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Biathlon-WM: Das Zeugnis des deutschen Teams

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  • Das WM-Zeugnis des deutschen Biathlon-Teams

    Das WM-Zeugnis des deutschen Biathlon-Teams

    Zwölf Rennen, zwei zweite Plätze, wenig Mutmacher und zahlreiche Enttäuschungen: Zum zweiten Mal in Serie und erst zum dritten Mal überhaupt beendeten die deutschen Biathleten eine WM ohne Goldmedaille. Bundestrainer Mark Kirchner sagte zwar: "Es war nicht alles schlecht." Das Zeugnis der Biathletinnen und Biathleten fällt trotzdem ernüchternd aus. Die DSV-Stars in der Einzelkritik:
  • Maren Hammerschmidt - Note: 4,5

    Maren Hammerschmidt - Note: 4,5

    Hammerschmidt bekam vom Bundestrainer lediglich im Einzel das Vertrauen. Mit zwei Strafminuten und über vier Minuten Rückstand reichte es hier am Ende nur zum 34. Platz. Nicht gut, nicht schlecht. Vor allem in der Loipe ist die 61. Laufzeit allerdings nicht das, was man von der 31-Jährigen erwarten darf. Mit einem Top-Resultat hätte sie sich für die Staffel empfehlen können. So war sie nur Zuschauerin.
  • Johannes Kühn - Note: 4,5

    Johannes Kühn - Note: 4,5

    Johannes Kühn hätte die große Überraschungen im deutschen Herren-Team werden können. Er wurde es nicht. Vier Strafrunden und Platz 45 im Sprint, sieben Strafrunden und Platz 41 in der Verfolgung, drei Strafminuten und Platz 24 im Einzel - so lautete seine ernüchternde WM-Bilanz. Nach durchwachsenen Ergebnissen in der bisherigen Saison war allerdings auch nicht mehr zu erwarten.
  • Vanessa Hinz - Note: 2,5

    Vanessa Hinz - Note: 2,5

    "Was wäre, wenn ...", wird sich Hinz nach dieser WM sagen. Die 28-Jährige zeigte in Sprint (12./1 Fehler), Verfolgung (6./0) und auch Massenstart (10./1) exzellente Leistungen, war läuferisch aber leider so weit von der Weltspitze entfernt, dass eine Medaille nie wirklich in Reichweite war. Immerhin belohnte sie sich für ihre starke WM mit Staffel-Silber.
  • Roman Rees - Note: 3,5

    Roman Rees - Note: 3,5

    Rees kam lediglich in der Herren-Staffel und dem Einzel zum Einsatz, hätte sich im Nachhinein aber mehr verdient. Traf 29 von 30 Schüssen und belohnte sich mit dem starken zehnten Platz im Einzel. Allerdings lieferte auch er läuferisch nicht seine Topleistung ab. Bestes Beispiel: Rees war in der Staffel bei gleichem Schießergebnis satte 31 Sekunden langsamer als zum Beispiel Arnd Peiffer.
  • Denise Herrmann - Note: 4,0

    Denise Herrmann - Note: 4,0

    Die deutsche Nummer eins war schon in den vergangenen Monaten weit von ihrer Topform entfernt. Und auch bei der WM spielten die Beine einfach nicht mit. Unterm Strich war es eine enttäuschende WM für Herrmann, die eigentlich mehr als nur eine Silbermedaille (Damen-Staffel) holen sollte. Besonders bitter war ihr vierter Platz im Sprint, als nur acht Sekunden zum Edelmetall fehlten.
  • Benedikt Doll - Note: 5,0

    Benedikt Doll - Note: 5,0

    Zwei solide Auftritte lieferte Doll ab. Sein achter Platz im Einzel war ordentlich. Ohne seine beiden Strafminuten hätte er sogar um Gold mitlaufen können. Auch in der Herren-Staffel wusste er mit nur einem Nachlader und einer guten Laufzeit zu überzeugen. In Sprint (Platz 39/4 Strafrunden), Verfolgung (31/6) und Massenstart (23/6) erlebte 30-Jährige dagegen drei Debakel.
  • Janina Hettich - Note: 4,5

    Janina Hettich - Note: 4,5

    Zum Glück war Hettich Teil der Silber-Staffel, denn sonst wäre es auch für die 24-Jährige eine grausame WM gewesen. In Sprint und Verfolgung verpasste sie die Top 30, lieferte dabei weder läuferisch noch am Schießstand das ab, was sie kann. Auch in der Staffel war sie die langsamste Deutsche und konnte sich am Ende bei ihren Teamkolleginnen bedanken, dass es noch zu Platz zwei reichte.
  • Erik Lesser - Note: 6,0

    Erik Lesser - Note: 6,0

    Lesser erlebte eine regelrechte Horror-WM. Läuferisch war der 32-Jährige komplett neben der Spur und meilenweit von seiner Bestform entfernt. Aber auch am Schießstand zitterte das Händchen. Bei keinem seiner vier WM-Einsätze blieb er fehlerfrei. Brutal lief für den Thüringer nicht nur der Sprint (Platz 66), sondern auch seine Staffel-Einsätze, in denen er schlicht nicht auf der Höhe war.
  • Franziska Preuß - Note: 2,0

    Franziska Preuß - Note: 2,0

    Die Kilometerfresserin des deutschen Teams. Preuß ging als einziges DSV-Mitglied in sieben WM-Rennen an den Start. Staffel-Silber war der Höhepunkt, aber auch bei ihren vier Einzelrennen schaffte sie es jeweils unter die Top 10. Mit etwas Glück wäre in der Verfolgung Bronze, vielleicht sogar Silber drin gewesen. Die Krönung blieb ihr verwehrt, dennoch war sie in Pokljuka die stärkste Deutsche.
  • Arnd Peiffer - Note: 3,0

    Arnd Peiffer - Note: 3,0

    Bei Großereignissen ist auf Peiffer immer Verlass. In Pokljuka hatte aber auch der 33-Jährige zunächst große Probleme. Nach dem Plätzen 7 (Mixed-Staffel), 36 (Sprint) und 20 (Verfolgung) schlug seine große Stunde erst im Einzel, in dem er sich zum Vize-Weltmeister krönte. Platz 12 im Massenstart war ebenfalls ordentlich. War von den DSV-Herren noch der beste.
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