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Das Endspurt-Zeugnis der Formel-1-Saison 2022

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  • Das Endspurt-Zeugnis der Formel-1-Saison 2022

    Das Endspurt-Zeugnis der Formel-1-Saison 2022

    Endspurt in der Formel 1! Sechs Rennen vor Schluss ist es Zeit für ein letztes Zwischenfazit. Welcher Fahrer hat sich welche Note verdient? Wie schneiden Mick Schumacher und Sebastian Vettel nach knapp drei Viertel der Saison mit Höhen und Tiefen ab? Wie sieht es bei den Team-Wechslern George Russell, Valtteri Bottas und Co. aus? Reicht es für Max Verstappen zur Bestnote? Das Zeugnis zum Durchklicken:
  • Nicholas Latifi (Williams/0 Punkte) - Note 6,0

    Nicholas Latifi (Williams/0 Punkte) - Note 6,0

    Was bekommt man, wenn man einen der schlechtesten Wagen im Feld mit dem schlechtesten Fahrer paart? Richtig: null Punkte. Die Kombination FW44/Latifi hält schon seit Saisonbeginn ein Abo auf die Rote Laterne. Der Kanadier ist in nahezu keinem Rennen konkurrenzfähig gewesen. Selbst wenn es mal drunter und drüber ging und sich ein Fenster für ihn öffnete, knallte er mit seinem Kopf gegen den Rahmen. Seine F1-Karriere endet in sechs Rennen.
  • Alex Albon (Williams/4 Punkte) - Note 2,0

    Alex Albon (Williams/4 Punkte) - Note 2,0

    Albon ist eine der Überraschungen der Saison. Trotz unterlegenem Auto kratzte er immer wieder an den Punkten, fuhr einmal gar auf Platz neun und zehn. Der 26-Jährige ist einfach in jedem Rennen zur Stelle und ein wahrer Experte, wenn es darum geht, eine Strategie perfekt umzusetzen.
  • Lance Stroll (Aston Martin/5 Punkte) - Note 5,0

    Lance Stroll (Aston Martin/5 Punkte) - Note 5,0

    Auch nach fast sechs Jahren ist Stroll nicht in der Lage, mehr aus einem F1-Wagen rauszuholen als drin ist. Dabei wäre genau das nötig, um mit dem Aston Martin auch mal mehr als nur einen zehnten Platz herauszufahren. Fünf Mal kroch der Kanadier mit Ach und Krach in die Punkte, blieb ansonsten ohne Zähler. Wenn Papa und Teamchef Lawrence nicht die schützende Hand über ihn halten würde, wäre er sein Cockpit wohl schon lange los.
  • Guanyu Zhou (Alfa Romeo/6 Punkte) - Note 4,0

    Guanyu Zhou (Alfa Romeo/6 Punkte) - Note 4,0

    Zhous Ergebnisse stehen im krassen Gegensatz zu denen von Teamkollege Valtteri Bottas. Allerdings wird der Chinese auch ein wenig vom Pech verfolgt. Vier Ausfälle im anfälligen C42 kosteten ihn Kilometer - für einen Rookie war das besonders bitter. Platz acht in Kanada und Rang zehn in Italien waren kleine Highlights, sein Cockpit ist Zhou wohl 2023 trotzdem los.
  • Yuki Tsunoda (AlphaTauri/11 Punkte) - Note 4,0

    Yuki Tsunoda (AlphaTauri/11 Punkte) - Note 4,0

    Das vielbeachtete Schimpfen am Funk hat Tsunoda mittlerweile weitestgehend abgestellt, Punkte gab es aber seit dem GP von Spanien im Mai keine mehr. Allerdings musste der Japaner in den letzten Wochen eine Reihe von Gelegenheiten aufgrund von Zuverlässigkeitsproblemen oder Pech verstreichen lassen. Tsunoda fährt weiter um seine Zukunft, eine Verlängerung seines Vertrages scheint aber denkbar.
  • Mick Schumacher (Haas/12 Punkte) - Note 4,0

    Mick Schumacher (Haas/12 Punkte) - Note 4,0

    Eine Saison voller Hochs und Tiefs für den jungen Fahrer mit dem berühmten Nachnamen. Nach schwachem Start mit vielen Blechschäden wurde der 23-Jährige angezählt, fuhr dann aber in Silverstone (P8) und Spielberg (P6) in die Punkte. Zuletzt lief es allerdings erneut nicht rund, was sowohl am Team als auch an Schumacher selbst lag. Dem Deutschen fehlt noch die Konstanz, möglich auch, dass ihn seine offene Zukunft beschäftigt.
  • Daniel Ricciardo (McLaren/19 Punkte) - Note 6,0

