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FC Bayern: So läuft der brisante Poker um Alabas Zukunft

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  • So läuft der brisante Poker um Alabas Zukunft

    So läuft der brisante Poker um Alabas Zukunft

    Nachdem der FC Bayern das Angebot für eine Verlängerung des im Sommer auslaufenden Vertrages von David Alaba zurückgezogen hat, ist die Personalie spannender denn je. Wohin zieht es den Österreicher? Steht ein ablösefreier Wechsel im Sommer bevor? Oder bleibt er doch in München? So ist der Stand im Poker um Alabas Zukunft
  • Bereits im Frühjahr 2020 gibt es erste Gerüchte um Alabas Zukunft - kein Wunder angesichts seines nur noch bis 2021 laufenden Vertrags. Wie schon in der Vergangenheit werden Real Madrid und der FC Barcelona als mögliche Interessenten gehandelt. Alaba selbst sagt der "GQ", er könne sich "grundsätzlich auch vorstellen, einen anderen Weg einzuschlagen", also den FC Bayern nach mehr als einem Jahrzehnt zu verlassen.
  • Ein wichtiges Indiz für Alabas Wechselbereitschaft: der Berater-Wechsel, hin zu Pini Zahavi. Der umtriebige Israeli hatte vor einigen Jahren vergeblich versucht, Robert Lewandowski bei Real Madrid unterzubringen - und schließlich einen äußerst gut dotierten neuen Vertrag für den Polen beim FC Bayern herausgehandelt.
  • Dem Vernehmen nach geht es in Alabas Überlegungen auch um seine zukünftige Rolle auf dem Platz. Der Österreicher, unter Hansi Flick vom Außen- zum Innenverteidiger ungeschult, sieht sich selbst im zentralen Mittelfeld. Zusagen, er bekomme dort eine Bewährungschance, habe der FC Bayern nicht eingehalten, so "Sport Bild". Alaba soll diesen Wortbruch sehr kritisch sehen.
  • Wiedervereinigung bei Manchester City? Beim FC Bayern arbeiteten David Alaba und Pep Guardiola zwischen 2013 und 2016 sehr erfolgreich zusammen. Derzeit soll Guardiolas aktueller Arbeitgeber die Situation rund um Alaba sehr genau beobachten. Zeitweise gibt es sogar Spekulationen über ein Tauschgeschäft mit Leroy Sané. Immer klarer kristallisiert sich heraus, woran Alabas Verlängerung in München vor allem hakt ...
  • ... nämlich am lieben Geld. Aktuell soll Alaba beim FC Bayern zehn Millionen Euro pro Jahr verdienen. Für eine Verlängerung fordert er angeblich mehr als das Doppelte. Zum Vergleich: Top-Verdiener der Münchner sind aktuell Robert Lewandowski (19,5 Mio. Euro pro Jahr) und Manuel Neuer (18 Mio. Euro pro Jahr).
  • Obwohl die Parteien in den (Gehalts-)Verhandlungen angeblich immer noch weit auseinander liegen, werben die Bayern-Bosse noch im Sommer offensiv um Alaba. Flicks Abwehrchef sei "so etwas wie der schwarze Franz Beckenbauer", schwärmt Karl-Heinz Rummenigge bei "Sky". Allerdings steigt mit zunehmender Dauer der Hängepartie auch das Konfliktpotenzial ...
  • ... Bei einem Treffen mit Alabas Berater Zahavi kurz nach Ende der Bundesligasaison in einem Münchner Restaurant rastet Bayern-Sportvorstand Hasan Salihamidzic laut "Sport Bild" förmlich aus. Hintergrund des Eklats angeblich: Zahavi beharrt trotz der Corona-Krise auf einer Gehaltsforderung in Höhe von 20 Millionen Euro für Alaba.
  • Im "Sport1"-Doppelpass schaltet Uli Hoeneß im September in den Attacke-Modus. Zahavi sei "ein geldgieriger Piranha" und fordere eine "zweistellige Millionen-Summe" als Provision, wütet der Ehrenpräsident des FC Bayern. Auch Alabas Vater George lasse sich von dem Berater "sehr beeinflussen". Die Alaba-Seite schlägt postwendend zurück ...
  • ... George Alaba spricht bei "Sky" von "dreckigen Anschuldigungen" und "schmutzigen Lügen". Er und Alaba seien immer "loyal" gegenüber dem FC Bayern gewesen. Zahavi weist den Vorwurf bezüglich seiner exorbitanten Forderung zurück. "Ich will nicht mehr bekommen, als andere Berater, die von Bayern Provisionszahlungen erhalten haben", so der Israeli. Auch Alaba selbst meldet sich zu Wort ...
  • ... "Ich wünsche mir, dass meine vertragliche Situation nicht in der Öffentlichkeit geklärt wird. Daher haben mich ein paar Aussagen und Berichte der letzten Wochen verwundert und durchaus auch verletzt. Viele Dinge, die im Moment geschrieben und gesagt werden, stimmen einfach nicht und entsprechen nicht der Wahrheit", sagt Alaba gegenüber "Bild".
  • Anfang November lässt Bayern-Präsident Herbert Hainer dann die Bombe platzen. "Wir haben uns entschieden, das Angebot komplett vom Tisch zu nehmen. Das heißt, es gibt kein Angebot mehr", sagt er im "BR". Eine Hintertür lässt er Alaba aber offen: "Der David ist ja noch acht Monate bei uns unter Vertrag und wir schätzen ihn unheimlich", betont Hainer. Nun müssen sich Alaba und sein Berater positionieren ...
  • Als Reaktion erklärt Alaba auf einer Pressekonferenz, dass er die Rücknahme des Angebots "aus den Nachrichten" erfahren habe: "Ich hätte es sehr gerne gehabt, dass Internes intern bleibt. Wie meine Person in der Öffentlichkeit dargestellt wird in den letzten Monaten, entspricht nicht der Wahrheit. Ich kann jedem einzelnen Fan versichern, dass die Summen, die in den Raum gestellt werden, nicht der Wahrheit entsprechen."
  • Beim FC Bayern glauben die Verantwortlichen inzwischen nicht mehr an einen Verbleib. "Wir haben David Alaba den roten Teppich ausgerollt und sind an unsere Grenzen gegangen", sagt Oliver Kahn kurz vor Weihnachten 2020 gegenüber "Sport Bild". Es sehe danach aus, als ob sich Alaba umorientiere. "Das müssen wir akzeptieren", so Kahn.
  • Immer heißer wird Real Madrid als zukünftiger Arbeitgeber Alabas gehandelt. Fast täglich geben spanische Medien zu Beginn des Jahres 2021 neue Wasserstandmeldungen ab. Der Noch-Münchner, dessen sportliche Leistungen womöglich auch aufgrund der ungeklärten Zukunftsfrage leiden, darf laut den FIFA-Statuten nun auch offiziell mit anderen Klubs verhandeln.
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