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Das Fahrerzeugnis der Formel-1-Saison 2020

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  • Das Fahrerzeugnis der Formel-1-Saison 2020

    Das Fahrerzeugnis der Formel-1-Saison 2020

    Die Saison 2020 geht aus vielen Gründen in die Geschichte der Formel 1 ein. Über allem standen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und der so wichtige Kampf gegen Rassismus. Ganz nebenbei trug sich Lewis Hamilton in die Rekordbücher ein. Sebastian Vettel fuhr unterdessen die schlechteste Saison seiner Laufbahn, Nico Hülkenberg glänzte als Kurzzeitarbeiter. Hier kommt das Fahrerzeugnis:
  • Pietro Fittipaldi - Haas | NOTE: Keine Bewertung

    Pietro Fittipaldi - Haas | NOTE: Keine Bewertung

    Ersatzfahrer beim GP von Sakhir und Abu Dhabi für Romain Grosjean. Fuhr unterlegen hinterher und konnte keine Akzente setzen.
  • Jack Aitken - Williams | NOTE: Keine Bewertung

    Jack Aitken - Williams | NOTE: Keine Bewertung

    Ersatzfahrer beim GP von Sakhir für George Russell, der für Mercedes an den Start ging.
  • Nicholas Latifi - Williams | NOTE: 4

    Nicholas Latifi - Williams | NOTE: 4

    In seinem ersten Jahr als Stammfahrer zahlte Latifi im langsamsten F1-Boliden viel Lehrgeld. Verlor alle 16 Qualifying-Duelle gegen George Russell, die Rennbilanz liest sich mit 6:10 immerhin deutlich besser. In der zweiten Saisonhälfte wurde die Lücke aber kleiner. Dreimal kam der Kanadier zudem auf dem undankbaren elften Platz ins Ziel.
  • George Russell - Williams | NOTE: 3+

    George Russell - Williams | NOTE: 3+

    Ersatzfahrer beim GP von Sakhir für Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, holte dort 3 Punkte. Verdiente sich diese Chance, im besten Auto des Feldes fahren zu dürfen mit sehr ordentlichen Leistungen im Williams. Das Traditionsteam holte 2020 zwar keinen einzigen WM-Punkt, dennoch hob sich Russell mit mehreren starken Qualifying-Ergebnissen und Performances im Rennen hervor. Seine Saison war viel besser als es das Schlussresultat vermuten lässt.
  • Kevin Magnussen - Haas | NOTE: 5

    Kevin Magnussen - Haas | NOTE: 5

    Legte von allen Fahrern im Feld wohl die schlechteste Gesamtperformance hin. Schied alleine sechsmal aus, dazu in praktisch jedem Rennen mindestens einmal überrundet. Magnussen litt spürbar unter der Unterlegenheit seines Haas-Boliden und verlor immer mehr den Spaß am Racing. Ist seinen Platz fürs kommende Jahr los. In seinem Auto wird fortan Mick Schumacher versuchen, es besser zu machen.
  • Romain Grosjean - Haas | NOTE: 4-

    Romain Grosjean - Haas | NOTE: 4-

    Fuhr die schlechteste Saison seiner Karriere und gehört am Ende dennoch zu den glücklichsten Fahrern überhaupt! Dass er seinen Horror-Unfall von Bahrain ohne schwere Verletzungen überstand, war das größte Geschenk dieser Formel-1-Saison. Sein Abenteuer in der Königsklasse endet vorerst nach 179 Starts, zehn Podestplätzen und 391 WM-Zählern.
  • Antonio Giovinazzi - Alfa Romeo | NOTE: 4

    Antonio Giovinazzi - Alfa Romeo | NOTE: 4

    Drei Top-Ten-Platzierungen stehen zu Buche. Das ist im unterlegenen Alfa Romeo ok, mehr aber auch nicht. Entgegen der Erwartungen und Einschätzungen vieler Experten darf er sein Cockpit auf 2021 behalten. Es wird die letzte Bewährungschance für den Italiener, sich auch mal für höhere Aufgaben zu empfehlen.
  • Kimi Räikkönen - Alfa Romeo | NOTE: 3-

    Kimi Räikkönen - Alfa Romeo | NOTE: 3-

    16 Zielankünfte in 17 Rennen sind ein Top-Wert, bedenkt man, dass der Icemann immer mitten im Verkehr steckt und deutlich größerer Crash-Gefahr ausgesetzt ist als die Piloten in den besten Autos. Vier WM-Pünktchen sind zwar äußert mager. Doch der F1-Rekordstarter kann zumindest auf dem Niveau der Hinterbänkler-Teams noch mithalten. In zwölf der 17 Duelle gegen seinen Teamkollegen hatte er die Nase vorne.
  • Daniil Kvyat - AlphaTauri | NOTE: 3

