Stammformation klopfen.
  • ANGRIFF: Paco Alcácer - Note 3,5

    ANGRIFF: Paco Alcácer - Note 3,5

    Erneut mit ordentlicher Quote (sieben Treffer in 15 Pflichtspielen), aber weiter mit vielen Zipperlein und zu wenig Robustheit in seinem Spiel. Zog sich nach einigen Partien auf der Bank am Ende der Hinrunde in den Schmollwinkel zurück. Die logische Folge: der Abgang, zurück in seine spanische Heimat zum FC Villarreal. Die Ablösesumme betrug immerhin 23 Millionen Euro.
  • Mario Götze - Note 4,5

    Mario Götze - Note 4,5

    Durfte in seiner letzten BVB-Saison gerade einmal 609 Minuten absolvieren und konnte dabei kaum Argumente für mehr Einsatzzeit sammeln. Fehlte im Saison-Endspurt, weil er nach der zu frühen Geburt seines ersten Kindes in Absprache mit dem BVB die DFL-Hygienevorschriften nicht mehr einhielt. Sein zweites Engagement in Dortmund war unter dem Strich ein großes Missverständnis. Wohin es ihn zieht, ist noch offen.
  • Erling Haaland - Note 1,0

    Erling Haaland - Note 1,0

    Der vielleicht beste Winter-Einkauf der Bundesligageschichte. Kam sah - und traf nicht nur wie am Fließband (16 Tore in 18 Pflichtspielen), sondern tut dem Team auch mit seiner Spielweise und Mentalität unglaublich gut. Wird den BVB-Fans noch viel Freude bereiten und dem Klub irgendwann eine Menge Geld in die Kassen spülen.
»
Anzeige