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Das große Saisonzeugnis für den BVB

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  • Das große Saisonzeugnis für den BVB

    Das große Saisonzeugnis für den BVB

    Hinter dem BVB liegt eine bewegte Saison. Nach einer überragenden Hinserie träumte ganz Dortmund von der Meisterschaft, doch im neuen Jahr lief es bei der Borussia nicht mehr rund. Die Folge: Das Team von Trainer Lucien Favre verspielte den Titel im Endspurt. Entsprechend wechselhaft fällt das Saisonzeugnis der BVB-Profis aus:
  • TOR: Roman Bürki: Note 2

    TOR: Roman Bürki: Note 2

    Der Schweizer legte im Vergleich zur Vorsaison zunächst einen Quantensprung hin. In der Hinserie rettete er den Dortmundern den ein oder anderen Punkt und wurde vom "kicker" gar zum besten Torwart der Bundesliga gekürt. Nach dem Jahreswechsel jedoch neben Licht (u.a. gegen Frankfurt, Leverkusen und Mainz) auch Schatten (u.a. gegen Hertha und Werder). Dennoch einer der Gewinner der Spielzeit.
  • Marwin Hitz: Note 4

    Marwin Hitz: Note 4

    Kam als vermeintlicher Bürki-Herausforderer, musste sich aber von Beginn an hinten anstellen - vor allem aufgrund seiner fußballerischen Defizite. Vertrat seinen Landsmann insgesamt viermal, darunter im Hinrunden-Duell mit dem FC Bayern und am vorletzten Spieltag gegen Düsseldorf. Bitter: Ausgerechnet gegen die Fortuna patzte der Routinier böse.
  • Eric Oelschlägel: keine Benotung möglich

    Eric Oelschlägel: keine Benotung möglich

    Der Silbermedaillengewinner von Rio 2016 hatte als dritter Keeper nur wenig Aussichten auf Spielzeit bei den Profis. Das wusste er aber auch schon vor seinem Wechsel von Werder Bremen nach Dortmund. Ausgerechnet gegen die Hanseaten durfte er dann im Pokal-Achtelfinale erstmals für die BVB-Profis ran. Beim bitteren Aus gegen Werder zeigte Oelschlägel eine ordentliche Leistung, mehr aber nicht.
  • ABWEHR: Manuel Akanji: Note 2,5

    ABWEHR: Manuel Akanji: Note 2,5

    Nach dem Abgang von Sokratis avancierte der Schweizer trotz seiner erst 23 Jahre zum neuen Abwehrchef des BVB. Dass er diesem Status gerecht werden kann, untermauerte Akanji im Hinrundenverlauf. Nach einer kurz vor Weihnachten erlittenen Hüftverletzung, die ihn zwei Monate außer Gefecht setzte, fand der Eidgenosse jedoch nicht mehr zu alter Form zurück.
  • Abdou Diallo: Note 3

    Abdou Diallo: Note 3

    Satte 28 Millionen Euro überwiesen die Dortmunder für den 23-Jährigen an den FSV Mainz 05 - nach den Eindrücken der ersten Halbserie war es gut angelegtes Geld. Diallo war neben Akanji in der Abwehrzentrale zunächst eine feste Größe. Allerdings hat er noch Schwankungen in seinem Spiel, die in der Rückserie häufiger zum Tragen kamen. Der Franzose muss sich in der kommenden Saison wieder steigern.
  • Dan-Axel Zagadou: Note 3

    Dan-Axel Zagadou: Note 3

    Der Gewinner der Hinrunde wurde zum Verlierer der Rückserie. Zagadou machte unter Favre zunächst einen großen Sprung. Der Franzose war auf dem Weg zur festen Größe, ehe ihn eine Mittelfußprellung stoppte. Als er zurückkam, ging es bergab. Trotz wichtiger Tore gegen Leverkusen und Hertha wirkte Zagadou zunehmend verunsichert. Absoluter Tiefpunkt: Beim 0:5 gegen Bayern war der Teenager an den ersten vier Gegentoren entscheidend beteiligt und musste folglich zur Pause raus.
  • Julian Weigl: Note 3,5

    Julian Weigl: Note 3,5

    Aufgrund akuter Personalsorgen wurde Weigl in der Rückserie zwölf Mal in der Innenverteidigung eingesetzt. Ein Glücksfall für den 23-Jährigen, der im Mittelfeld zuvor den Anschluss verloren hatte. Obwohl er in der Abwehrzentrale keinesfalls fehlerfrei agierte, sammelte Weigl im Vergleich zur verkorksten Hinserie Pluspunkte.
  • Ömer Toprak: Note 3,5

    Ömer Toprak: Note 3,5

    Der 29-Jährige rückte unter Favre ins zweite Glied, überzeugte aber in seinen lediglich 14 Pflichtspiel-Einsätzen zumeist als solider Backup. Die Tage des türkischen Nationalspielers beim BVB dürften dennoch gezählt sein.
  • Achraf Hakimi: Note 3

