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Das Herbstzeugnis der Bundesliga-Klubs

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  • Das Herbstzeugnis der Bundesliga-Klubs

    Das Herbstzeugnis der Bundesliga-Klubs

    Die 57. Spielzeit im deutschen Oberhaus ist in vollem Gange. Zwischenzeitlich war es die engste Bundesliga aller Zeiten. Nach elf Spieltagen kritallisiert sich nun allmählich heraus, wer um die Meisterschaft spielt und wer gegen den Abstieg kämpft. Wir haben die bisherige Saisonleistung der 18 Bundesliga-Klubs bewertet. Top oder Flop? Das Herbstzeugnis zum Durchklicken (geordnet nach Tabellenplatz):
  • SC Paderborn (Platz 18, 4 Punkte)

    SC Paderborn (Platz 18, 4 Punkte)

    Dem Aufsteiger war schon vor der Saison bewusst, dass der Klassenerhalt schwer werden würde. Trotzdem versucht die Mannschaft von Trainer Steffen Baumgart mutig mitzuspielen. Problem: Mit nur vier Punkten drohen die Ostwestfalen schon jetzt, den Anschluss zu verlieren. Dem Kader fehlt es schlicht an Qualität. Die jüngste Pleite im Keller-Duell gegen den direkten Konkurrenten Augsburg war doppelt schmerzhaft. Note 5
  • 1. FC Köln (Platz 17, 7 Punkte)

    1. FC Köln (Platz 17, 7 Punkte)

    Geschäftsführer weg, Trainer gefeuert und eine Mannschaft, die unter ihren Möglichkeiten spielt: Der FC macht seinem Namen als Karnevalsverein derzeit alle Ehre. Eines der Probleme: Der Angriff um Anthony Modeste, Jhon Córdoba und Simon Terodde ist viel zu harmlos. Wenn der eigene Stadionsprecher nach einem Gegentor "Es ist zum Kotzen" ins Mikro brüllt, ist alles gesagt. Note 5
  • Mainz 05 (Platz 16, 9 Punkte)

    Mainz 05 (Platz 16, 9 Punkte)

    Seit elf Jahren sind die 05er erstklassig. Aktuell spricht allerdings wenig dafür, dass das auch im zwölften Jahr so bleibt. 30 Gegentore bedeuten die mit Abstand schwächste Defensive der Liga - und das alles trotz Transferausgaben von 30 Millionen Euro. Die 0:8-Abfuhr in Leipzig und die Heimpleite gegen Aufsteiger Union waren zu viel: Trainer Sandro Schwarz musste gehen. Note 5.
  • FC Augsburg (Platz 15, 10 Punkte)

    FC Augsburg (Platz 15, 10 Punkte)

    Achtungserfolge (2:2 gegen Bayern, 0:0 in Wolfsburg) können nicht über streckenweise sehr dürftige Leistungen hinwegtäuschen. Tomas Koubek, Neuzugang im Kasten, hat sich nach einem Horror-Einstand zwar stabilisiert, die Mannschaft wirkt aber dennoch alles andere als gefestigt. Vorteil FCA: Trainer Martin Schmidt und sein Team können nach dem schweren Auftaktprogramm nun gegen die direkte Konkurrenz punkten. Note 4
  • Werder Bremen (Platz 14, 11 Punkte)

    Werder Bremen (Platz 14, 11 Punkte)

    Acht Punkte Rückstand auf das ausgerufene Ziel Europacup sind ein Brett. Nachdem das internationale Geschäft letztes Jahr nur knapp verfehlt wurde, scheint es dieses Jahr in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Grobe Abwehrschnitzer, vor allem bei Standards, paaren sich regelmäßig mit Chancenwucher. Dem großen Verletzungspech zum Trotz: Lediglich zwei Siege (gegen Augsburg und Union) sind viel zu dünn. Note 4
  • Fortuna Düsseldorf (Platz 13, 11 Punkte)

    Fortuna Düsseldorf (Platz 13, 11 Punkte)