    Daniel Ricciardo (McLaren/19 Punkte) - Note 6,0

    Die Trostplätze acht in Baku sowie neun in Spielberg und Frankreich schönen Ricciardos Bilanz nur auf dem Papier. Der Australier wurde mit dem McLaren nie warm. Von einem Fahrer seiner Klasse hätte man eigentlich erwarten können, dass er seinen Stil anpasst und mindestens mit dem eigenen Teamkollegen auf Augenhöhe fährt. Doch das ist Ricciardo nie gelungen. Der Australier steht vor dem F1-Aus.
  • Sebastian Vettel (Aston Martin/20 Punkte) - Note 3,5

    Sebastian Vettel (Aston Martin/20 Punkte) - Note 3,5

    Vettel wollte um Punkte und Siege fahren, hatte dazu im AMR22 aber in keinem Rennen eine Chance. Den Killerinstinkt aus seinen WM-Jahren hat der Heppenheimer zwar längst verloren, in einem konkurrenzfähigen Auto wäre ihm aber noch einiges zuzutrauen gewesen. So reicht es bislang nur für ansehnliche Manöver im Mittelfeld und vermutlich für den Überhol-Award. Ein seichter Ausklang seiner letzten F1-Saison.
  • Kevin Magnussen (Haas/22 Punkte) - Note 4,0

    Kevin Magnussen (Haas/22 Punkte) - Note 4,0

    Seinen anfänglichen Vorsprung auf Mick Schumacher hat Magnussen längst verloren. Dennoch hat der Däne - anders als sein Teamkollege - sein Cockpit für 2023 sicher. Im meist unterlegenen VF-22 waren zwar keine Wunder zu erwarten, bis auf Silverstone und Spielberg, wo Schumacher ebenfalls punktete, zeigte Magnussen allerdings auch keine.
  • Pierre Gasly (AlphaTauri/22 Punkte) - Note 4,0

    Pierre Gasly (AlphaTauri/22 Punkte) - Note 4,0

    Gaslys Zauber aus dem Vorjahr ist weitestgehend verflogen. Der Franzose leidet darunter, dass er nur noch selten angreifen und sich gleichzeitig nur schwer verteidigen kann. Der 26-Jährige kämpft wie sein Teamkollege oft mit stumpfen Waffen. Weder im Qualifying noch im Rennen hat der AT03 das gewünschte Tempo. Für den ambitionierten Gasly ist nur schwer zu akzeptieren, dass er es in elf Rennen nicht in die Punkte schaffte. Ein Wechsel steht im Raum.
  • Valtteri Bottas (Alfa Romeo/46 Punkte) - Note 2,0

    Valtteri Bottas (Alfa Romeo/46 Punkte) - Note 2,0

    In den letzten sieben Rennen war gleich viermal der Wurm drin, was jedes Mal an technischen Problemen am Alfa Romeo lag. Das überaus positive Gesamtbild der Bottas-Saison kann das also nicht trüben. Der Finne bleibt der dominierende Mann im hinteren Mittelfeld. Wie gut Bottas in diesem Jahr ist, zeigt der Vergleich mit Teamkollege Zhou. Der Routinier hat fast acht Mal so viele Punkte wie der Rookie geholt (46:6).
  • Fernando Alonso (Alpine/59 Punkte) - Note 2,0

    Fernando Alonso (Alpine/59 Punkte) - Note 2,0

    Nach schwierigem Saisonbeginn, bei dem er nicht selten von Technik, Taktik oder Fehlern der Konkurrenz ausgebremst wurde, fuhr Alonso in den letzten elf Rennen immer in Punkte, verbesserte sich dabei im Vergleich zu seinem Startplatz teils deutlich. Wie in Österreich, wo er von 19 auf 10 fuhr oder vor Kurzem in Zandvoort, wo ihm nach Start von P13 ein sechster Platz gelang. Der Spanier hat es auch im stolzen Alter von 41 Jahren noch drauf.
  • Esteban Ocon (Alpine/66 Punkte) - Note 2,0

    Esteban Ocon (Alpine/66 Punkte) - Note 2,0

    Ocon steht aus nachvollziehbaren Gründen im Schatten von Fernando Alonso, dabei ist der Franzose nicht selten der bessere der beiden Alpine-Piloten. Seine Klasse zeigt Ocon vor allem an den Sonntagen, an denen er sich kaum Fehler leistet und das Maximum aus dem A522 herausholt. Es ist beinahe unfair, dass seine Leistungen nicht mehr Aufmerksamkeit bekommen.
  • Lando Norris (McLaren/88 Punkte) - Note 2,5

    Lando Norris (McLaren/88 Punkte) - Note 2,5

    Unter dem Strich ist es eine ziemlich gute Saison, die Norris in seinem McLaren hinlegt. Der junge Brite hat Teamkollege Daniel Ricciardo klar in die Schranken gewiesen und ist erster Verfolger der drei Spitzenteams. Sein Problem: Der Abstand zu Mercedes ist so groß, dass selbst der beste Fahrer kaum etwas ausrichten kann.
  • Lewis Hamilton (Mercedes/168 Punkte) - Note 2,0