    Achraf Hakimi: Note 3

    Als Herausforderer von Lukasz Piszczek gekommen, konnte sich die Real-Leihgabe schnell in den Vordergrund spielen. Die Offensivqualitäten des 20-Jährigen sorgten in der Hinrunde für Begeisterung. Im neuen Jahr lief bei Hakimi jedoch gar nichts mehr zusammen. Fahrig in der Defensive, ungenau im Passspiel - der Marokkaner wurde zum Risikofaktor. Zu allem Überfluss brach er sich Ende März den Mittelfuß und verpasste den Endspurt.
  • Lukasz Piszczek: Note 2,5

    Lukasz Piszczek: Note 2,5

    Der Vize-Kapitän ist mit seinen 33 Lenzen als Führungsspieler und Integrationsfigur unumstritten, erlebte aber auch sportlich seinen zweiten Frühling. Piszczek gehörte zu den großen Dortmunder Konstanten in der Hinrunde. Umso bitterer, dass er weite Teile der zweiten Saisonhälfte aufgrund einer Fersenverletzung verpasste. Sein Fehlen tat dem BVB weh.
  • Marius Wolf: Note 4

    Marius Wolf: Note 4

    Zu Saisonbeginn bekam der Allrounder mehrere Bewährungschancen von Favre, wusste diese aber allesamt nicht zu nutzen. Absolvierte zwischen Spieltag fünf und 16 kein einziges Spiel. Im letzten Saisondrittel wurde er mangels Alternativen zum Rechtsverteidiger umfunktioniert und erledigte den Job zunächst ordentlich. Sein Platzverweis im Derby und die daraus resultierende Sperre kosteten Wolf jedoch eine Menge Kredit.
  • Marcel Schmelzer: Note 3,5

    Marcel Schmelzer: Note 3,5

    Im Vorsommer reichte der damalige Kapitän die Binde freiwillig an Marco Reus weiter. Damit fiel offenbar eine Last vom 31-Jährigen ab, der gut in die Saison startete. Dass ihn dann ein Knochenödem zu einer langen Pause zwang, war ärgerlich, denn danach fand Schmelzer nie zurück ins Team. In der Rückrunde nur noch mit drei Joker-Einsätzen. Im Sommer werden sich die Wege nach 14 Jahren trennen.
  • Leonardo Balerdi: keine Benotung möglich

    Leonardo Balerdi: keine Benotung möglich

    Der 15,5 Millionen Euro teure Wintertransfer wartet weiter auf sein Profidebüt für den BVB. Balerdi sollte langsam an die Mannschaft herangeführt werden - offenbar sehr langsam. Zur neuen Saison könnte der Innenverteidiger den Kaderplatz von Ömer Toprak übernehmen.
  • MITTELFELD: Thomas Delaney: Note 3

    MITTELFELD: Thomas Delaney: Note 3

    Der neue "Aggressive Leader" war in der ersten Saisonhälfte ein wichtiger Faktor für den Aufschwung des BVB. Mit seiner Kampfkraft und Mentalität brachte der Däne neue Elemente ins Spiel. Auch wenn es nicht immer schön aussah, was Delaney auf dem Platz zeigte, rechtfertigte er die 20 Millionen Euro, die Dortmund für ihn zahlen musste. In der Rückserie zudem mit fünf wichtigen Scorerpunkten.
  • Axel Witsel: Note 2

    Axel Witsel: Note 2

    War nach seiner späten Verpflichtung aus China sofort Chef auf dem Platz. Witsels Ruhe am Ball und sein Gefühl für das Tempo des Spiels waren entscheidend für den Gewinn der Herbstmeisterschaft. Nach dem Jahreswechsel jedoch nicht mehr so prägend für das Dortmunder Spiel. Witsel tauchte häufiger ab, wenn es drauf ankam. Alles in allem war und ist der Belgier dennoch ein absoluter Gewinn für den BVB.
  • Mahmoud Dahoud: Note 4,5

    Mahmoud Dahoud: Note 4,5

    Der frühere Gladbacher hat riesige Konkurrenz auf seiner Position im zentralen Mittelfeld, wo Delaney und Witsel gesetzt sind. Dahoud kam zu Saisonbeginn noch zu einigen Startelfeinsätzen, überzeugte aber nicht. Danach war er nur noch Teilzeitarbeiter - wenn überhaupt. Seine Bewährungschance in München setzte der 23-Jährige total in den Sand. Fest steht: Nach dieser Rückrunde ist Dahoud ein Wechselkandidat.
  • Mario Götze: Note 2,5

