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Der Absturz von Mesut Özil in der Chronik

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  • Der Absturz von Mesut Özil in der Chronik

    Der Absturz von Mesut Özil in der Chronik

    Vom Weltmeister zur Persona non grata: Mesut Özil hat in den letzten Jahren eine rapide Talfahrt in die sportliche Bedeutungslosigkeit hingelegt. Ausgerechnet die Unterschrift seines Rekordvertrags beim FC Arsenal markierte den Beginn der Probleme. Özils Absturz in der Chronik:
  • Am 1. Februar 2018 gibt der FC Arsenal die Vertragsverlängerung mit Mesut Özil bekannt. Der Offensivspieler soll bis Sommer 2021 in der englischen Hauptstadt spielen und wird mit einen Jahresgehalt von über 20 Millionen Euro Top-Verdiener der gesamten Klub-Historie. Doch anscheinend bekommt der Deal dem ehemaligen Real-Star nicht besonders gut ...
  • ... Vor dem WM in Russland besucht Özil gemeinsam mit Nationalelf-Kollege Ilkay Gündogan den türkischen Staatspräsidenten Erdogan. Es hagelt öffentliche Kritik - und Özil entschuldigt sich anders als Gündogan nicht für die Aktion. Dann folgt ein schwerer sportlicher Rückschlag ...
  • ... Bei der WM geht Özil mit der deutschen Nationalmannschaft baden. Schon nach der Vorrunde ist Schluss. Die Debatte um das Erdogan-Treffen setzt sich in der Folge fort.
  • Nach monatelangem Schweigen meldet sich Özil Ende Juli 2018 mit einem verbalen Rundumschlag über Twitter zu Wort. Er erklärt, nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen zu wollen und erhebt schwere Verwürfe gegen den DFB und dessen damaligen Präsidenten Reinhard Grindel.
  • Danach herrscht komplette Funkstille. Kontaktaufnahmen von Bundestrainer Joachim Löw mit Özil bleiben unbeantwortet, eine Aussprache mit dem langjährigen Weggefährten findet nicht statt.
  • Nach dem WM-Debakel mit der Nationalmannschaft findet Özil auch beim FC Arsenal nicht mehr in die Spur. Es häufen sich die Vorwürfe, dass er nach seiner Vertragsverlängerung satt sei und den nötigen Einsatz vermissen lasse.
  • Abseits des Platzes sorgt Özil dennoch weiter für Schlagzeilen: Gemeinsam mit Mitspieler Sead Kolasinac wird er Opfer eines Raubüberfalls. Wegen Sicherheitsbedanken werden beide zwischenzeitlich aus dem Kader gestrichen.
  • Im Dezember 2019 streicht der chinesische Staatssender CCTV kurzfristig die Übertragung des Spiels zwischen Arsenal und Manchester City wegen einer Äußerung Özils über die Situation der muslimischen Minderheit der Uiguren in China.
  • 2020/2021 spielt Özil endgültig keine Rolle mehr unter Arsenal-Teammanager Mikel Arteta. Die Mitspieler verspotten ihn angeblich als "Dauerurlauber". Dennoch kassiert Özil englischen Medien zufolge einen "Loyalitätsbonus" in Millionenhöhe von seinem Klub.
  • Im Januar 2021 löst er schließlich seinen Vertrag bei Arsenal auf und flieht zu Fenerbahce in die Türkei. Die vermeintliche Traumehe bekommt allerdings schon früh Risse.
  • Özil hängt zum Start der neuen Saison im Formtief und rechtfertigt nur selten sein Spitzensalär. Zudem sorgen seine Nebenaktivitäten für Ärger. Vereinspräsident Ali Koc poltert, Özil müsse sich "endlich auf seine Arbeit konzentrieren."
  • Im März 2022 eskaliert die Situation bei Fenerbahce. Nach einer frühen Auswechslung im Spiel gegen Konyaspor rastet Özil angeblich in der Kabine aus und beschimpft seinen Trainer. In der Folge wird er suspendiert und vom Training ausgeschlossen. Beobachter gehen davon aus, dass er nicht mehr für Fener spielen wird. Die Vereinsführung hüllt sich noch in Schweigen.
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