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Das Zwischenzeugnis der Formel-1-Saison 2022

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  • Das Zwischenzeugnis der Formel-1-Saison 2022

    Das Zwischenzeugnis der Formel-1-Saison 2022

    Rund ein Drittel der Formel-1-Saison ist Geschichte. Zeit für ein erstes Zwischenfazit. Welche Note haben sich Mick Schumacher und Sebastian Vettel verdient? Und wie schneidet Lewis Hamilton ab? Reicht es für Max Verstappen und Charles Leclerc zur Bestnote, oder gibt es auch hier Abstriche? Das Formel-1-Zwischenzeugnis zum Durchklicken:
  • Nicholas Latifi (Williams) - Note 6,0

    Nicholas Latifi (Williams) - Note 6,0

    Ja, der Williams ist nicht leicht zu fahren. Und ja, der Williams ist nicht schnell. Aber: Mit einer Portion Cleverness, einer mutigen Taktik und einer fehlerfreien Fahrweise lassen sich auch mit dem FW44 Punkte holen. Nur hilft bei Latifi selbst die beste Taktik nicht, weil er sie einfach nicht umsetzen kann. Gerüchte über sein Aus am Saisonende nehmen nicht zufällig Fahrt auf.
  • Mick Schumacher (Haas) - Note 6,0

    Mick Schumacher (Haas) - Note 6,0

    Schumacher ist in diesem Jahr das Crash Kid der Formel 1. In Saudi-Arabien zerlegte er seinen Haas völlig, in Miami ging er zu viel Risiko und versaute auch noch Vettels Rennen. Und in Monaco riss er den VF22 in zwei Teile. Die Saison ist noch jung und Mick hat durchaus auch vielversprechende Ansätze gezeigt. Seine Zwischenbilanz ist allerdings ohne Wenn und Aber absolut verheerend.
  • Guanyu Zhou (Alfa Romeo) - Note 4,5

    Guanyu Zhou (Alfa Romeo) - Note 4,5

    Als Rookie genießt Zhou noch Welpenschutz. Genau dieser bewahrt ihn auch vor einer noch schlechteren Note. In Bahrain fuhr er beinahe sensationell auf Platz 10, in Miami und Barcelona fiel er unverschuldet aus. Und in den anderen vier Rennen? Flog der Chinese größtenteils unter dem Radar. Vor allem in der Toskana und Monaco holte er zu wenig aus dem Alfa raus.
  • Lance Stroll (Aston Martin) - Note 5,0

    Lance Stroll (Aston Martin) - Note 5,0

    Nach fünf Jahren weiß man, dass Lance Stroll kein außergewöhnlich guter Formel-1-Fahrer ist. Der Kanadier kann etwas aus dem Auto herausholen, wenn das Gesamtpaket passt. Aber er ist nicht in der Lage, mehr aus dem Wagen zu holen als drin ist. Zwei zehnte Plätze und fünf Rennen im dunklen Niemandsland des Feldes sind der Beweis dafür.
  • Alex Albon (Williams) - Note 2,0

    Alex Albon (Williams) - Note 2,0

    In einem unterlegenen Auto muss man jede noch so kleine Chance nutzen - und genau das tat der Rückkehrer in Melbourne und Miami, als er sensationell in die Punkte fuhr und die Top 10 in der Toskana nur hauchdünn verpasste. Der Thailänder bewegt den FW44 konstant am Limit, ohne sich große Fehler zu leisten. Viel besser geht es kaum.
  • Sebastian Vettel (Aston Martin) - Note 4,5

    Sebastian Vettel (Aston Martin) - Note 4,5

    Vettels Start in die Saison war der absolute Worst Case. Der Heppenheimer wurde beim Testen ausgebremst, verpasste dann auch noch die beiden ersten Saisonrennen und wurde in Melbourne ins kalte Wasser geworfen. Dass er den AMR22 dort prompt in die Wand setzte, wundert nicht. Ein deutlicher Aufwärtstrend ist nicht zu erkennen, obwohl mit P10 in Monaco ein kleiner Achtungserfolg gelang.
  • Pierre Gasly (AlphaTauri) - Note 5,0

    Pierre Gasly (AlphaTauri) - Note 5,0

    Gasly fährt, als hätte man ihm den Stecker gezogen. In der letzten Saison war der Franzose Stammgast im vorderen Drittel des Feldes, jetzt kämpft er Woche für Woche darum, wenigstens noch einen Punkt mitzunehmen. Sein Zauber ist ein wenig verflogen - auch und vor allem, weil Teamkollege Yuki Tsunoda in seinem zweiten Jahr schon auf Augenhöhe mit ihm fährt.
  • Fernando Alonso (Alpine) - Note 3,5

