Suche Heute Live
Formel 1
Formel 1

Das große Formel-1-Saisonzeugnis 2022

«
  • Das große Formel-1-Saisonzeugnis

    Das große Formel-1-Saisonzeugnis

    Max Verstappen hat seinen Weltmeistertitel souverän verteidigt und sich hochüberlegen im Formel-1-Jahr 2022 durchgesetzt. Aus deutscher Sicht verlief die Saison mehr schlecht als recht, entsprechend dürftig fällt auch das Saisonzeugnis für Mick Schumacher und Sebastian Vettel aus. Hier gibt's das große Fahrerzeugnis in umgekehrter WM-Reihenfolge:
  • Nico Hülkenberg (Aston Martin) - Note: 3,0

    Nico Hülkenberg (Aston Martin) - Note: 3,0

    Kam unverhofft direkt zum Saisonstart zu zwei Einsätzen im Aston Martin, als Sebastian Vettel mit Coronavirus-Infektion passen musste. Mit P17 in Bahrain und P12 in Saudi-Arabien ließ er dabei durchaus aufhorchen, distanzierte im zweiten Rennen sogar Teamkollege Lance Stroll. Kehrt 2023 als Stammpilot für Haas endgültig zurück.
  • Nyck de Vries (Williams) - Note: 2,0

    Nyck de Vries (Williams) - Note: 2,0

    Viermal als Testfahrer im Freitagstraining im Einsatz, dabei in drei unterschiedlichen Autos (Mercedes, Williams, Aston Martin). Beeindruckte mit seinem Heim-Wochenende in Zandvoort, als er Freitags im Aston Martin saß, den Samstag und Sonntag dann für Alexander Albon im Williams übernahm und direkt in die Punkte fuhr. Empfahl sich für höhere Aufgaben.
  • Nicholas Latifi (Williams) - Note: 5,5

    Nicholas Latifi (Williams) - Note: 5,5

    Nach drei Saisons und 61 Starts endet das Formel-1-Abenteuer von Nicholas Latifi. Der 27-Jährige wurde Letzter aller 20 Stammpiloten in der Fahrerwertung, brachte es nur auf ein Top-Ten-Resultat (P9 in Suzuka). Dem Kanadier fehlte schlichtweg der Speed, fiel dazu viermal aus. An eine Rückkehr in die Formel 1 glaub derzeit niemand.
  • Alex Albon (Williams) - Note: 3,5

    Alex Albon (Williams) - Note: 3,5

    Immerhin drei Top-Ten-Platzierungen stehen für den Rückkehrer zu Buche, der sich insgesamt deutlich stabiler zeigte als noch bei Red Bull und Toro Rosso. Im unterlegenen Williams hatte er immerhin seinen Teamkollegen Latifi über weite Strecken der Saison im Griff und produziert deutlich weniger Fehler als noch in seinen ersten Jahren in der Königsklasse.
  • Guanyu Zhou (Alfa Romeo) - Note: 4,5

    Guanyu Zhou (Alfa Romeo) - Note: 4,5

    Der Chinese blickt auf eine lehrreiche Rookie-Saison zurück. Der erfahrene Teamkollege Valtteri Bottas holte mehr als achtmal so viele WM-Zähler wie Zhou (49:6). In keinem anderen Team war die Diskrepanz so riesengroß. Immerhin: In der zweiten Saisonhälfte wurden die Leistungen konstanter, was für Jahr zwei hoffen lässt. Unvergessen sein Überkopf-Horrorcrash in Silverstone, den Zhou glücklicherweise unbeschadet überstand.
  • Yuki Tsunoda (AlphaTauri) - Note: 4,5

    Yuki Tsunoda (AlphaTauri) - Note: 4,5

    WM-Zähler, Top-Ten-Platzierungen, Fahrerwertung: In allen nackten Statistiken ging es für Yuki Tsunoda in diesem Jahr nach einer ordentlichen Rookie-Saison 2021 einen Schritt zurück. Seit Mai landete der Japaner nur noch einmal in den Punkterängen. Im nächsten Jahr muss mehr kommen, sonst wird es eng mit einer langfristigen Zukunft in der Formel 1.
  • Mick Schumacher (Haas) - Note: 4,0

    Mick Schumacher (Haas) - Note: 4,0

    Starke zwölf Mal landete der Deutsche in dieser Saison im Rennen vor Teamkollege Kevin Magnussen. Zudem ging es zweimal in die Punkte. Dem gegenüber stehen allerdings eine miserable Qualifying-Bilanz von 6:16 gegen Magnussen sowie mehrere heftige Unfälle und ärgerliche Fahrfehler. Sein Aus bei Haas bleibt diskutabel, zeichnete sich aber über Monate ab. Zur Wahrheit gehört auch: In der zweiten Saisonhälfte kam Schumacher in keinem Rennen mehr über Platz 12 hinaus.
  • Lance Stroll (Aston Martin) - Note: 4,0