    Daniil Kvyat - AlphaTauri | NOTE: 3

    Der Russe ist deutlich abgeklärter in seiner Fahrweise geworden als noch zu seinen Anfängen, als er sich regelmäßig aus den Rennen crashte. Fiel nur ein einziges Mal aus, ansonsten in der Regel um Platz zehn herum zu finden. In Imola starker Vierter. Gewann zwar acht der 17 Rennduelle gegen seinen Teamkollegen, doch der holte die deutlich besseren Top-Platzierungen und daher auch klar mehr WM-Punkte.
  • Pierre Gasly - AlphaTauri | NOTE: 2-

    Pierre Gasly - AlphaTauri | NOTE: 2-

    Fuhr in Monza sensationell zu seinem ersten Grand-Prix-Sieg. Holte noch drei weitere Resultate unter den ersten Sechs und füllte sein WM-Punktekonto so immer wieder satt auf. Schlug seinen Teamkollegen am Ende mit 75:32 Zählern und wird vollkommen zufrieden auf das Jahr 2020 in der Formel 1 zurückschauen.
  • Sebastian Vettel - Ferrari | NOTE: 5

    Sebastian Vettel - Ferrari | NOTE: 5

    Eine ganz, ganz bittere Saison für den Ex-Weltmeister, der nach sechs Jahren Ferrari frustriert das Feld räumt. Zehn Mal (!) reichte es nicht einmal für einen Platz unter den ersten Zehn. 33 mickrige WM-Zähler stehen zu Buche in einem Roten Renner, der das gesamte Jahr über der Konkurrenz meilenweit hinterhergurkte. Platz 13 in der Fahrer-WM ist ein katastrophales Ergebnis . Im Aston Martin soll es 2021 besser laufen.
  • Charles Leclerc - Ferrari | NOTE: 3

    Charles Leclerc - Ferrari | NOTE: 3

    Immerhin: Seinen Teamkollegen Sebastian Vettel hatte er die meiste Zeit über im Griff, untermauerte damit seinen Status als Nummer-1-Fahrer im Team auch für das kommende Jahr. Setzte im erschreckend schwachen Ferrari im Qualifying immer wieder Ausrufezeichen. In den Rennen zum Teil noch zu ungestüm. Besorgte letztlich zwei Podestplätze und 98 WM-Zähler.
  • Esteban Ocon - Renault | NOTE: 4+

    Esteban Ocon - Renault | NOTE: 4+

    Fiel gegenüber seinem starken Teamkollegen Daniel Ricciardo doch deutlich ab. Verlor 13 der 17 Rennduell gegen den zweiten Renault-Fahrer. Fuhr aber immerhin zehnmal in die Punkte, darunter der sensationelle zweite Platz beim Sakhir-Grand-Prix, der seine Saisonbilanz deutlich aufwertete. Muss sich in der kommenden Saison aber insgesamt steigern.
  • Daniel Ricciardo - Renault | NOTE: 2

    Daniel Ricciardo - Renault | NOTE: 2

    Das Zugpferd beim französischen Werksteam! Besorgte beim Eifel-Grand-Prix endlich die lang ersehnte Podestplatzierung, fuhr in der gesamten Saison sieben Mal unter die ersten Fünf. Landete in der WM-Wertung mit 119 Punkten noch vor Albon im Red Bull, vor Sainz im McLaren und vor Leclerc im Ferrari.
  • Nico Hülkenberg - Racing Point | NOTE: ohne Bewertung

    Nico Hülkenberg - Racing Point | NOTE: ohne Bewertung

    Durfte als Ersatzfahrer an drei Rennwochenenden ran und gab eine sehr ordentliche Figur ab. Hofft noch irgendwie darauf, 2021 bei einem Rennstall unterzukommen. Red Bull ist wohl die letzte Möglichkeit.
  • Lance Stroll - Racing Point | NOTE: 3

    Lance Stroll - Racing Point | NOTE: 3

    Vom Teamkollegen erneut klar in die Schranken verwiesen, verlor das direkte Duell gegen Sergio Pérez mit 75:125 Punkten. Hatte aber immer wieder seine Glanzmomente, allen voran bei den dritten Plätzen in Monza und in Sakhir. Seine Fahrfehler werden weniger, Stroll hat sich in den letzten Jahren zu einem soliden F1-Piloten entwickelt. Am Ende mit zehn Top-Ten-Platzierungen.
  • Sergio Pérez - Racing Point | NOTE: 2