    Das Team von Trainer-Urgestein Friedhelm Funkel will sich nach einer überzeugenden Saison als Aufsteiger im zweiten Jahr im Oberhaus etablieren. Das gelingt bislang sehr ordentlich. Die Abgänge der Leistungsträger Benito Raman und Dodi Lukebakio konnte ein glänzend aufgelegter Rouwen Hennings (neun Tore) weitestgehend kompensieren. Der Rest der Offensive hat allerdings viel Luft nach oben. Note 3
  • Hertha BSC (Platz 12, 11 Punkte)

    Hertha BSC (Platz 12, 11 Punkte)

    Für den Etablierten der Hauptstadt-Klubs läuft es noch nicht nach Wunsch. Die Tendenz zeigt nach einem kurzen Zwischenhoch mit drei Siegen wieder nach unten. Zwei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz lassen Zweifel an der Bundesliga-Tauglichkeit von Dárdai-Nachfolger Ante Covic aufkommen. Die Pleite samt Ausschreitungen im Stadt-Derby tut ihr Übriges. Note 4
  • Union Berlin (Platz 11, 13 Punkte)

    Union Berlin (Platz 11, 13 Punkte)

    Der Krösus unter den Aufsteigern. Für die Köpenicker sind 13 Punkte in der ersten Bundesliga-Saison der Vereinsgeschichte Stand jetzt ein großer Erfolg. Immerhin vier Zähler beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Mannschaft von Urs Fischer überzeugte selbst in den schweren Spielen gegen den BVB (3:1) und in München (1:2) als defensivstarke Einheit. Note 2-
  • VfL Wolfsburg (Platz 10, 17 Punkte)

    VfL Wolfsburg (Platz 10, 17 Punkte)

    Die Niedersachsen wissen vermutlich selbst nicht genau, was sie vom ersten Drittel der Saison halten sollen. Mit neun ungeschlagenen Spielen gelang Neu-Trainer Oliver Glasner ein starker Einstand als Wölfe-Coach. Zuletzt setzte es aber zwei Niederlagen. Rang zehn liest sich dennoch schlechter, als es die Leistungen sind. Note 3+
  • Eintracht Frankfurt (Platz 9, 17 Punkte)

    Eintracht Frankfurt (Platz 9, 17 Punkte)

    Der SGE mangelt es an Beständigkeit. Dem Team um Coach Adi Hütter und Sportvorstand Fredi Bobic gelang es aber, schmerzvolle Abgänge im Angriff erfolgreich zu ersetzen. Die Eintracht überzeugt nach wie vor mit leidenschaftlichem Angriffs-Fußball und hält der Dreifachbelastung so auch im zweiten Jahr in Folge stand. Martin Hinteregger und Co. sind tabellarisch noch voll im Geschäft. Note 2-
  • Bayer Leverkusen (Platz 8, 18 Punkte)

    Bayer Leverkusen (Platz 8, 18 Punkte)

    Im Kader des Champions-League-Teilnehmers steckt unzweifelhaft eine Menge Potenzial, welches Coach Peter Bosz nun endlich voll ausschöpfen soll. Das gelingt jedoch nur phasenweise. Trotz Top-Spielern wie Mega-Talent Kai Havertz, Rekordtransfer Kerem Demirbay und DFB-Verteidiger Jonathan Tah fehlt der Werkself die Konstanz. Der Rückstand auf die begehrten internationalen Ränge ist jedoch gering. Note 3
  • FC Schalke 04 (Platz 7, 19 Punkte)

    FC Schalke 04 (Platz 7, 19 Punkte)

    Punktgleich mit dem ungeliebten Nachbarn aus Dortmund – allein das ist schon ein Erfolg. Unter dem neuen Trainer David Wagner zeigen sich die Schalker wie ausgewechselt. Frühere Sorgenkinder wie Suat Serdar und Amine Harit blühen auf und machen die vergangene Seuchensaison vergessen. Stand jetzt dürfen die Knappen von Europa träumen. Selbst der Tönnies-Eklat kann das Bild kaum trüben. Note 2+
  • Borussia Dortmund (Platz 6, 19 Punkte)