    Lance Stroll (Aston Martin) - Note: 4,0

    In vielen Rennen war er deutlich näher an Teamkollege Sebastian Vettel dran als noch im Jahr zuvor, konnte ihn sogar neunmal bezwingen. Höhepunkt war P6 in Singapur, ansonsten fehlte es dem Kanadier an den ganz großen Glanzlichtern in diesem Jahr.
  • Pierre Gasly (AlphaTauri) - Note: 3,0

    Pierre Gasly (AlphaTauri) - Note: 3,0

    Immerhin sechsmal pilotierte Gasly seinen unterlegenen AlphaTauri in die Punkte, fuhr in Baku sogar auf P5. Ist in mittlerweile 108 Formel-1-Rennen gereift und hat sich seinen nächsten Karriereschritt zum französischen Alpine-Team verdient.
  • Kevin Magnussen (Haas) - Note: 3,0

    Kevin Magnussen (Haas) - Note: 3,0

    Konnte mit sicherem Vertrag in der Tasche deutlich befreiter auffahren als sein direkter Haas-Konkurrent Mick Schumacher. Legte als Rückkehrer einen überragenden Saisonstart mit P5, P9, P14 und P9 hin, tauchte in der zweiten Saisonhälfte aber merklich ab. Die Entwicklung des Haas stagnierte nach der Sommerpause, K-Mag blieben so letztlich die Hände gebunden.
  • Daniel Ricciardo (McLaren) - Note: 5,0

    Daniel Ricciardo (McLaren) - Note: 5,0

    Die zwölfte Formel-1-Saison seiner Karriere war gleichzeitig Ricciardos schwächste. Über Monate fuhr er mit zum Teil eklatantem Rückstand hinter Teamkollege Lando Norris hinterher, haderte dabei vor allem mit sich selbst. Aufgrund der schwachen Leistungen wurde der Vertrag bei McLaren vorzeitig zum Jahresende aufgelöst. Wäre Ricciardo auf ähnlichem Niveau wie Norris unterwegs gewesen (37:122 WM-Punkte), wäre Platz vier in der Teamwertung kein Problem gewesen.
  • Sebastian Vettel (Aston Martin) - Note: 3,0

    Sebastian Vettel (Aston Martin) - Note: 3,0

    Kämpfte in seinem letzten Formel-1-Jahr verbissen darum, im unterlegenen Aston Martin doch noch Erfolgserlebnisse einzufahren. Landete immerhin zehnmal in den Punkten. Der Rückstand zu den Top-Teams im Fahrerfeld war trotzdem riesengroß. Hat seine Rolle letztlich ordentlich ausgefüllt, auf ein weiteres Jahr Hinterherfahren aber schlichtweg keine Lust mehr gehabt.
  • Valtteri Bottas (Alfa Romeo) - Note: 2,5

    Valtteri Bottas (Alfa Romeo) - Note: 2,5

    Der Finne warf in der ersten Saisonhälfte seine ganze Erfahrung aus unter anderem fünf Jahren bei Mercedes in die Waagschale, überraschte dabei mit hervorragenden Performances unter anderem in Bahrain (P6), Imola (P5) und Barcelona (P6). Zum Jahresende war irgendwie die Luft raus beim Finnen, der insgesamt aber auf ein starkes Jahr zurückblicken kann.
  • Fernando Alonso (Alpine) - Note: 2,5

    Fernando Alonso (Alpine) - Note: 2,5

    Auch mit 41 Jahren hat der zweifache Weltmeister noch nichts von seiner Klasse eingebüßt. Im Sommer fuhr Alonso zehnmal in Folge in die Punkte, das schaffte sonst kein Fahrer der Mittelfeld-Teams. Zum Jahresende mit viel Pech behaftet. Alonso will im kommenden Jahr als Vettel-Nachfolger den nächsten Schritt mit Aston Martin machen.
  • Esteban Ocon (Alpine) - Note: 2,0

    Esteban Ocon (Alpine) - Note: 2,0

    Blickt auf sein vielleicht stärkstes Formel-1-Jahr zurück. Holte in vielen Rennen das Maximum aus seinem Alpine heraus, landete insgesamt 13 Mal unter den besten Acht. Fuhr sogar elf WM-Punkte mehr ein als Teamkollege Alonso, was seine Klasse in 2022 unterstreicht. Sicherte sich mit seiner Konstanz schon frühzeitig sein Cockpit für das nächste Jahr.
  • Lando Norris (McLaren) - Note: 2,0

