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Hasan Salihamidzic beim FC Bayern: So läuft es für Brazzo beim Rekordmeister

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  • Hasan Salihamidzic übernimmt beim FC Bayern

    Hasan Salihamidzic übernimmt beim FC Bayern

    Im Sommer 2017 übernimmt Hasan Salihamidzic beim FC Bayern den Posten des Sportdirektors. Die Wahl des Ex-Profis kommt für viele überraschend und sorgt für Gesprächsstoff. Das ändert sich auch in den Monaten danach nicht. Wie hat sich "Brazzo" geschlagen? Was lief gut, was schlecht? Ein Rückblick auf die bisherige Amtszeit des ehemaligen Bayern-Spielers:
  • Totales Vertrauen der Bosse

    Totales Vertrauen der Bosse

    Für die Bayern-Bosse ist klar: Mit Salihamidzic haben sie die richtige Wahl getroffen. Karl-Heinz Rummenigge lobt das "große Netzwerk" des Bosniers, in den die Klubführung "totales Vertrauen" habe. Der neue Sportdirektor verspricht "immer 100 Prozent" und jede Woche sieben Arbeitstage á 24 Stunden. Allerdings kommt es schon sehr bald zu ersten Konfrontationen.
  • Watschn für Carlo Ancelotti

    Watschn für Carlo Ancelotti

    Die erste Amtshandlung von Salihamidzic ist eine ungewöhnliche: Er erteilt dem 18 Jahre älteren Carlo Ancelotti im Leistungszentrum Rauchverbot. Sechs Wochen später degradiert "Brazzo" Chef-Physio Christian Huhn aus "fachlichen Gründen", wie es heißt. Ancelotti ist zu diesem Zeitpunkt schon gar nicht mehr im Amt, der Klub befindet sich in einer sportlichen Krise.
  • Viele Zweifler, wenige Fürsprecher

    Viele Zweifler, wenige Fürsprecher

    Hinter den Kulissen gibt es Unruhe. Spieler wie Thomas Müller und Robert Lewandowski sind mit dem Status quo des FC Bayern unzufrieden. Viele sehen Salihamidzic als Sündenbock. Ehemalige Münchner Profis wie Thomas Helmer und Thomas Strunz äußern sich ebenfalls skeptisch und zweifeln an ihrem Ex-Teamkollegen. Allerdings gibt es auch Fürsprecher, die den Sportdirektor stützen.
  • Umbau der medizinischen Abteilung

    Umbau der medizinischen Abteilung

    Für einen personellen Paukenschlag sorgt "Brazzo" im November 2017. Auf sein Bestreben hin trennt sich der FC Bayern von Dr. Volker Braun, der zuvor neun Jahre lang für den Rekordmeister tätig war. Salihamidzic griff so hart durch, weil der Arzt in seinen Augen zu viele Fehldiagnosen gestellt und längere Ausfallzeiten als geplant verursacht habe, enthüllte die "Bild".
  • Dank Heynckes zurück in der Spur

    Dank Heynckes zurück in der Spur

    Unter Neu-Trainer Jupp Heynckes kehrt in den kommenden Monaten endlich Ruhe beim FC Bayern ein. Davon profitiert auch Salihamidzic, der Gerüchte souverän abwiegelt und zu personellen Entwicklungen im eigenen Klub klar Stellung bezieht.
  • Ärger mit Frankfurt und dem BVB

    Ärger mit Frankfurt und dem BVB

    Als der Transfersommer 2018 Fahrt aufnimmt, gibt Salihamidzic jedoch wieder eine unglückliche Figur ab. Der Poker um Niko Kovac wird in der Öffentlichkeit ausgetragen. Das ärgert nicht nur Kovacs Noch-Klub Eintracht Frankfurt. Als Salihamidzic auch noch von sich aus den BVB als Anlaufstelle für den Kroaten ins Spiel bringt, holt er sich auch noch eine Rüge aus Dortmund ab.
  • Salihamidzic will schneller sein

    Salihamidzic will schneller sein

    Uneinigkeit herrscht beim FC Bayern, was kommende Mega-Transfers angeht. Während Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge mit Ablösesummen jenseits der 100 Millionen Euro liebäugelt, sagt Salihamidzic: "Ich bin dagegen, dass wir so verrückte Sachen machen. [...] Wir sollten vorher wissen, was wir tun. Wir müssen schneller [als die Konkurrenz] sein." Dass der FCB ebendies nicht ist, wird später vor allem "Brazzo" angekreidet.
  • Bayern-Profis votieren gegen Brazzo