    Mario Götze: Note 2,5

    Der Saisonstart glich für den WM-Helden von 2014 einem Horror-Trip. Erst am siebten Spieltag kam Götze zu seinem ersten Einsatz in der Bundesliga. Der 26-Jährige nutzte die Chance und kämpfte sich Stück für Stück zurück ins Team. Zunächst auf der ungewohnten Position im Sturmzentrum, später auch im offensiven Mittelfeld blühte Götze auf. Sechs Tore und vier Vorlagen in der Rückrunde belegen seinen Aufschwung. Fazit: Götze ist endlich wieder wichtig!
  • Raphael Guerreiro: Note 2,5

    Raphael Guerreiro: Note 2,5

    Der gelernte Linksverteidiger kam unter Lucien Favre fast ausschließlich auf dem Offensivflügel zum Einsatz - ein guter Schachzug des Trainers. 32 Pflichtspiele absolvierte der portugiesische Europameister, zeigte ansprechende Leistungen (sechs Tore, sechs Assists). Allerdings baute auch Guerreiro im letzten Saisondrittel wie so viele seiner Teamkollegen ab.
  • Sergio Gómez: keine Benotung möglich

    Sergio Gómez: keine Benotung möglich

    Der 18 Jahre alte Spanier ist das Nesthäkchen im Kader der Schwarzgelben. Dass sich Gómez angesichts der geballten Konkurrenz im Mittelfeld hinten anstellen muss, ist nur logisch. So stand der Mittelfeldspieler nur eine Minute für die BVB-Profis auf dem Platz, im letzten Champions-League-Gruppenspiel in Monaco.
  • ANGRIFF: Marco Reus: Note 1,5

    ANGRIFF: Marco Reus: Note 1,5

    Kapitän und Leistungsträger beim BVB, dazu drittbester Scorer der Bundesliga: Stärker war der gebürtige Dortmunder, von Favre auf seine Paradeposition hinter der Spitze beordert, in seiner Karriere nie. Dennoch liegt ein Schatten über der Saison: Mit seinem Platzverweis gegen Schalke erwies Reus der Mannschaft einen Bärendienst, der möglicherweise entscheidend für die vergebene Meisterschaft war.
  • Jacob Bruun Larsen: Note 3,5

    Jacob Bruun Larsen: Note 3,5

    Der 20-jährige Däne avancierte dank guter Leistungen in den Testspielen zum Gewinner der Sommer-Vorbereitung, zog sich dann jedoch eine Fußverletzung zu. Erspielte sich nach seiner Genesung mit starken Leistungen zwischenzeitlich einen Stammplatz, den er nach der Winterpause jedoch wieder hergeben musste. In der Rückrunde mit wenig Licht und viel Schatten.
  • Maximilian Philipp: Note 4,5

    Maximilian Philipp: Note 4,5

    Der Ex-Freiburger musste zu Saisonbeginn häufig als Stoßstürmer ran, bewies nachhaltig, dass er auf dieser Position nicht die beste Wahl ist. Sein Problem: Auch auf den Außen war die Konkurrenz zu groß. Hinter den Spitzen war ohnehin kein Vorbeikommen an Reus und Götze. Im neuen Jahr geriet Philipp völlig aufs Abstellgleis. Seine Zeit beim BVB dürfte bald enden.
  • Jadon Sancho: Note 1

    Jadon Sancho: Note 1

    Der Engländer machte 2018/2019 einen riesigen Schritt nach vorne, insbesondere in Sachen Effektivität. In 43 Pflichtspielen war Sancho an 32 Treffern direkt beteiligt - eine unfassbare Quote! Bemerkenswert: Selbst als es beim BVB in der Rückrunde phasenweise nicht mehr rund lief, war der viermalige Nationalspieler fast immer ein Lichtblick. Der Spieler der Saison!
  • Christian Pulisic: Note 3,5

    Christian Pulisic: Note 3,5

    Das US-Talent erlebte ein durchwachsenes Jahr. Unter Favre kam der 20-Jährige nicht über den Status des Ergänzungsspielers hinaus. Dass Pulisic im Sommer zum FC Chelsea wechselt, ist für den BVB sportlich verkraftbar - auch wenn der Angreifer seine Qualitäten in den letzten drei Partien vor dem Abschied nochmal unter Beweis stellte (zwei Tore, eine Vorlage).
  • Paco Alcácer: Note 2

    Paco Alcácer: Note 2

    Der Spanier bleibt ein Mysterium. 19 Tore in 32 Pflichtspielen sind eine bombastische Quote. Doch vom FC Barcelona verpflichtete Angreifer tut sich weiter schwer, mehr als nur der "Super-Joker" zu sein. In der Anfangsformation wirkt Alcácer zu oft wie ein Fremdkörper. Hinzu kommt, dass seine sechs Tore nach der Winterpause deutlich hinter der Ausbeute der Hinrunde (zwölf Treffer) zurückblieben.
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