    Fernando Alonso (Alpine) - Note 3,5

    Eine Pleiten-Pech-und-Pannen-Saison ist es bislang für den Altmeister. Unfälle, technische Defekte, schlechtes Timing bei Safety-Car-Einsätzen: Für Alonso kam in den ersten Rennen so ziemlich alles zusammen. Mut macht, dass sich der Pechvogel bei Alpine in den letzten Rennen rar machte. Mit den Plätzen neun und sieben in Barcelona und Monaco zeigte der "Samurai" dann auch direkt, was möglich ist.
  • Yuki Tsunoda (AlphaTauri) - Note 3,0

    Yuki Tsunoda (AlphaTauri) - Note 3,0

    In seiner zweiten Saison fährt Tsunoda abgeklärter, ruhiger und letztlich auch den berühmten Tacken schneller als in seinem Rookie-Jahr. Obwohl der AT03 seine Schwächen hat, beherrscht der junge Japaner seinen Wagen auch bei schwierigen Bedingungen - mit Ausnahme von Monaco, wo er mehrfach im Notausgang stand und dank einer falschen Taktik durchgereicht wurde.
  • Daniel Ricciardo (McLaren) - Note 6,0

    Daniel Ricciardo (McLaren) - Note 6,0

    Ricciardos Leistungen in der bisherigen Saison sind unentschuldbar. Der Australier fährt den eigenen und den Ansprüchen des Teams meilenweit hinter. Mit einem Jahresgehalt von 15 Mio. Euro ist er der derzeit wohl überbezahlteste Fahrer im Feld. Nur ein einziges Mal fuhr er in die Punkte, ansonsten gibt es von ihm vor allem eins: Klagen über das Material. So kann und wird es nicht lange weitergehen.
  • Kevin Magnussen (Haas) - Note 2,5

    Kevin Magnussen (Haas) - Note 2,5

    In den ersten Rennen der Saison holte Magnussen aus seinem Haas mehr als eigentlich drin ist. In den letzten Rennen drehte sich der Spieß um und der Däne ließ mögliche Punkte liegen. So zum Beispiel in Spanien, als er in der ersten Runde eine überambitioniertes Überholmanöver versuchte und crashte. Dennoch sind sie im Team heilfroh, dass er im Cockpit sitzt - und nicht Nikita Mazepin.
  • Esteban Ocon (Alpine) - Note 2,5

    Esteban Ocon (Alpine) - Note 2,5

    Der Franzose fährt eine grundsolide Saison. In fünf von sieben Rennen war er vorne dabei, kämpfte um den Titel "Best of the Rest". Das ist das, was Alpine kann, wenn keine groben Fehler passieren und alles nach Plan läuft. Ocon ist in dieser Saison der Fahrer, der diesen Plan regelmäßig umsetzt.
  • Valtteri Bottas (Alfa Romeo) - Note 1,5

    Valtteri Bottas (Alfa Romeo) - Note 1,5

    Was für eine Saison des Finnen! Als Nummer zwei bei Mercedes wurde er letztes Jahr noch verteufelt, teilweise als Schuldiger für Hamiltons Niederlage ausgemacht. Und jetzt? Fährt er der Konkurrenz im Mittelfeld regelmäßig um die Ohren und holt Woche für Woche Punkte. Dass er mit einem Bild seines nackten Pos mal eben so 50.000 Euro für den guten Zweck gesammelt hat, ist die Kirsche auf der Torte.
  • Lando Norris (McLaren) - Note 2,5

    Lando Norris (McLaren) - Note 2,5

    Der McLaren ist in diesem Jahr etwas zickiger als 2021, damit hat auch Norris mitunter seine Probleme. Im Vergleich zu seinem Teamkollegen beherrscht der Brite seinen Wagen aber traumwandlerisch sicher. In Imola belohnte er sich mit der Fahrt aufs Treppchen, in vier weiteren Rennen reichte es immerhin zu einem Top-8-Finish. Da ist noch Luft nach oben, trotzdem kann Norris mit seiner Saison bislang zufrieden sein.
  • Lewis Hamilton (Mercedes) - Note 5,0

