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Lemke, Watzke, Daum und Co.: Die Zoff-Liste des FC Bayern

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  • Lemke, Watzke, Daum und Co.: Die Zoff-Liste des FC Bayern

    Lemke, Watzke, Daum und Co.: Die Zoff-Liste des FC Bayern

    Immer wieder gerieten die Verantwortlichen des FC Bayern, allen voran der angriffslustige Uli Hoeneß, mit anderen Fußball-Größen aneinander. Ob der Dauer-Zwist zwischen Hoeneß und Willi Lemke, die legendäre "Kokain-Affäre" mit Jürgen Daum oder Sticheleien gegen den BVB. Die Liste der Auseinandersetzungen mit der Bundesliga-Konkurrenz ist lang:
  • Dauer-Fehde der 80er und 90er

    Dauer-Fehde der 80er und 90er

    Der ewige Nord-Süd-Klassiker zwischen Bayern und Bremen war Mitte der 80er bis Ende der 90er geprägt durch die Rivalität zwischen Uli Hoeneß und Werder-Manager Willi Lemke. "Erstaunlich, dass ein Mann mit einem solchen Charakter Minister eines Bundeslandes werden kann", sagte Hoeneß, nachdem Lemke 1999 Bremer Bildungssenator geworden war ...
  • ... Lemke konterte bei Hoeneß' 60. Geburtstag: "Ich heiße den Mann, zu dem ich ein nach wie vor miserables Verhältnis habe, herzlich willkommen im Klub der alten Säcke." Mittlerweile verstehen sich die beiden ehemaligen Manager allerdings besser. Hoeneß war sogar Gast bei Lemkes 70. Ehrentag im Jahr 2016.
  • Tischtuch zerschnitten

    Tischtuch zerschnitten

    "Mit diesem Auftritt haben sie die Arbeit kaputt gemacht, die der Verein in den letzten Jahren gemacht hat, um aus dem Arroganz-Image herauszukommen": Nachdem Paul Breitner mit diesen Worten Ende 2018 eine ohnehin heftige umstrittene Pressekonferenz der Bayern-Bosse kritisiert hatte, ließ Hoeneß seinen langjährigen Freund und früheren Teamkollegen von der Ehrentribüne der Allianz Arena verbannen.
  • Ärger um Kovacs Wechsel nach München

    Ärger um Kovacs Wechsel nach München

    Als Frankfurts Manager das Verhalten der Bayern rund um den Wechsel des damaligen Eintracht-Trainers Niko Kovac in der Endphase der Saison 2017/2018 als "ärgerlich, unprofessionell und respektlos" bezeichnete, ließ Uli Hoeneß diese Anschuldigungen nicht auf sich sitzen. Er nannte Bobics Unterstellungen "unverschämt" und "unanständig".
  • Salihamidzic vs. Zorc

    Salihamidzic vs. Zorc

    Auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc nahm eine Nebenrolle im Zoff um den Kovac-Transfer ein. Nachdem Bayern-Manager Hasan Salihamidzic behauptet hatte, auch der BVB sei an Kovac interessiert gewesen, schoss Zorc zurück: "Ich konnte es schon in der Schule nicht ausstehen, wenn ein Mitschüler in der ersten Reihe aufgezeigt und aufgeregt gerufen hat: 'Frau Lehrerin, ich habe da was gehört'."
  • Hoeneß vs. Daum

    Hoeneß vs. Daum

    Die "Mutter aller Bayern-Streitereien" war die legendäre Auseinandersetzung zwischen Hoeneß und Christoph Daum im "Sportstudio" 1989. Auch danach waren sich der damalige Münchner Manager und der Erfolgstrainer nicht grün. Im Jahr 2000 sorgte Hoeneß mit Aussagen in einem Interview dafür, dass Daum eine Haarprobe abgeben und später Kokain-Missbrauch einräumen musste ...
  • ... Noch neun Jahre später erklärte Hoeneß im "DSF": "Ich habe ihn ein paar Mal getroffen, ihm auch die Hand gegeben. Aber in aller Ruhe ein Glas Bier trinken, das wird es nicht geben. Er ist damals wissentlich bereit gewesen, mich und meine Familie zu zerstören, das kann man für nichts in der Welt in Kauf nehmen."
  • Das schwierige Verhältnis zum DFB