    Sergio Pérez - Racing Point | NOTE: 2

    Verpasste zwei Rennen nach Corona-Erkrankung, erlitt in Bahrain einen Motorschaden und fiel zum Abschluss in Abu Dhabi aus. Fuhr ansonsten jedes Mal in die Top Ten. Triumphierte beim Sakhir Grand Prix mit seinem ersten Rennsieg. Platz 4 in der Fahrerwertung ist ebenfalls persönlicher Top-Wert. Schade, wenn wir Checo Pérez vorerst nicht mehr in der Formel 1 sehen würden Vielleicht wird's noch etwas bei Red Bull... Sein Aston-Martin-Cockpit erhält bekanntlich Sebastian Vettel.
  • Lando Norris - McLaren | NOTE: 2-

    Lando Norris - McLaren | NOTE: 2-

    Ganz, ganz starke Auftritte in gleich mehreren Grands Prix, als er in den letzten Runden noch für spektakuläre Überholmanöver sorgte. Fuhr so insgesamt fünf Top-5-Ergebnisse ein. Der Brite landete letztlich trotzdem hinter Teamkollege Sainz, sorgte aufs Jahr gesehen aber für die spannenderen Bilder. Wird als großes Formel-1-Talent noch weiter wachsen.
  • Carlos Sainz - McLaren | NOTE: 2

    Carlos Sainz - McLaren | NOTE: 2

    In der ersten Saisonhälfte kam der Spanier irgendwie nicht richtig auf Touren. Darüber konnte auch der sensationelle zweite Platz beim Chaos-Rennen in Monza nicht hinwegtäuschen. Bis zum Russland-Rennen verpasste er viermal die Top Ten und lag in der Fahrerwertung nur auf Platz 11. In den letzten sieben Rennen zeigte er dann seine ganze Klasse und fuhr sieben Mal nacheinander mindestens auf Platz 7. Verabschiedet sich als starker WM-Sechster zu Ferrari.
  • Alex Albon - Red Bull | NOTE: 5

    Alex Albon - Red Bull | NOTE: 5

    Seine Bilanz gegen den direkten Teamkollegen ist niederschmetternd: 0:17 im Qualifying, 5:12 im Rennen. Alex Albon ist in seiner ersten kompletten Saison als Stammfahrer den Beweis schuldig geblieben, dass er den höchsten Ansprüchen in der Königsklasse genügt. Zwei magere Podiumsplätze und 105 WM-Punkte sind in einem Red Bull einfach zu wenig.
  • Max Verstappen - Red Bull | NOTE: 2

    Max Verstappen - Red Bull | NOTE: 2

    Zeigte eine hervorragende erste Saisonhälfte, als er zwischen Österreich und Belgien sechsmal in Folge aufs Podest fuhr. Wurde alleine fünfmal Zweiter hinter Lewis Hamilton und war im Feld der einzige, der dem Champion mutig die Stirn bot. Allerdings auch mit fünf Ausfällen - so viele wie seit 2017 nicht mehr. Rundete eine gute Saison mit seinem zweiten Saisonsieg im letzten Rennen ab und hat damit so viele wie Valtteri Bottas.
  • Valtteri Bottas - Mercedes | NOTE: 3-

    Valtteri Bottas - Mercedes | NOTE: 3-

    Der Finne stolperte dem Saisonende entgegen. Sitzt in einem siegfähigen Auto, da sind zwei magere Erfolge in Spielberg und Sochi einfach zu wenig. Schien frühzeitig gegen die Überlegenheit Hamiltons zu resignieren und zeigte sich noch introvertierter als sonst. Seit den Silverstone-Rennen im Frühjahr praktisch ohne Chance, aber immerhin zum zweiten Mal Vize-Weltmeister.
  • Lewis Hamilton - Mercedes | NOTE: 1

    Lewis Hamilton - Mercedes | NOTE: 1

    Über die Saison von Hamilton ist alles gesagt. Der Brite ist und bleibt die Nummer eins. Fehler macht er keine, Rennen für Rennen holt er das Optimum raus. Das geht schon seit Jahren so. 2020 war Hamilton aber mehr als einfach "nur" Rennfahrer und Weltmeister. Er war Vorreiter im Kampf gegen Rassismus und übernahm damit eine Rolle, vor der viele Superstars leider immer noch zurückschrecken.
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