    Bayern-Profis votieren gegen Brazzo

    Uli Hoeneß beginnt das Projekt Bayern-Umbau und organisiert den Klub neu. Die Folge: Salihamidzic bekommt mehr Kompetenzen, soll noch mehr Verantwortung übernehmen. Bei den Profis kommt das aber angeblich nicht gut an. Sie betrachten den Bosnier laut Medienberichten kritisch und trauen ihm nicht zu, den Job zu schultern.
  • Nur Beiwerk

    Nur Beiwerk

    Im Oktober 2018 schlägt die vielleicht dunkelste Stunde vom Sportdirektor des FC Bayern. Auf einer denkwürdigen Pressekonferenz ist Salihamidzic nur Beiwerk, wird von Hoeneß und Rummenigge immer wieder zum stummen Zuschauer degradiert. Es ist klar zu sehen, wer im Verein das Sagen hat - "Brazzo" ist es nicht.
  • Gerüchte über ein mögliches Aus

    Gerüchte über ein mögliches Aus

    Ende November steht nicht nur Trainer Niko Kovac, sondern auch Salihamidzic zur Diskussion. Beide stehen angeblich vor dem Aus. Zur Trennung kommt es letztlich aber nicht. Der Sportdirektor darf weiter seiner Tätigkeit nachgehen und kündigt schon für den Winter 2018/19 weitere Transfers an.
  • Winter-Transfers? Fehlanzeige

    Winter-Transfers? Fehlanzeige

    Zu diesen Winter-Transfer kommt es aber nicht. Im Gegenteil: Es heißt, Salihamidzic habe einen Wechsel des englischen Ausnahmetalents Callum Hudson-Odoi durch sein offensives Vorpreschen sogar verhindert. Monate später gibt er zu, dass sein Verhalten in der Angelegenheit nicht optimal war.
  • Positive Schlagzeilen

    Positive Schlagzeilen

    Allerdings leistet sich Salihamidzic auf dem Transfermarkt nicht nur Fehlschläge. Bei den Käufen von Benjamin Pavard und Lucas Hernández ist er entscheidend beteiligt und leistet Überzeugungsarbeit. Sein Veto legt er dagegen beim Transfer von Timo Werner ein. Auch hier folgen die Bosse seinem Vorschlag und verzichten auf einen Kauf des Nationalspielers.
  • Schwere Vorwürfe

    Schwere Vorwürfe

    Schwere Vorwürfe gibt es gegen Salihamidzic, weil die "Sport Bild" berichtet, der Sportdirektor wäre mitverantwortlich für einige geplatzte Transfers. So soll er nicht nur im Poker um Hudson-Odoi daneben gelegen haben, sondern auch bei Ivan Perisic, den er zunächst ablehnte, Hakim Ziyech, Steven Bergwijn und Marc Roca.
  • Rückzug in die zweite Reihe?

    Rückzug in die zweite Reihe?

    Die FCB-Bosse intervenieren anschließend und nehmen das Heft des Handelns auf dem Transfermarkt wieder vermehrt in die Hand. So gelingt im August auch der Deal, der Philippe Coutinho auf Leihbasis an die Säbener Straße bringt. Während die Öffentlichkeit weiter an "Brazzo" zweifelt, stärkt der Klub seinem Sportdirektor demonstrativ den Rücken.
  • Entschuldigung in aller Öffentlichkeit

    Entschuldigung in aller Öffentlichkeit

    Noch bevor der FC Bayern bei Coutinho Vollzug meldet, geht der deutsche Rekordmeister in die Knie und entschuldigt sich in aller Öffentlichkeit bei Manchester City. Grund: Die Münchner warben aggressiv und sehr offensiv um Leroy Sané, obwohl dieser vertraglich noch an die Engländer gebunden ist. Auch in dieser Angelegenheit nimmt Salihamidzic eine unglückliche Hauptrolle ein.
  • Der Nächste, bitte!

    Der Nächste, bitte!

    Wochenlang hatte es bereits teils heftige Kritik an Trainer Kovac gegeben. Die 1:5-Niederlage in Frankfurt war dann zu viel des Guten. "Einvernehmlich" trennten sich der FC Bayern und sein Coach. Für Salihamidzic, der selber nicht unumstritten ist, steht nun eine heikle Nachfolger-Suche an. Zunächst setzen die Münchner auf Hansi Flick als Interimslösung.
  • Beförderung in den Vorstand

    Beförderung in den Vorstand

    Über längere Zeit wird über eine Beförderung des Sportdirektors zum Sportvorstand diskutiert. Anfang November 2019 bestätigt der Klub schließlich, dass Salihamidzic zum 1. Juli 2020 den neuen Posten übernehmen soll. Am 9. Dezember bestätigte der Aufsichtsrat den Bosnier einstimmig.
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