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Wie mächtig sind die neuen Bayern-Bosse?

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  • Wie mächtig sind Bayerns neue Bosse?

    Wie mächtig sind Bayerns neue Bosse?

    Nach fast 50 Jahren beim FC Bayern hat Uli Hoeneß die große Bühne verlassen. Er legte er sein Amt als Vereinspräsident sowie den Posten als Aufsichtsratschef nieder. Damit beginnt für den Rekordmeister eine neue Ära. Wir stellen die neue Führungsriege vor:
  • Neuer Präsident des FC Bayern ist Herbert Hainer. Der ehemalige Chef des Sportartikel-Herstellers Adidas wird das Amt anders ausfüllen als sein Vorgänger. Hainer bringt vor allem wirtschaftliche Expertise mit und ist in der Branche bestens vernetzt.
  • In die täglichen Abläufen wird sich der neue Klub-Boss aber voraussichtlich seltener einmischen als Hoeneß. "Ich habe sicher nicht seinen Fußball-Sachverstand", gab der 65-Jährige zu. Schon direkt nach seiner Wahl gab sich Hainer äußerst präsidial und verwies bei operativen Fragen auf den Vorstand.
  • Mit Hoeneß geht Karl-Heinz Rummenigge ein Freund verloren - allerdings einer, an dem er sich immer wieder und teilweise heftig rieb. Für den Vorstandschef bedeutet dies zunächst mehr Macht als jemals zuvor. Ohne Hoeneß als klaren Gegenpol hat der 64-Jährige bei seinen Entscheidungen jetzt freie Hand.
  • Ab 1. Januar übernimmt Oliver Kahn einen Sitz im Vorstand des FC Bayern, Ende 2021 wird er dann Rummenigge an der Spitze des Gremiums ablösen. In erster Linie soll Kahn in den nächsten Jahren dazulernen, um den größten deutschen Verein bald selbst führen zu können.
  • Dass Kahn jedoch stets eine eigene Meinung hat, ist offensichtlich. In Fußball-Fragen sind klare Ansagen von ihm zu erwarten. "Titan rostet nicht. Insofern können wir uns auf einiges gefasst machen", kündigte Rummenigge an. Womöglich gibt es schon bald einen neuen Gegenpol für ihn.
  • Klare Äußerungen sind auch weiterhin von Uli Hoeneß zu erwarten. "Ich habe das schon so verstanden, dass ich, wenn ich jetzt nicht mehr Präsident bin, meine Meinung deutlicher sagen kann", deutete er an. Zudem behält er seinen Sitz im Aufsichtsrat und kontrolliert, was seine Nachfolger entscheiden.
  • Die zentralen Frage rund um Scouting, Kaderplanung und Jugendarbeit koordiniert künftig Hasan Salihamidzic. Der Sportdirektor rückt eine Ebene nach oben und wird ab Juli 2020 Sportvorstand. Bei der JHV zeigte sich, dass nicht alle im Verein ihm dieses wichtige Amt zutrauen.
  • Für die wirtschaftlichen Belange ist weiterhin Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen zuständig. Der 52-Jährige ist kein Mann für die ganz große Bühne und wird seine Arbeit hauptsächlich hinter den Kulissen vollrichten.
  • Die große Unbekannte im Verein ist weiter das Trainer-Amt: Hansi Flick wird bis auf Weiteres den FC Bayern trainieren. Im Sommer dürfte jedoch ein neuer Coach präsentiert werden. Thomas Tuchel, Erik ten Hag und Pep Guardiola gelten als Kandidaten.
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