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Die Baustellen der Formel-1-Teams vor dem Saisonstart

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  • Die Baustellen der Formel-1-Teams

    Die Baustellen der Formel-1-Teams

    Nach der langen Corona-Pause startet die Formel 1 am Wochenende endlich in Österreich in die neue Saison. Zeit für uns, einen kleinen Blick auf die großen Problemzonen der Teams zu blicken und uns an die Testfahrten in Barcelona zu erinnern. Wer sucht nach Speed, wem bereitet die Zuverlässigkeit Sorgen? Wer hadert mit dem Motor, wer muss noch an der Aerodynamik arbeiten? Die Baustellen der zehn Teams im Überblick:
  • Haas

    Haas

    Wo soll man anfangen?! Der Haas war weder schnell noch zuverlässig. Das US-Team fuhr bei den Tests Ende Februar die wenigsten Runden (649), war auf der zweitweichsten Reifenmischung bis zu 0,5 Sekunden langsamer als AlphaTauri und verbrachte einen großen Teil der raren Zeit mit diversen Defekten in der Garage. Dazu kündigte auch noch Besitzer Gene Haas bei ausbleibendem Erfolg seinen Rückzug an. Hat Haas die Pause für Verbesserungen genutzt?
  • Alfa Romeo

    Alfa Romeo

    Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi punkteten mit Speed auf der Geraden, und auch der Downforce-Level des C39 wusste bei den Tests durchaus zu beeindrucken. Der neue Technische Direktor Jan Monchaux und sein Team haben hier ganz offensichtlich gute Arbeit geleistet. Das Problem ist das Gesamtpaket. Noch greift bei Alfa nicht ein Rädchen ins andere, gute Rundenzeiten waren in Barcelona daher eher die Ausnahme. In den Renn-Simulationen fehlten dem Team stets ein paar Zehntel auf die Konkurrenz im Mittelfeld.
  • AlphaTauri

    AlphaTauri

    Das neue AlphaTauri-Team musste allem Kinderkrankheiten beheben. Im Großen und Ganzen verliefen die Testfahrten für Daniil Kvyat und Pierre Gasly ohne große Probleme, kleinere Zwangspausen in der Garage waren von vornherein eingeplant. Größere Sorgen bereitete lediglich der Motor. Was den Top-Speed angeht, fuhr das Team nur hinterher. Das Qualifying in Spielberg könnte somit zu einer echten Hürde werden.
  • Williams

    Williams

    Im Vergleich zu 2019 müssen sich die Testfahrten 2020 wie der Gewinn einer WM angefühlt haben. Der Wagen war pünktlich fertig und konnte vom ersten bis zum letzten Tag auf Herz und Nieren geprüft werden. Ein Fortschritt ist in allen Bereichen zu erkennen, dennoch ist der Williams noch immer das langsamste Fahrzeug im Feld. Die verlorene Saison 2019 hat Spuren hinterlassen. Überrascht das Team (das seit Kurzem mit neuem Sponsor aufwartet) in Österreich?
  • Renault

    Renault

    Aus dem Nichts setzte sich Daniel Ricciardo am letzten Tag der Testfahrten plötzlich an die Spitze des Klassements. Hinter Bottas und Verstappen belegte der Australier am Ende immerhin Rang drei. In den Longruns fehlte pro Runde nur 0,1 Sekunde auf McLaren und "nur" 0,7 Sekunden auf Mercedes. Eine Schwachstelle des R.S.20 sind die Kurven, in denen Renault schon im letzten Jahr lahmte. Und davon gibt es auf dem Red-Bull-Ring immerhin zehn Stück.
  • McLaren

    McLaren

    McLaren hat in diesem Jahr einen eher kleinen Schritt nach vorne gemacht. Immerhin war es ein Schritt nach vorne. Die Latte aus dem letzten Jahr liegt noch hoch. Erneut zählen die Briten zu den schnellsten Teams im Mittelfeld. Mit 802 Test-Runden hat der MCL35 seine Standfestigkeit bewiesen. In der Spitze fehlen aber ein paar km/h, die durch neue Aero-Entwicklungen noch gefunden werden müssen.
  • Racing Point

    Racing Point

    Wenig verwunderlich hat der Racing Point ähnliche Stärken, wie der Mercedes aus dem Vorjahr. In den Kurven fühlt sich der RP20 besonders wohl. Im Vergleich zum "großen Bruder" fehlt es aber auch dem "pinkfarbenen Mercedes" an Geschwindigkeit auf der Geraden. Eine verkraftbare Schwäche. Was wirklich im Wagen steckt, wurde in Barcelona gar nicht klar, denn ihre Bestzeiten fuhren Pérez und Stroll damals auf den "langsamen" C3-Reifen.
  • Red Bull

    Red Bull

    Nicht wenige sehen Red Bull als ersten Herausforderer von Mercedes. Bei den Tests zeigten die Bullen vor allem bei den Longruns ihre Hörner. Dass Verstappen die zweitschnellste Zeit überhaupt fuhr, spricht zudem für die Quali-Pace des RB16. Sorgen bereitet die Zuverlässigkeit. Fast 120 Runden fehlten in Barcelona zu Mercedes, immer wieder saßen die Fahrer mit kleineren und größeren Problemen in der Garage fest. Beim (doppelten) Heimspiel soll aber unbedingt ein Erfolg her.
  • Ferrari

    Ferrari

    Dass Ferrari hinter den Kulissen mauschelte? Geschenkt. Nicht minder wichtig sind die Schwachstellen, die im Februar in Barcelona offenbart wurden. Der SF1000 ist über die Distanz durchaus konkurrenzfähig, auf einer Runde fehlen auf Mercedes und Red Bull aber gut und gerne zwei und mehr Zehntel. Dem Boliden fehlt es an Top-Speed, dem Bereich, der 2019 noch die größte Stärke der Roten war.
  • Mercedes

    Mercedes

    Reibungslos verliefen die Testfahrten für Mercedes nicht. DAS hat das Tempodefizit auf der Gerade nicht völlig egalisiert, hier gibt es immer noch schnellere Boliden. Dazu waren die Motoren-Probleme, die in Barcelona sogar zu einem Wechsel des Aggregats führten, echte Alarmsignale. Die Zuverlässigkeit steht bei Toto Wolff ganz oben auf der Agenda - und ist für die Konkurrenz der einzige Hoffnungsschimmer.
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