    Borussia Dortmund (Platz 6, 19 Punkte)

    Vor der Saison erklärte der BVB – auch dank vermeintlicher Top-Transfers – vollmundig den Gewinn der Meisterschaft zum Ziel. Davon sind die Schwarzgelben momentan weit entfernt. Blutleere Auftritte und die Auswärtsschwäche (nur ein Sieg) überschatten teils gute Ansätze. Zudem entwickelt sich Jadon Sancho immer mehr zum Enfant terrible. Die Kritik an Trainer Lucien Favre wird lauter. Note 3-
  • 1899 Hoffenheim (Platz 5, 20 Punkte)

    1899 Hoffenheim (Platz 5, 20 Punkte)

    Die Kraichgauer gehören zu den zahlreichen Klubs mit einem neuen Trainer. Nach Startschwierigkeiten (nur ein Sieg aus den ersten sechs Spielen) scheint Alfred Schreuder mittlerweile den Erfolgsschlüssel gefunden zu haben. Zuletzt konnte die TSG fünf Mal in Folge gewinnen, darunter sensationell beim großen FC Bayern (2:1). Mit Platz fünf ist Hoffenheim absolut im Soll. Note 2-
  • SC Freiburg (Platz 4, 21 Punkte)

    SC Freiburg (Platz 4, 21 Punkte)

    Nach dem ersten Saisondrittel kann sich die Zwischenbilanz des SC mehr als sehen lassen: sechs Siege, 20:12 Tore und punktgleich mit dem FC Bayern. Der Kader ist verhältnismäßig gut bestückt, die Mannschaft überzeugt mit toller Moral. Coach Christian Streich holt aus den begrenzten Freiburger Möglichkeiten (mal wieder) das Beste raus. Zahlreiche schwere Gegner kommen aber noch. Note 1-
  • FC Bayern (Platz 3, 21 Punkte)

    FC Bayern (Platz 3, 21 Punkte)

    Der Rekordmeister läuft den eigenen Ansprüchen bislang hinterher. Anhaltende Startelf-Diskussionen über Thomas Müller sorgten für Unruhe. Tiefpunkt: das desaströse 1:5 in Frankfurt. Danach war für den ohnehin umstrittenen Trainer Niko Kovac Schluss. Nachfolger Hansi Flick konnte mit dem 4:0-Erfolg über den BVB zuletzt Wiedergutmachung betreiben - auch dank der Weltklasse-Form von Robert Lewandowski (16 Tore in elf Spielen). Note 3
  • RB Leipzig (Platz 2, 21 Punkte)

    RB Leipzig (Platz 2, 21 Punkte)

    Im Sommer kam mit Julian Nagelsmann ein hochambitionierter neuer Trainer, um die Mannschaft weiterzuentwickeln. Trotz überzeugender Vorsaison (Platz drei) konnten die Sachsen dank ihrer immensen Offensiv-Power tatsächlich noch eine Schippe drauflegen. 29 Tore schossen Werner und Co. - das ist bei nur zwölf Gegentoren Ligaspitze! Auf eine Serie vier siegloser Spiele ließ man ein 8:0 gegen Mainz folgen. Beeindruckend! Note 2+
  • Borussia Mönchengladbach (Platz 1, 25 Punkte)

    Borussia Mönchengladbach (Platz 1, 25 Punkte)

    Mit 25 Punkten ist Gladbach überraschend souveräner Tabellenführer. Die Neuzugänge an der Seitenlinie und auf dem Feld, allen voran Fan-Liebling Marcus Thuram, entpuppen sich als Glücksgriffe. Unter Trainer Marco Rose spielt die Mannschaft taktisch vielseitig und unberechenbar. In der aktuellen Verfassung können die Fohlen bis zum Ende um den Titel mitspielen. Note 1
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