    Lando Norris (McLaren) - Note: 2,0

    Ein tolles viertes Formel-1-Jahr des Briten, der die Fahrer-WM als "Best of the Rest" hinter den Top-Teams abschloss. Überzeugte erneut mit Mut und Konstanz, lieferte sich mehrfach sogar starke Rad-an-Rad-Szenen mit der großen Konkurrenz von Red Bull, Ferrari und Mercedes. Gelingt McLaren der nächste Entwicklungsschritt, kann aus Norris schnell auch ein Siegfahrer werden.
  • Lewis Hamilton (Mercedes) - Note: 4,0

    Lewis Hamilton (Mercedes) - Note: 4,0

    Kaum zu glauben: Zum ersten Mal seit seinem Formel-1-Einstieg 2007 beendete Lewis Hamilton ein Jahr ohne einzigen Rennsieg. Platz 6 in der Fahrerwertung ist für den Rekordchampion ebenfalls Negativ-Wert. Hamilton will sich im Winter zurückziehen, um neue Kraft zu tanken. Der Trend zeigte vor dem technisch bedingten Ausfall in Abu Dhabi mit drei zweiten Plätzen in Folge zumindest wieder klar nach oben.
  • Carlos Sainz (Ferrari) - Note: 3,0

    Carlos Sainz (Ferrari) - Note: 3,0

    Ja, Carlos Sainz fuhr in Silverstone seinen ersten Grand-Prix-Sieg ein. Ja, auch die anderen acht Podiumsplätze lassen sich sehen. Allerdings stehen auch sechs Ausfälle zu Buche, kein anderer Pilot hat mehr. Die Diskrepanz zu Teamkollege Leclerc war unterm Strich außerdem einfach zu groß.
  • George Russell (Mercedes) - Note: 1,5

    George Russell (Mercedes) - Note: 1,5

    Neben Weltmeister Max Verstappen die positivste Erscheinung in diesem Jahr. Als Nachfolger von Valtteri Bottas neu im Team, schlug Russell den siebenmaligen Weltmeister Lewis Hamilton mit 275 zu 240 Punkten, feierte zudem in Brasilien seinen ersten Rennsieg in der Königsklasse. Bis auf ganz wenige Ausnahmen (Ausfall ausgerechnet in Silverstone) war Russell hinter Verstappen die größte Konstante in dieser Saison - bockstark!
  • Sergio Pérez (Red Bull) - Note: 3,0

    Sergio Pérez (Red Bull) - Note: 3,0

    Sein zweites Jahr bei den Roten Bullen zementierte seinen Status als Verstappen-Wingman nur noch weiter. Checo fuhr zwar selbst auch zwei Saisonsiege ein, hatte aber gegen den niederländischen Dominator nicht den Hauch einer Chance. Findet er sich mit seiner Rolle als Nummer zwei im Team ohne Murren ab, hat er wohl noch eine Zukunft im Team. Ansonsten könnte 2023 sein letztes Jahr bei Red Bull bedeuten.
  • Charles Leclerc (Ferrari) - Note: 2,0

    Charles Leclerc (Ferrari) - Note: 2,0

    Klar, nach den schlimmsten Krisenjahren 2020 und 2021 bedeutete das Jahr 2022 einen enormen Fortschritt für die Scuderia Ferrari. Vor allem im ersten Saisondrittel stellten die Italiener das vermeintlich schnellste Auto auf die Pisten. Was letztlich an Ertrag für Leclerc dabei heraussprang, war dann sogar zu wenig. Welch herausragender Fahrer der Monegasse ist, bewies er vor allem in den Qualifyings. Hier landete er mit insgesamt neun Pole Positions sogar vor Weltmeister Max Verstappen (sieben).
  • Max Verstappen (Red Bull) - Note: 1,0

    Max Verstappen (Red Bull) - Note: 1,0

    15 Saisonsiege, 454 WM-Punkte! Max Verstappen hat in diesem Jahr sagenhafte Rekorde aufgestellt. Der Niederländer fährt mittlerweile mit einer Abgebrühtheit, Kompromisslosigkeit und Zielstrebigkeit, die ihn zu einem der Allergrößten der Formel-1-Geschichte werden lassen dürften. Verstappen ist auf dem Weg zum nächsten Serien-Weltmeister nach Lewis Hamilton.
»

Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing454
2MonacoCharles LeclercFerrari308
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing305
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes AMG F1 Team275
5SpanienCarlos SainzFerrari246
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes AMG F1 Team240
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren122
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team92
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team81
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team49
11DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team37
12AustralienDaniel RicciardoMcLaren37
13DänemarkKevin MagnussenHaas F125
14FrankreichPierre GaslyAlphaTauri23
15KanadaLance StrollAston Martin F1 Team18
16DeutschlandMick SchumacherHaas F112
17JapanYuki TsunodaAlphaTauri12
18ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20KanadaNicholas LatifiWilliams Racing2
21NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

Fahrerwertung