    Lewis Hamilton (Mercedes) - Note 5,0

    Machen wir es kurz: Für einen siebenfachen Weltmeister ist das einfach zu wenig. Der W13 mag Hamilton nicht liegen, trotzdem muss er einfach mehr aus dem Wagen rausholen. Was möglich ist, das zeigt George Russell Woche für Woche. Noch fehlt Hamilton das Vertrauen in den Mercedes. Und ohne Vertrauen in das Material tut sich auch der erfolgreichste Fahrer der Geschichte schwer.
  • Carlos Sainz (Ferrari) - Note 4,0

    Carlos Sainz (Ferrari) - Note 4,0

    Monaco war ein Lichtblick, nachdem Sainz vorher durch einen ewig langen Tunnel fuhr. Der Spanier baute in den vergangenen Wochen Unfälle, drehte sich von der Strecke und verpasste so wichtige Punkte, die am Ende im Kampf um die WM fehlen könnten. Sainz kann mehr, das hat er gezeigt. Aber diese kapitalen Fahrfehler muss der Spanier dringend abstellen.
  • George Russell (Mercedes) - Note 1,0

    George Russell (Mercedes) - Note 1,0

    Russell ist der einzige Fahrer, der in allen Rennen in die Top 5 fuhr - in einem Mercedes, der Ferrari und Red Bull bisher klar unterlegen war. Das allein zeigt, dass die Verpflichtung des jungen Engländers ein guter Schachzug war. An Russells Leistungen in dieser Saison gibt es nichts zu meckern. Sollte der W13 bald besser werden, ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Neuzugang zum ersten Mal auf dem Podest steht.
  • Sergio Pérez (Red Bull) - Note 2,5

    Sergio Pérez (Red Bull) - Note 2,5

    Checo muss sich ranhalten. Die Trauben bei Red Bull hängen hoch. Ein kleiner Fehler, auch nur der kleinste Zweifel und der Rennstall setzt voll und ganz auf Max Verstappen und degradiert ihn zur Nummer zwei. In Spanien hat es ganz zum Ärger des Mexikaners schon eine Stallorder gegeben. In Monaco schlug Pérez zum Glück für ihn postwendend zurück. In den anderen Rennen war er oft dabei, aber nur ganz selten vor Max.
  • Charles Leclerc (Ferrari) - Note 1,0

    Charles Leclerc (Ferrari) - Note 1,0

    Ein technischer Defekt in Barcelona und ein taktischer Anfängerfehler in Monaco haben Leclerc die WM-Führung gekostet. Der Monegasse hat für zwei Fehler seines Teams schwer zahlen müssen. Ihm selbst ist in diesem Jahr nichts vorzuwerfen. Seine Auftritte im Qualifying sind makellos, seine Starts im Rennen ebenso. Dass er im Moment "nur" auf Platz zwei rangiert, liegt nicht an ihm.
  • Max Verstappen (Red Bull) - Note 1,0

    Max Verstappen (Red Bull) - Note 1,0

    Vier beeindruckende Siege, ein unverschuldeter Ausfall in Melbourne und ein unverschuldeter 19. Platz in Bahrain: Max Verstappen kann sich bislang kaum etwas vorwerfen. Einzig sein schwaches Qualifying in Monaco hängt ihm nach. Durch den vierten Platz verpasste er es, seinen Vorsprung auf Leclerc weiter zu vergrößern. Ansonsten knüpfte der Weltmeister aber dort an, wo er letztes Jahr aufgehört hat.
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Formel 1 2022

BahrainBahrain GP18.03. - 20.03.
Saudi-ArabienSaudi-Arabien GP25.03. - 27.03.
AustralienAustralien GP08.04. - 10.04.
ItalienImola GP22.04. - 24.04.
USAMiami GP06.05. - 08.05.
SpanienSpanien GP20.05. - 22.05.
MonacoMonaco GP26.05. - 29.05.
AserbaidschanAserbaidschan GP10.06. - 12.06.
KanadaKanada GP17.06. - 19.06.
GroßbritannienGroßbritannien GP01.07. - 03.07.
ÖsterreichÖsterreich GP08.07. - 10.07.
FrankreichFrankreich GP22.07. - 24.07.
UngarnUngarn GP29.07. - 31.07.
BelgienBelgien GP26.08. - 28.08.
NiederlandeNiederlande GP02.09. - 04.09.
ItalienItalien GP09.09. - 11.09.
SingapurSingapur GP30.09. - 02.10.
JapanJapan GP07.10. - 09.10.
USAUSA GP21.10. - 23.10.
MexikoMexiko GP28.10. - 30.10.
BrasilienBrasilien GP11.11. - 13.11.
VA EmirateAbu Dhabi GP18.11. - 20.11.