    Lewis Hamilton (Mercedes/168 Punkte) - Note 2,0

    Kaum hatte Mercedes das Bouncing-Problem im Griff, schon war Hamilton (fast) wieder der Alte. Fünfmal raste er in den letzten acht Rennen auf das Podest, war zuletzt auch in Italien und den Niederlanden nah dran. Beachtlich! Die kleine Wiederauferstehung darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sein (neuer) Teamkollege auf die Saison gesehen sogar noch ein Stück besser war im W13.
  • Carlos Sainz (Ferrari/187 Punkte) - Note 3,0

    Carlos Sainz (Ferrari/187 Punkte) - Note 3,0

    Leistete sich zu Saisonbeginn viele unnötige Fehler, stellte diese aber weitestgehend ab und nutzte seinen zweiten Platz in Monaco für eine starke Serie, die mit dem Sieg in Silverstone ihre Krönung fand. Kam an Leclercs Speed aber nicht ganz heran und musste sich zuletzt auch gegen die beiden immer stärker werdenden Mercedes-Piloten zur Wehr setzen.
  • George Russell (Mercedes/203 Punkte) - Note 1,0

    George Russell (Mercedes/203 Punkte) - Note 1,0

    Der Mercedes-Neuling hat eine sensationelle Serie vorzuweisen. Den Silverstone-GP ausgeklammert, wo Russell nach einem Zusammenstoß ausfiel, reichte es für den Briten immer mindestens für eine Top-5-Platzierung, in elf von 15 Rennen war Russell sogar deutlich besser. Selbst der zu Beginn teils wild hüpfende Wagen machte ihm keine Probleme. Wenn die Silberpfeile die nächste Entwicklungsstufe zünden, könnte er noch in dieser Saison ganz oben stehen.
  • Sergio Pérez (Red Bull/210 Punkte) - Note 2,0

    Sergio Pérez (Red Bull/210 Punkte) - Note 2,0

    Zwei Rennen schmälern die Bilanz des Mexikaners in dieser Saison: Kanada und Österreich. In Montreal schied Pérez mit einem Defekt aus, in Spielberg zahlte er den Preis für ein fahrlässiges Überholmanöver in der ersten Runde. Das war nicht nur überflüssig, sondern kostete ihn womöglich auch Platz zwei in der Fahrerwertung. Trotzdem: Als Verstappens Wingman macht Pérez alles richtig.
  • Charles Leclerc (Ferrari/219 Punkte) - Note 2,0

    Charles Leclerc (Ferrari/219 Punkte) - Note 2,0

    Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: In vier Rennen (Monaco, Silverstone, Ungarn und Belgien) verhinderte Ferrari einen Podiumsplatz oder gar einen Sieg Leclercs, in zwei weiteren streikte die Technik (Barcelona, Baku). In Frankreich hingegen beförderte sich Leclerc in aussichtsreicher Position selbst in die Bande. Und trotzdem ist der Monegasse erster Verfolger von Max Verstappen. Eine Achterbahnfahrt!
  • Max Verstappen (Red Bull/335 Punkte) - Note 1,0

    Max Verstappen (Red Bull/335 Punkte) - Note 1,0

    Es ist beeindruckend, wie sehr sich Max Verstappen von der Konkurrenz abhebt. Elf von 16 Rennen gewann der Niederländer, war zuletzt fünfmal in Folge siegreich. Zu seinem Speed und seiner Konsequenz kommt in diesem Jahr auch noch eine spürbare Ruhe und Abgeklärtheit. "Mad Max" ist auf dem Weg, einer der ganz Großen zu werden und steht unmittelbar vor seinem zweiten WM-Triumph.
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Fahrerwertung

#FahrerTeamPunkte
1NiederlandeMax VerstappenRed Bull Racing335
2MonacoCharles LeclercFerrari219
3MexikoSergio PérezRed Bull Racing210
4GroßbritannienGeorge RussellMercedes-AMG Petronas203
5SpanienCarlos SainzFerrari187
6GroßbritannienLewis HamiltonMercedes-AMG Petronas168
7GroßbritannienLando NorrisMcLaren88
8FrankreichEsteban OconAlpine F1 Team66
9SpanienFernando AlonsoAlpine F1 Team59
10FinnlandValtteri BottasAlfa Romeo F1 Team46
11FrankreichPierre GaslyAlphaTauri22
12DänemarkKevin MagnussenHaas F122
13DeutschlandSebastian VettelAston Martin F1 Team20
14AustralienDaniel RicciardoMcLaren19
15DeutschlandMick SchumacherHaas F112
16JapanYuki TsunodaAlphaTauri11
17ChinaGuanyu ZhouAlfa Romeo F1 Team6
18KanadaLance StrollAston Martin F1 Team5
19ThailandAlex AlbonWilliams Racing4
20NiederlandeNyck de VriesWilliams Racing2
21KanadaNicholas LatifiWilliams Racing0
22DeutschlandNico HülkenbergAston Martin F1 Team0

Fahrerwertung