    Das schwierige Verhältnis zum DFB

    Fast schon traditionell sind auch die Zwistigkeiten zwischen dem FC Bayern und Verantwortlichen des DFB. 2007 rückte Nationalelf-Manager Oliver Bierhoff in den Fokus, weil er den neuen Bayern-Stürmer Luca Toni kritisierte ("Er ist sicher ein großer Name, er zählt aber nicht zu den Top Ten der Welt"). Hoeneß schoss zurück: "Bierhoff soll das dumme Gequatsche lassen."
  • Als Bundestrainer Joachim Löw im Frühjahr 2018 Thomas Müller, Jérôme Boateng und den damaligen Münchner Mats Hummels aus der DFB-Elf ausbootet, ist der Aufschrei bei den Bayern groß. In einer offiziellen Mitteilung zeigt sich der Klub "irritiert" vom Zeitpunkt der Entscheidung und davon, dass Löw sie bei einem unangemeldeten Besuch an der Säbener Straße mitteilte.
  • Hamanns "Guardiola-Gate"

    Hamanns "Guardiola-Gate"

    Als Hamann bereits im Herbst 2015 enthüllte, dass der damalige Bayern-Coach Pep Guardiola zu Manchester City wechseln wird, bezeichnet Rummenigge ihn als "Märchenonkel". Kurz darauf wurde der Transfer jedoch Wirklichkeit. Angeblich haben sich der Bayern-Boss und der TV-Experte bis heute nicht versöhnt.
  • "Matthäus wird nicht einmal Greenkeeper"

    "Matthäus wird nicht einmal Greenkeeper"

    "Solange Rummenigge und ich beim FC Bayern etwas zu sagen haben, wird Matthäus nicht einmal Greenkeeper im neuen Stadion." Diese Worte von Hoeneß über Matthäus, die gefallen waren, nachdem der Rekordnationalspieler den deutschen Rekordmeister Ende 2002 kritisiert hatte, wirken zwar bis heute nach. Auf persönlicher Ebene hat sich das Verhältnis zum Rekordnationalspieler aber entspannt.
  • Das Missverständnis mit Jürgen Klinsmann

    Das Missverständnis mit Jürgen Klinsmann

    Schon während des Engagements von Jürgen Klinsmann als Bayern-Trainer zwischen 1995 und 1997 gab es Dissonanzen, unter anderem bekam Klinsmanns Berater Hausverbot. Einige Jahre nach der Entlassung bezeichnete Hoeneß die Verpflichtung des ehemaligen DFB-Coaches als "Fehler", Klinsmann sei ein "Feind".
  • Der (angebliche) Gott-Komplex des Louis van Gaal

    Der (angebliche) Gott-Komplex des Louis van Gaal

    Hoeneß überwarf sich auch mit Louis van Gaal, der im April 2011 als Trainer entlassen wurde. "Sein Problem ist, dass Louis sich nicht für Gott hält, sondern für Gott-Vater. Bevor die Welt existierte, war Louis schon da. So wie er die Welt sieht, funktioniert sie nicht." Van Gaal konterte Ende Februar 2018: "Solange Uli Hoeneß im Klub ist, würde ich dort nicht arbeiten."
  • Sammer soll lieber "wenig reden"

    Sammer soll lieber "wenig reden"

    Nach seiner Zeit als Sportvorstand arbeitete Matthias Sammer zunächst als TV-Experte. In dieser Rolle verteilte er einen Seitenhieb in Richtung des damaligen FCB-Trainers Carlo Ancelotti, was Hoeneß gar nicht gefiel: "Wenn er gut beraten ist, wird er in Zukunft über den FC Bayern wenig reden."
  • BVB als neues Feindbild

    BVB als neues Feindbild

    2014 eskalierte die Lage zwischen BVB-Boss Hans-Joachim Watze und dem damaligen Bayern-Präsidenten Karl Hopfner beinahe. Nachdem Watzke behauptet hatte, der FCB hätte Dortmund 2004 zwei Millionen Euro geliehen und dafür acht Prozent Zinsen verlangt, wütete Hopfner: "Absolute Unwahrheit." Außerdem bezeichnete er Watzke als Lügner ("Baron von Münchhausen wäre ja noch geschmeichelt.").
  • In der Folge herrschte Eiszeit zwischen beiden Vereinen. Auch das traditionelle gemeinsame Essen vor den Spielen gegeneinander fand eine Zeitlang nicht statt. Mittlerweile findet dieses zwar wieder statt und Watzke und FCB-Boss Rummenigge duzen sich sogar seit 2016. Uli Hoeneß hingegen blieb auch in den Jahren danach auf Distanz.
  • Hoeneß schießt gegen Die Toten Hosen

    Hoeneß schießt gegen Die Toten Hosen

    Als "Die Toten Hosen" im Jahr 2000 ihren Hit "Bayern" veröffentlichten, wütete Hoeneß: "Das ist der Dreck, an dem unsere Gesellschaft irgendwann ersticken wird." 2013 konterte Sänger Campino auf einem Konzert: "München hat einen neuen Transfer-Coup gelandet. Die Bayern haben Uli Hoeneß für sechs Millionen an die JVA München verkauft."
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