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Die Hausaufgaben der Bundesligisten während der Coronakrise

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  • Die Hausaufgaben der Bundesligisten

    Die Hausaufgaben der Bundesligisten

    In der Bundesliga und der 2. Liga finden bis mindestens 30. April keine Spiele statt. Den Vorschlag, den das Präsidium der Deutschen Fußball Liga (DFL) vorgelegt hat, werden die 36 Klubs am Dienstag bei einer virtuellen Mitgliederversammlung aller Voraussicht nach absegnen. Die Verantwortlichen der Vereine müssen in der spielfreien Zeit zahlreiche Hausaufgaben erledigen.
  • 1. Eine stabile Internetverbindung aufbauen

    1. Eine stabile Internetverbindung aufbauen

    Netflix, YouTube oder Amazon haben bereits die Internetgeschwindigkeit und Streaming-Qualität reduziert. Wenn sich am Dienstag 36 Klubvertreter und die DFL-Funktionäre in eine virtuelle Konferenz einwählen, muss die Leitung stabil sein. Oder wie sollen bitte lebhafte Diskussionen geführt und wichtige Maßnahmen beschlossen werden, wenn plötzlich Karl-Heinz Rummenigge offline ist? Und fünf Minuten später wieder ein anderer rausfliegt?
  • 2. In Szenarien denken

    2. In Szenarien denken

    Über allem steht die Entwicklung unterschiedlichster Szenarien. In einer derart turbulenten Zeit, in der Informationen vom Vortag erscheinen wie Nachrichten aus dem vergangenen Jahrzehnt, müssen die Vereine auf alle (Ver-)Änderungen gefasst sein. Was geschieht, wenn im Mai noch immer nicht gespielt werden kann oder darf? In welcher Zeit könnten die verbliebenen neun Spiele bestritten werden? Wie lange kann das Saisonende maximal hinausgezögert werden?
  • 3. Mit den Behörden sprechen

    3. Mit den Behörden sprechen

    Der beste Plan kann nur umgesetzt werden, wenn die Behörden mitspielen und es eine einheitliche Lösung gibt. Wenn beispielsweise - wann auch immer - in Berlin wieder gespielt werden darf, während in Bayern noch nicht einmal das gemeinschaftliche Training erlaubt ist, bleibt die Fortsetzung der Saison eine Illusion. Den Funktionären sind damit teilweise die Hände gebunden.
  • 4. Mit den Rechteinhabern sprechen

    4. Mit den Rechteinhabern sprechen

    DFL-Boss Christian Seifert hat immer wieder betont, wie wichtig die Einnahmen der TV-Vermarktung sind - und damit auch erklärt, warum vor der Zwangspause mit aller Gewalt versucht worden war, die Saison mit Geisterspielen fortzuführen. Dass Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorerst die einzige Option sein werden, darüber sind sich alle einig. Umso wichtiger wird es sein, die gut zahlenden Medienpartner mit ins Boot zu holen und auch ihre Sicht der Dinge in die Planspiele einfließen zu lassen.
  • 5. Gerechte Regelungen entwickeln

    5. Gerechte Regelungen entwickeln

    Allein schon wegen der gravierenden wirtschaftlichen Auswirkungen ist ein Saisonabbruch (noch) kein Thema. Bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag können die Bosse freilich nicht warten, es muss deshalb auch diskutiert werden, was im Falle eines vorzeitigen Saisonendes passiert. Wird der jetzige Stand der Tabelle gewertet? Müssen die Ligen aufgestockt werden? Eine für alle gerechte Regelung erfordert Fingerspitzengefühl und vor allem Rücksicht.
  • 6. Extremsituationen simulieren

    6. Extremsituationen simulieren

    Alle Vereine, von Bayern München bis zum SC Paderborn, vom Hamburger SV bis zum SV Sandhausen werden die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Zwar müssen die Großen im deutschen Fußball eine Pleite nicht fürchten, für die Kleinen hat der Existenzkampf aber längst begonnen. Es wird daher verlangt, dass alle Klubs Worst-Case-Szenarios simulieren und ein Überblick geschaffen wird, in dem klar zu erkennen ist, wie lange ein Verein unter welchen Bedingungen überleben kann.
  • 7. Das Thema Solidarität ansprechen

    7. Das Thema Solidarität ansprechen

    Die vier Champions-League-Teilnehmer Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen haben mit ihrer 20-Millionen-Euro-Spende den Anfang gemacht. Ein Schlüssel für die Verteilung der Gelder muss erarbeitet werden. Und vielleicht gibt es ja noch andere Möglichkeiten, um zu garantieren, dass auch künftig noch (mindestens) 18 Vereine in den obersten beiden Ligen spielen.
  • 8. Die vertraglichen Aspekte regeln

    8. Die vertraglichen Aspekte regeln

    Eintracht Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hatte bereits berichtet, dass es "flexible Möglichkeiten" gebe, Spieler mit auslaufenden Verträgen über den 30. Juni hinaus zu binden. Aber wie schaut das aus, wenn der Leistungsträger eigentlich schon beim nächsten Gegner unterschrieben hat? Und welche Folgen würde das auf die Transferperiode im Sommer mit sich bringen? FIFA-Boss Gianni Infantino sprach bereits von "harten Maßnahmen", die möglicherweise getroffen werden müssen.
  • 9. Eine gesund Mannschaft stellen

    9. Eine gesund Mannschaft stellen

    Wenn sich die Infektionen innerhalb der Teams fortsetzen und noch mehr Mannschaften unter Quarantäne gestellt werden, ist an eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht zu denken. Kurz oder lang würden neue Fälle erneut zum Stillstand führen.
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